Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Unternehmen | 29.11.2018

Von Monika Hillemacher

In diesem Artikel:

Strabag und Porr jubeln und jammern

Die beiden großen Baufirmen Strabag und Porr freuen sich kurz vor Jahresende dank dynamischer Märkte über Rekordwerte. Gleichzeitig wehklagen sie über Mangel an Personal und Nachunternehmen.

Beide Faktoren erweisen sich aus Sicht der Konzerne als Hemmschuh der weiteren Entwicklung. Der Fachkräftemangel sowie die Engpässe bei Subs limitierten das weitere Wachstum, ist beispielsweise im Neunmonatsbericht von Porr zu lesen. Bei Wettbewerber Strabag SE heißt es fast wortgleich "Limitierender Faktor für eine Ausweitung des Geschäfts bleiben das Personal und beschränkte Kapazitäten bei Nachunternehmen." Bezogen auf diese Firmen schätzt Strabag die Lage vor allem in Deutschland als "sehr angespannt" ein. Kräfte aus dem Ausland zu holen wird zunehmend schwieriger - auch dort, z. B. in Ungarn und Polen, wird viel gebuddelt und hochgezogen.

Weil auf dem hiesigen Markt zugleich die Nachfrage nach Bauleistungen weiterhin hoch ist und das anhaltende Niedrigzinsumfeld den Bauboom in Deutschland befördert, knirscht es. In der Konsequenz steigen die Preise - fürs Personal. Projekte werden mit Zuschlägen kalkuliert.

Strabag hebt Prognose an

In den Porr-Zahlen für die Monate Januar bis September spiegelt sich die Strategie von CEO Karl Heinz Strauss wieder, angesichts rappelvoller Auftragsbücher und knapper Ressourcen sehr selektiv auszuwählen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Auftragseingang im zweitwichtigsten Markt der Österreicher um 164 Mio. Euro auf 788 Mio. Euro (-17,2%). Unter den Zugängen sind Wohnungsprojekte in Berlin, München und Erfurt sowie der Teilchenbeschleuniger FAIR in Darmstadt. Der Bestand legte um fast 50% auf 1, 6 Mrd. Euro zu. Insgesamt meldet der Konzern mit 6,8 Mrd. Euro wieder einen neuen Rekordwert beim Auftragsbestand. "So voll wie nie zuvor", jubelt Strauss. Er peilt wegen "der angeführten Herausforderungen" vorsichtig "ein gutes Ergebnis" für das Gesamtjahr 2018 an.

Kollege Thomas Birtel, der auf dem Chefsessel von Strabag SE sitzt, ist mutiger. Er hebt die Prognose für 2018 an und spricht nun von einer Leistung "spürbar über 15 Mrd. Euro", nach zuvor genannten etwa 15 Mrd. Euro. Im operativen Ergebnis legte Strabag verglichen mit dem Vorjahrsmonaten 75% zu und kommt bei 299 Mio. Euro aus. Der Auftragsbestand beträgt mehr als 18 Mrd. Euro. Kräftige Beiträge zum Ergebnis erwartet Birtel demnächst vom Developmentgeschäft. Die Entwickler wollen der Preise und Verfügbarkeit wegen verstärkt in Lagen außerhalb der Metropolen akquirieren. Auch Strabag PFS sieht die Konzernspitze nach dem Verlust des Telekom-Auftrags wieder auf einem guten Weg nach vorne.

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
  • Wohnquartier
  • Ortsteil
  • Ort
  • Bundesland / Land
  • Projekt

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!