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Unternehmen | 23.11.2018

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Aroundtown greift nach Traditionshotel Bristol

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke
Das Bristol am Kurfürstendamm war das erste Fünf-Sterne-Hotel in Berlin.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheberin: Lea Gericke

Die Grundstückseigentümerin des Berliner Traditions- und Luxushotels Bristol am Kurfürstendamm ist pleite. Trotz laufendem Insolvenzverfahren hat der luxemburgische Investor Aroundtown die Eigentümergesellschaft gekauft. Im Dezember befinden die Richter über die Zukunft der 1952 eröffneten Herberge.

Die Grundstückseigentümerin des Berliner Traditionshotels Bristol ist pleite, die Betriebsgesellschaft allerdings nicht. Aus diesem Grund läuft der Hotel- und Restaurantbetrieb uneingeschränkt weiter, sagt Insolvenzverwalter Volker Römermann. Der Schritt zum Gericht wurde nötig, weil ein Bankdarlehen nicht prolongiert wurde. Das Haus und Grundstück waren mit einem hohen Darlehen belastet, dem Vernehmen nach ein hoher zweistelliger Millionenbetrag. Eine Umschuldung ging schief.

Aroundtown hat die Gesellschaft gekauft

"Aroundtown hat die Gesellschaft, die Eigentümerin des Bristol Hotel Berlin ist, von den früheren Gesellschaftern übernommen", bestätigt Investmentchef Timothy Wright gegenüber der Immobilien Zeitung. Den Wert der Steine taxiert der Markt auf mehr als 100 Mio. Euro. In Berlin ist die Adresse als "Kempi" bekannt. Bis 2017 der Managementvertrag auslief, hatte die Hotelkette Kempinski das erste Fünf-Sterne-Hotel der Stadt betrieben.

Bevor die Luxemburger Gesellschaft am Kurfürstendamm 27 aber das Zepter schwingen kann, hat ein Richter das Sagen. Am 1. Oktober hat das Amtsgericht Wiesbaden das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Verwaltungsgesellschaft Hotel Bristol Berlin eröffnet. Das ist der Name der insolventen Grundstücksgesellschaft. Und Römermann hat seit Anordnung der vorläufigen Verwaltung Ende August 2018 getan, was in solch einem Fall zu tun ist: Gespräche mit Banken, Gläubigern und potenziellen Investoren führen, um zu retten, was zu retten ist. Dazu hat der erfahrene Jurist eine große Zahl von Angeboten eingeholt, die Spreu vom Weizen getrennt und weit über zehn ernsthafte Interessenten jeweils einen halben Tag lang durchs Gebäude geführt. Im Anschluss sammelte er alle vernünftigen Offerten ein.

Parallel zum Bieterverfahren wurde, wie es das Gesetz ermöglicht, ein Insolvenzplan von dem pleite gegangenen Eigentümer erstellt. Im Rahmen dessen verspricht Wright: "Der Insolvenzplan beinhaltet die vollständige Bezahlung aller Gläubiger."

Über diesen Rettungsplan hat der Richter im Dezember zu entscheiden, wobei diesem Papier, sofern es etwas taugt, der Vorrang vor dem Bieterverfahren gegeben wird, an dem Aroundtown sich ebenfalls beteiligt hat.

Für das ehrwürdige Hotel für das, dem Markt zufolge, "irre Summen" geboten wurden, spricht: "Die Auslastung unserer über 300 Zimmer ist mehr als gut", sagt Hoteldirektorin Birgitt Ullerich. Das Traditionshotel sei bei Prominenten sehr beliebt. Schon John F. Kennedy, Herbert von Karajan, Roger Moore, Sophia Loren und die Chicago Bulls legten am Prachtboulevard ihr müdes Haupt auf die Kissen.

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