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Recht | 27.11.2018

Von Volker Thies

In diesem Artikel:
  • Personen:
    Werner Gröschel

Haftstrafen für Frankfurter Immobilieninvestoren

Mit der Verurteilung aller Angeklagten zu Freiheitsstrafen ist am Frankfurter Landgericht der Prozess gegen eine Gruppe von Immobilieninvestoren wegen Steuerhinterziehung und Sozialbetrugs zu Ende gegangen.

Die fünf Männer hatten von 2009 bis 2014 ein Portfolio von 96 Wohn- und Geschäftshäusern im Rhein-Main-Gebiet aufgebaut, die Objekte wertsteigernd ausbauen lassen und mehrheitlich vermietet. Der inzwischen größtenteils an internationale Fonds verkaufte Bestand soll bis zu 200 Mio. Euro wert gewesen sein. Während ihrer Geschäftstätigkeit haben die Männer der Staatsanwaltschaft zufolge rund 10 Mio. Euro an Steuern sowie Sozialabgaben für Handwerker nicht gezahlt. Die Verteidigung argumentierte, das Quintett habe den Überblick über ihr selbst geschaffenes Konstrukt aus Objektgesellschaften, Handwerksfirmen und weiteren Gesellschaften sowie die zugehörige Buchhaltung verloren. Zudem schoben die Angeklagten sich gegenseitig die Hauptschuld zu.

Der Vorsitzende Richter Werner Gröschel erkannte hingegen nach rund 40 Verhandlungstagen "Kriterien eines bandenmäßigen Vorgehens" in der Geschäftstätigkeit der Männer. Als besonders gravierend hob er den Kontrast zwischen dem luxuriösen Leben der Angeklagten und der Lohndrückerei bei den Arbeitern hervor, die die Objekte modernisiert hatten.

Am Ende stand für einen Angeklagten, der als Arzt im Frankfurter Westend praktiziert, eine Verurteilung zu zwei Jahren und neun Monaten, für zwei Schulfreunde, die als Wettbürobetreiber zu Geld gekommen waren, Freiheitsstrafen von vier Jahren und neun Monaten sowie zwei Jahren und drei Monaten, für den ehemaligen Geschäftsführer von Baufirmen im Unternehmenskonstrukt drei Jahre und neun Monate und für den Buchhalter eine Strafe von drei Jahren. Eine Revision ist möglich.

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