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Märkte | 12.11.2018

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Auch in Rheinland-Pfalz wird langsam die Fläche knapp

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Im Mainzer Heiligkreuzquartier entsteht ein neues Stadtviertel. Ein ähnlich großes Konversionsgelände dürfte in der Landeshauptstadt so bald nicht noch einmal zu finden sein.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Selbst im weitgehend ländlich geprägten Rheinland-Pfalz sind Bauland und Baukapazitäten nicht mehr unbegrenzt vorhanden - zumindest in den Städten. Die Folgen sind steigende Mieten und punktuell ein Rückgang der Bautätigkeit.

Mit den ganz großen Großstädten ist Rheinland-Pfalz nicht gesegnet. Schließlich liegt die Landeshauptstadt Mainz erst auf Platz 36 der größten deutschen Städte. "Aber die Aktivierung von Bauland wird auch in unseren Städten eine zunehmende Herausforderung", sagte Landesfinanzministerin Doris Ahnen (SPD) bei der Vorstellung der Wohnungsbeobachtung 2018 der Investitions- und Strukturbank (ISB) des Bundeslands.

Dieser Erhebung zufolge sind sowohl die Baugenehmigungen als auch die Fertigstellungen von Wohnungen seit 2010 nahezu ohne Unterbrechung angestiegen, auf rund 13.400 genehmigte und rund 11.000 fertiggestellte Einheiten 2017. Gerade in Städten wie Mainz und Trier seien damit die leicht zugänglichen und bebaubaren Flächen inzwischen in hohem Maß bebaut. ISB-Vorstandssprecher Ulrich Dexheimer ergänzte, dass auch die Bau- und Handwerksbetriebe sowie der Bauabteilungen von kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen weitgehend ausgelastet seien. Letztere sind wichtige Abnehmer für das Geld, mit dem die ISB den sozialen Wohnungsbau fördert.

Wohnungsmieten steigen um 3,6%

Dass es langsam eng wird mit dem Neubau, belegt auch die Mieterhebung des Statistischen Landesamts. So lag Mainz zum Ende des ersten Halbjahres 2018 bei einer Medianmiete von 11,02 Euro/qm für Neubauwohnungen, gefolgt von Trier mit 8,88 Euro/qm und Landau mit 8,59 Euro/qm. Landesweit erreichte der Neuvermietungsmedian 6,93 Euro/qm, rund 3,6% mehr als im Jahresmittel 2017. Die Preise für Eigentumswohnungen erreichten in Mainz im Median 3.450 Euro/qm. In dieser Kategorie lag der Landesmedian bei 2.167 Euro/qm, 8,2% mehr als 2017.

Auch die Baufertigstellungen deuten auf zunehmende Probleme bei der Versorgung mit neuen Wohnobjekten in den Städten hin: 2017 wurden in Mainz lediglich rund 1,5 Wohnungen je 1.000 Einwohner gebaut. Damit bewegt sich die Landeshauptstadt trotz des großen Zuzugs auf dem Niveau so ländlicher Kreise wie Rhein-Hunsrück oder Altenkirchen. Am höchsten lag der Wert in Trier mit 6,04, gefolgt von den Landkreisen Ahrweiler (5,48) und Mainz-Bingen (4,82). Marcel Hürter, Präsident des Statistischen Landesamts, erklärt die Zahlen der beiden Kreise mit dem Speckgürteleffekt von Mainz und Bonn. Ministerin Ahnen sieht Anzeichen, dass einige ländliche Kommunen, die bislang mit Bevölkerungsverlusten zu kämpfen hatten, durch angrenzende Großstädte stabilisiert werden.

Landesregierung hofft auf Flächen von Bund und Kommunen

Neues Bauland kann die ISB nicht schaffen und Ahnen betonte, dass die Bestände des Landes begrenzt seien. Diese würden aber dort schnell und verbilligt weitergegeben, wo sozialer Wohnraum entstehen soll. Auf Bundesebene unterstütze die rheinland-pfälzische Landesregierung die entsprechenden Bemühungen von Bundesregierung und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Ahnen betonte aber: "Baulandbereitstellung ist in erster Linie Aufgabe der Kommunen." Das Land könne aber Rahmenbedingungen anpassen und habe dies auch getan. So seien 2017 Mietenstufen vieler Kommunen erhöht worden, um sozialen Wohnungsbau insbesondere im Umland der größeren Städte attraktiver zu machen, die ISB habe ihre Förderung ausgeweitet und dazu das nötige Geld aus dem Landeshaushalt erhalten.

Das schlägt sich auch in den Zahlen der ISB nieder: Zum Stichtag 30. September 2018 waren 197,8 Mio. Euro Fördermittel für 2.603 Wohneinheiten zugesagt, rund 103 Mio. Euro und gut 1.200 Wohneinheiten mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2017. Insbesondere legten die Darlehen für Wohneigentum um 79,1 Mio. auf 133,9 Mio. Euro zu, Darlehen für Mietwohnungen um 14,1 Mio. auf 44 Mio. Euro.

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