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Märkte | 20.11.2018

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Wird München Investoren zu teuer?

Quelle: Pixabay, Urheber: Hans
Die Investorenmüdigkeit gilt nicht für alle Segmente. Beim Thema Wohnraum gibt es nach wie vor hohen Bedarf.

Quelle: Pixabay, Urheber: Hans

Die Beratungsgesellschaft PwC glaubt, dass viele Immobilieninvestoren München den Rücken kehren. Das Transaktionsvolumen sei gesunken, die Investmentaussichten weniger positiv als noch vor einem Jahr. Makler widersprechen.

Der Münchner Immobilienmarkt wird vielen Investoren zu teuer. Das schließt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC aus einer Studie, die das Unternehmen zusammen mit dem Urban Land Institute erstellt hat. Demnach sind die Immobilieninvestments in der Stadt in den vergangenen zwölf Monaten um ein Drittel eingebrochen. Trotz des außerordentlich starken Auftaktquartals mit deutlich über 1 Mrd. Euro Investmentvolumen wurden zwischen dem vierten Quartal 2017 und dem dritten Quartal 2018 in München nur 4 Mrd. Euro in Immobilien investiert. Das wären 2 Mrd. Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Ranking der aussichtsreichsten europäischen Städte rutscht München laut PwC vom vierten auf den zehnten Platz ab.

"Die anhaltenden Preissteigerungen in München haben mittlerweile ein Niveau erreicht, das es Investoren schwer macht, überhaupt noch lohnenswert zu investieren", erklärt Susanne Eickermann-Riepe, Leiterin Real Estate bei PwC Deutschland.

Wohnen bleibt für Investoren interessant

Vor allem für mittelständische Unternehmen und Start-ups werde München immer unattraktiver. Teure Büroflächen und der Gehaltswettlauf mit den ansässigen Konzernen ließen die Kosten explodieren, beobachtet Eckhard Späth, Leiter des PwC-Standorts in München. Für große Firmen, die ihre Zentralen planten, gebe es dagegen keine Alternative zu München. Das halte die Stadt in den Top Ten Europas.

Allerdings gelte die Investorenmüdigkeit nicht für alle Segmente. Beim Thema Wohnraum, wie Co- und Microliving, bei Serviced Apartments, Studentenapartments oder im sozialen Wohnungsbau gebe es nach wie vor hohen Bedarf. "Hier lohnt es sich also zu investieren", so Eickermann-Riepe.

Nachfrage kommt aus dem Ausland

Béla Tarcsay vom Maklerhaus Colliers in München widerspricht dieser Einschätzung. Die Nachfrage nach Büroobjekten sei ungebrochen hoch. Derzeit stünden noch einige große Transaktionen für das letzte Quartal an. Zum Jahresende dürfte seiner Einschätzung nach das Vorjahresergebnis mit einem Umsatz von deutlich über 6 Mrd. Euro übertroffen werden.

Auch bei JLL München kann man kein nachlassendes Interesse der Investoren feststellen. Zwar sei die Zahl der Deals zurückgegangen, so Niederlassungsleiter Gunnar Gombert. Doch das liege eher am mangelnden Angebot. Vor allem aus dem Ausland sei die Nachfrage immer noch groß. In diesem Jahr könnte auf nichtdeutsche Investoren rund 70% des Volumens entfallen, schätzt er.

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