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Märkte | 23.11.2018

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Unternehmensimmobilien gefragt wie nie zuvor

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Unternehmensimmobilien werden bei Investoren zunehmend beliebter.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Unternehmensimmobilien und Gewerbeparks erobern den deutschen Investmentmarkt. Zu diesem Schluss kommt das Maklerhaus Colliers International. Getrieben wird der aktuelle Hype allerdings durch zwei Megaabschlüsse.

"Vor allem Unternehmensimmobilien und Gewerbeparks erfreuen sich zunehmender Beliebtheit", stellt Colliers-Chef Matthias Leube fest und erklärt: Zum einen würden sie als Produktionsgrundlage des soliden, krisenresistenten deutschen Mittelstands auch von risikoaversen Investoren als nachhaltiges Investment wahrgenommen. Zudem schätzten Investoren die zu klassischen Assets überproportionalen Wertsteigerungschancen. "Angesichts dessen ist eine Veränderung des Suchprofils bei klassischen Core-Investoren feststellbar", sagt Leube.

Innerhalb kürzester Zeit wurde der Verkauf von gleich zwei großvolumigen Light-Industrial-Portfolios für insgesamt mehr als 1 Mrd. Euro bekannt gegeben. Erst Ende vergangener Woche gab Helaba Invest die Übernahme des von Beos aufgelegten Corporate Real Estate Fund Germany I mit 21 Unternehmensimmobilien bekannt. Ebenfalls erst vor kurzem veröffentlicht wurde die Übernahme eines 32 Unternehmensimmobilien umfassenden Pakets von Aurelis durch Beos.

Insgesamt entspreche das Volumen allein dieser beiden Abschlüsse in etwa einem Viertel der in den Monaten Januar bis September in Deutschland registrierten Transaktionsvolumina der Assetklasse Industrie- und Logistikimmobilien von rund 4,4 Mrd. Euro. Im langjährigen Vergleich war bereits dieses Ergebnis deutlich überdurchschnittlich und spiegelte das äußerst rege Investmentgeschehen des Segments wider.

Verlockende Renditen bei Unternehmensimmobilien

"Besonders eindrucksvoll hat sich der Bereich der Industrieimmobilien entwickelt", meint Hubert Reck, Head of Industrial & Logistics Investment bei Colliers. "Wir stellen in den letzten zwei Jahren eine deutlich positivere Haltung der Investoren gegenüber dieser Assetklasse fest." Unter Berücksichtigung beider Megadeals wurde schon Mitte November, also vor der eigentlichen Jahresendrallye, mit mehr als 2,6 Mrd. Euro ein fast so hohes Transaktionsvolumen erzielt wie in den bisherigen Spitzenjahren 2015 und 2016 zusammengenommen. Auch sei damit erstmals das Transaktionsvolumen für Industrieimmobilien mit denen der Logistikobjekte nahezu auf Augenhöhe, betont Reck. "Auf die Portfoliogröße bezogen bewegen wir uns in Größenordnungen, die wir bislang nur aus dem Logistiksegment kennen."

In den kommenden Wochen des laufenden Jahres und bis ins Jahr 2019 hinein erwarten die Experten von Colliers im Bereich Light Industrial und Logistik weitere Portfolioabschlüsse in der Größenordnung ab 50 Mio. Euro bis zu 150 Mio. Euro. Nachdem bereits für Logistikobjekte an etablierten Standorten die Renditen auf aktuell 4,65% deutlich zurückgegangen seien, seien Industrieobjekte mit Bruttorenditen von 5,7% in Toplagen verlockend.

Der Begriff Unternehmensimmobilien ist nicht wörtlich zu verstehen. Zwar werden auch Bürotürme und Läden von Unternehmen genutzt, doch diese werden gemeinhin unter den Assetklassen Büro und Einzelhandel verbucht. Als Unternehmensimmobilien bezeichnen Experten vielmehr gewerblich genutzte Objekte wie Gewerbeparks und Fabrikhallen sowie Lager- und Logistikobjekte.

Der Markt ist für viele Akteure noch neu und wenig transparent, belastbare Zahlen gibt es für das gesamte Segment erst seit ein paar Jahren. Auch innerhalb der Firmen ist das Know-how bezüglich Vermarktung und Wertsteigerung nicht sonderlich ausgeprägt. Um für mehr Transparenz zu sorgen, haben Firmen der Branche die Initiative Unternehmensimmobilien gegründet. Die soll Daten und Informationen sammeln, auswerten und veröffentlichen.

Dabei betrachtet die Initiative die eher kleinteiligen sogenannten Unternehmensimmobilien isoliert von den großflächigen Logistikobjekten von Amazon, Lidl & Co. Mit dem besonderen Blick auf Unternehmensimmobilien soll die Akzeptanz der jungen Assetklasse bei Investoren und Banken vergrößert werden, um Zug um Zug Berührungsängste bei Anlegern abzubauen.

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