Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Projekte | 30.11.2018

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Offenbacher Seifenfabrik wandelt sich zum Wohnquartier

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Viele Hände halfen mit bei der Grundsteinlegung für die Kappus Höfe.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Kondor Wessels hat offiziell mit dem Bau des Wohnquartiers Kappus Höfe in Offenbach begonnen. Zugleich verkündete das Unternehmen, dass die Mietwohnungen des Quartiers bereits komplett an Investoren veräußert sind.

Die Stadt Offenbach wird ein weiteres ungenutztes Industrieareal los: Der niederländische Projektentwickler Kondor Wessels legte jetzt auf dem zentrumsnahen ehemaligen Gelände der Seifenfabrik Kappus den Grundstein für die Wohnentwicklung Kappus Höfe. Bis März 2022 sind auf den rund 17.300 qm, Luisenstraße 42-52, 311 Wohnungen geplant. Rund 85 Mio. Euro will Kondor Wessels investieren und dafür rund 33.000 qm BGF erstellen lassen.

Niederländer auch als Endinvestoren

Am Tag vor der Grundsteinlegung gab es nicht nur die Zustimmung der Stadtverordneten zum Bebauungsplan. Kondor Wessels verkaufte auch den Mietwohnungsanteil von 182 Einheiten. 150 davon erwirbt Dekor Vastgoed IX BV, ein von der niederländischen Investmentbank Kempen gemanagter Fonds, der Kapital von Reggeborgh (privates Investmentvehikel der Eigentümerfamilie Wessels) und dem Pensionsfonds Bouwinvest anlegt. Die übrigen Wohnungen erwarb die Gemeinnützige Baugesellschaft Offenbach. Bei Letzteren handelt es sich um sämtliche geförderte Wohnungen auf dem Areal. Die übrigen rund 45% der Einheiten gehen über Hermann Immobilien (Bruchköbel) in den Einzelvertrieb, der dieser Tage anlief. Sie werden im Durchschnitt für 4.300 Euro/qm angeboten.

Kondor Wessels war 2014 in Verhandlungen mit der Familie Kappus und der Familie Sternagel als Eigentümerin eines Nachbargrundstücks eingetreten. 2017 vollzog Kappus die Verlagerung seiner Produktion vom seit 1848 genutzten Gelände an das Gewerbegebiet Waldhof am Stadtrand. Im fertigen Wohnquartier sollen Informationstafeln und eine ausgestellte historische Anlage aus der Seifenproduktion an die Vorgeschichte erinnern. Inzwischen sind die Werksgebäude abgerissen. Das Büro Hilmer Sattler Architekten (Berlin) hat einen Komplex aus 17 zusammenhängenden Mehrfamilienhäusern mit drei bis vier Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss entworfen, der sich nach dem Vorbild der niederländischen Beginenhöfe um drei Innenhöfe gruppiert. Die Tiefgarage wird rund 250 Stellplätze bieten.

Offenbachs Lust und Last mit dem Zuzug

Baudezernent Paul-Gerhard Weiß bilanzierte zufrieden einen anhaltenden Zuzug auch gut verdienender Menschen nach Offenbach. Das stärke die Steuereinnahmen und schaffe Abhilfe bei den traditionell hohen Sozialleistungen. Allerdings bedeute der Zuzug auch hohe Investitionen in Kindergärten und Schulen sowie einen erheblichen Arbeitsaufwand in der Bauverwaltung.

Transaktion: Offenbach am Main, Luisenstraße
Transaktion: Offenbach am Main, Luisenstraße

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!