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Unternehmen | 09.11.2018

Von Harald Thomeczek

In diesem Artikel:

Kartellamt winkt Fusion von Karstadt und Kaufhof durch

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Anke Pipke
Mancherorts - wie hier in Trier - sitzen Kaufhof und Karstadt quasi Tür an Tür.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Anke Pipke

Karstadt und Kaufhof bringen es auch zusammen auf keinen so großen Marktanteil, dass aus wettbewerbsrechtlicher Sicht etwas gegen eine Fusion spräche. Die Kartellwächter winken das Vorhaben daher auf Anhieb durch.

Karstadt und Kaufhof bringen es trotz eines gemeinsamen Umsatzes von ca. 5 Mrd. Euro auch zusammen auf keinen so großen Marktanteil, dass aus wettbewerbsrechtlicher Sicht etwas gegen eine Fusion spräche. So ungefähr lässt sich das Statement des Bundeskartellamts zum geplanten Zusammengehen der beiden Warenhausketten zusammenfassen. Wie die Kartellwächter heute bekannt gaben, haben sie den Zusammenschluss freigegeben - bereits nach der einmonatigen ersten Prüfphase. Kartellsamtschef Andreas Mundt hatte eine aufwändige und intensive Prüfung des Vorhabens angekündigt.

Genau unter die Lupe genommen haben die Wettbewerbshüter die Marktstellung einer vereinigten Deutschen Warenhaus AG in der Tat, wie aus der Mitteilung hervorgeht: So wurden "im Rahmen der Ermittlungen rund 100 Handelsunternehmen und Lieferanten, darunter die größten Onlinehändler und stationären Händler in Deutschland, befragt" - nur finden konnten Mundt & Co. nichts, was ihnen Sorge bereitete: "Wir haben festgestellt, dass Kaufhof und Karstadt selbst bei isolierter Betrachtung des rein stationären Handels nur in einzelnen Warengruppen und Regionen Marktanteile von mehr als 25% erzielen", lässt sich Mundt in der heutigen Mitteilung zitieren. Und weiter: "Für eine stark wachsende Zahl von Verbraucherinnen und Verbrauchern sind Onlinehändler in den meisten Warengruppen zudem eine wichtige Einkaufsalternative. Dieser zunehmende Wettbewerbsdruck des Onlinehandels ist in unsere Bewertung eingeflossen."

Auch in puncto Immobilien unbedenklich

Was die Lieferanten angeht, hat Mundt ebenfalls keine Bedenken. Diesen stünden ausreichend andere Absatzalternativen zur Verfügung, sowohl stationäre wie Onlinehändler. Und auch zum Thema Immobilien findet sich ein Satz im Statement des Kartellamts: "Die von der Fusion betroffenen Immobilienmärkte waren wettbewerblich unproblematisch." Die österreichische Signa kauft Anteile von 50% an 57 Kaufhof-Warenhäusern. Zwei weitere Häuser gehen ganz in den Besitz von Signa Prime Selection über. Dem Maklerhaus JLL zufolge hat dieser Deal ein Gewicht von 1,8 Mrd. Euro. HBC gab an, dass sein deutsches Immobilienportfolio mit dieser Transaktion mit 3,25 Mrd. Euro bewertet werde.

Signa Retail betreibt in Deutschland 79 Karstadt-Warenhäuser und einen Onlineshop. Hinzu kommen 29 Karstadt-Sports-Filialen. Die kanadische HBC, die das operative Sagen im Hause Kaufhof an Signa Retail abgibt - Letztere wird 50,01% an der neuen Holding halten -, betreibt über ihre Tochter Kaufhof 98 Filialen in Deutschland und ebenfalls einen Onlineshop. Außerdem wandern 16 Filialen in Belgien, 15 Geschäfte in den Niederlanden und sechs Saks-Off-5th-Filialen in Deutschland in das neue Unternehmen.

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