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Politik | 26.11.2018

Von Volker Thies

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW), Haus & Grund, Landeshauptstadt Saarbrücken, Arbeitsgemeinschaft der saarländischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
  • Personen:
    Volker Leers, Heiko Lukas, Hans-Peter Rupp, Markus Arend
  • Immobilienart:
    Wohnen

Wohnungspolitik rückt auch an der Saar in den Blickpunkt

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Erst mal Altbauten auf Vordermann bringen, dann an den Neubau denken: Das fordern Vertreter sowohl öffentlicher als auch privater Bestandshalter im Saarland.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Das Saarland ist nicht gerade ein Hotspot der Wohnungswirtschaft. Allerdings machen die Debatten von Branche und Politik auch vor dem kleinen Bundesland nicht halt: Die Regierung hat ein Wohnbauförderungsprogramm aufgelegt, und die Landeshauptstadt bereitet zwingende Sozialquoten für neue Projekte vor.

Das Saarland gilt für professionelle Wohnungsinvestoren gemeinhin als wenig spannend. Die Wohneigentumsquote liegt mit 62% (Stand 2014) so hoch wie in keinem anderen Bundesland und selbst Saarbrücken als mit Abstand größte Kommune kommt nur auf gut 180.000 Einwohner. Dennoch ist auch der saarländische Wohnungsmarkt Veränderungen unterworfen, wie beim jüngsten Kongress der Arbeitsgemeinschaft der saarländischen Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (AWI saar) klar wurde.

VdW verlangt einfachere Förderbedingungen

So zeichnet sich in den Städten eine Angebotsknappheit ab, wenn auch in deutlich geringerem Umfang als in Metropolen wie Frankfurt oder München. Die Landesregierung hat darauf reagiert und vor wenigen Monaten ein Sonderprogramm zur Wohnungsbauförderung aufgelegt. Damit will sie sowohl Neubau als auch Umnutzung und Modernisierung forcieren. "In Zukunft müssen wir den Mietwohnungsbau auch in ländlichen Gemeinden stärker berücksichtigen", sagt Hans-Peter Rupp, der im Landesinnenministerium als Abteilungsleiter für den Wohnungsbau zuständig ist. Bislang seien Wohnungsvermietungen in manchen ländlichen Kommunen eher Ausnahmefälle, aber der Bedarf steige.

Volker Leers, Präsident des Wohnungswirtschaftsverbands VdW saar, lobt zwar ausdrücklich die Landesförderung, für die inzwischen 52 Mio. Euro im Landeshaushalt eingeplant sind. Allerdings seien die Förderbedingungen in einigen Punkten zu kompliziert, beispielsweise der Zwang zur öffentlichen Ausschreibung ab einer bestimmten Größe. Das überfordere gerade kleinere Wohnungsunternehmen.

Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat vor einigen Wochen einen Schritt eingeleitet, der andernorts in der Republik schon längst erfolgt ist: Die Stadtpolitik diskutiert, künftig bei neuen Bebauungsplänen und Bebauungsplanänderungen für Wohnprojekte von den Bauherren 20% geförderten und 10% bezahlbaren Wohnraum zu verlangen. Außerdem sollen Flächen in öffentlicher Hand nur noch per Konzeptvergabe vergeben werden, mit Blickpunkt auf niedrigpreisige Wohnungen. Baudezernent Heiko Lukas weist aber darauf hin, dass Verhandlungsspielraum bleibt. So könnten Sozialwohnungen an anderer Stelle auf ein Projekt angerechnet werden oder die Anteile von sozialem und preisgedämpftem Wohnraum verschoben werden. Zudem verkündet Lukas, dass seine Mitarbeiter rund 12 ha an Baulücken für potenzielle Wohnprojekte in Saarbrücken identifiziert und ermittelt haben und dass rund 4.000 Sozialwohnungen fehlen.

Erst mal Altbauten modernisieren

Dass im Saarland die Strukturen etwas anders als andernorts sind, betont Markus Arend, Vorstand der Baugenossenschaft Völklingen: "Uns geht es mehr um Modernisierung als um Neubau." Das gelte auch für andere Bestandshalter. Arend nimmt im Bundesland einen größeren Anteil von Wohnungen mit Modernisierungsbedarf oder gar Modernisierungsstau als andernorts wahr. Deshalb müssten alle Akteure am Bestand ansetzen, zumal Neubauten angesichts der aktuellen Preise kaum noch wirtschaftlich als sozialer Wohnraum zu vermieten seien. Michael Weiskopf, Vorsitzender des Landesverbands von Haus & Grund, stimmt aus dem Blickwinkel der privaten Vermieter zu: "Wir haben im Saarland eine hohe Leerstandsquote. Dieses Potenzial gilt es erst mal zu nutzen."

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