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Digitales | 30.11.2018

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

blackprint boosted sein Start-up-Programm

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler
blackprint-Geschäftsführer Alexander Ubach-Utermöhl (ganz rechts) mit seinen Förderpartnern, Mitarbeitern und den Vertretern der Proptechs.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Nach knapp zwei Jahren im Geschäft und drei Förderrunden mit zwölf Proptechs hat der Start-up-Accelerator blackprint Booster an seinem dritten Demo Day eine Zwischenbilanz gezogen. Die Proptech-Schmiede will mit neuen Partnern weiter wachsen und zum europäischen Start-up-Hub werden.

Zum Abschluss der dritten Förderrunde hatte Alexander Ubach-Utermöhl Investoren, Proptechs und interessierte Vertreter der Immobilienwirtschaft ins Frankfurter TechQuartier eingeladen. Ubach-Utermöhl ist Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft blackprintpartners, die das Accelerator-Programm initiiert und mit mehreren etablierten Immobilienunternehmen über knapp zwei Jahre begleitet hat.

150 Proptechs in zwei Jahren durchleuchtet

"Wir haben 150 Proptech-Teams geprüft, zwölf haben das Coaching durchlaufen und an elf davon haben wir uns mit unseren Partnern beteiligt", fasste Ubach-Utermöhl die Ergebnisse zusammen. Insgesamt sind über den Booster und an ihn anschließende Finanzierungsrunden 8 Mio. Euro an Beteiligungskapital geflossen. Jeweils mehr als 1 Mio. Euro haben dabei die Proptechs Simplifa, VRnow und Roomhero eingesammelt.

Das zum Zeitpunkt des Förderprogramms reifste Geschäftsmodell hatte Exquance, eine finnisch-russische Portfolio-Analyseplattform, die an der dritten Förderrunde teilgenommen hatte. Sein Analysetool vermarktet das Unternehmen bereits seit zwei Jahren erfolgreich, will es nun aber um zusätzliche Wirtschaftsdaten ergänzen und von Deutschland aus die Märkte Polen, Österreich und die Schweiz ins Visier nehmen.

Für Ubach-Utermöhl ist das ein Beleg dafür, dass Deutschland sich gut eignet, um europäische Start-up-Ideen auf die nötige Größe für die internationale Expansion zu bringen. "Der deutsche Markt ist groß genug, um Geschäftsmodelle zu skalieren", erläuterte der blackprint-Geschäftsführer. Es sei unsinnig, mit an deutschen Hochschulen entwickelten Ideen in die USA zu gehen und dort zu expandieren, nur um das Geschäftsmodell schließlich nach Europa zu reimportieren.

Der Partnerpool soll wachsen

Bisher lag der Schritt in die USA oft daran, dass Gründern nicht ausreichend Kapital zur Verfügung gestellt werden konnte, doch das beginnt sich zu ändern. "Der Finanzierungsmarkt für Proptechs professionalisiert sich zusehends", erklärte Jakob Schulz, Senior Program Manager bei blackprint Booster. Seit 2015 stünden auch in Deutschland vermehrt Wagniskapitalgeber bereit, um in Proptechs zu investieren, auch die Zahl der strategischen Investments von etablierten Unternehmen habe stark zugelegt. Die Zeit, in der ein immobilienwirtschaftliches Wachstumsunternehmen hierzulande seine erste große Finanzierungsrunde abschließt, hat sich seit 2013 auf rund ein Jahr halbiert.

Auf diesen Trend will Ubach-Utermöhl aufsatteln, der blackprint Booster soll zum europäischen Proptech-Hub ausgebaut werden. Dazu soll das Recruiting potenzieller Förderkandidaten ausgeweitet werden, der Accelerator will mehr eigene Studien publizieren und mit zusätzlichen Partnern zusammenarbeiten. Das können einerseits weitere Finanzierer wie Venture-Capital-Fonds, Immobilienunternehmen und Business Angel sein. Doch auch die Zahl der Technologiepartner will Ubach-Utermöhl ausweiten: "Was in der Proptech-Szene passiert, schauen sich die Amazons und Googles dieser Welt im Moment sehr genau an. Auch mit denen wollen wir reden."

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