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Veranstaltungen | 09.11.2018

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Bremen: "Hier geht eine ganze Menge"

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
In Bremen geht viel, so eine Aussage der ExpoVision Bremen mit York Stahlknecht, Julian Hankel, David Huber, Albrecht Edzard, Thorsten Gerhold und Bernd Haustein (v.l.).

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

National und international sei Bremen unterbewertet und die Präsenz auf der Expo Real daher eine sinnvolle Investition, war sich die Runde der ExpoVision Bremen im Rückblick auf die Immobilienmesse einig. In Bremen werden zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht - aber wer soll die alle bauen?

"Es gibt wenig Geld, das die WFB so sinnvoll anlegt", startet Albrecht Edzard mit einem leicht vergifteten Lob für den von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen organisierten Bremen-Stand in die Nachbetrachtung der Expo Real. Der geschäftsführende Gesellschafter des Immobiliendienstleisters Edzard, Franke & Co. war von Drees & Sommer in die kleine Runde zur ExpoVision Bremen eingeladen worden.

Expo-Stand ist gut investiertes Geld

Auch Thorsten Gerhold, Bereichsleiter Firmenkunden der Bremischen Volksbank, hält den Expo-Auftritt des Stadtstaats "für ganz gelungen". Das sei auch nötig, "weil Bremen in Deutschland ganz falsch bewertet ist. Hier geht eine ganze Menge", verweist Gerhold auf die zahlreichen Innenstadtprojekte sowie die Entwicklung des Brinkmann-Areals in Woltmershausen, die Weiterentwicklung der Überseestadt, die Überlegungen für Wohnbebauung im Neustädter Hafen oder das Hulsbergviertel auf dem bisherigen Areal der Klinik Bremen-Mitte. "Das sind richtig große Tickets."

Bremen habe ein Wahrnehmungsproblem, erklärt Julian Hankel, Investmentberater bei Robert C. Spies. "Bremen ist die elftgrößte Stadt Deutschlands. Das ist vielen nicht klar." Die Nachfrage nach Büro- oder Logistikimmobilien allerdings sei hoch, "aber wir können kaum etwas anbieten". Sind Logistikimmobilien im Angebot, erreichen sie inzwischen Verkaufsfaktoren über dem 20fachen.

Arbeitsplatznah Osterholzer Feldmark bebauen

Wohnungsbau ist ein großes Thema in Bremen. 2.000 Wohneinheiten jährlich zu bauen wird vom Senat angestrebt. Von 2013 bis 2017 stieg die Zahl der Baugenehmigungen von 1.696 auf 2.946, die der Fertigstellungen von 1.074 auf 1.846. Und David Jacob Huber, Geschäftsführer des BFW Niedersachsen/Bremen, mahnt, weiter zu bauen. "In Achim-West und Bremen-Ost kommen 3.000 Arbeitsplätze dazu. Auch nahe dem Mercedeswerk brauchen wir Wohnungen." Für Huber ist die Osterholzer Feldmark "für eine leichte bis mittlere Wohnbebauung" bestens geeignet. Bisher haben die Grünen die Bebauung der 220 ha großen Wiesenlandschaft im Osten Bremen gebremst.

Greifbarer ist schon die Bebauung der Galopprennbahn im Stadtteil Vahr. Ab 2020 könnte das Grundstück entwickelt werden. 3,89 Mio. Euro hat die Stadt dem auf dem Areal liegenden Golf-Club gezahlt, damit der seinen bis in die 2030er Jahre reichenden Pachtvertrag 2020 kündigt. Geplant sind 1.000 Wohnungen auf der 30 ha großen Fläche, manche Experten empfehlen 1.500.

Wohnungsnot in Bremen

"Wir haben Wohnungsnot in Bremen. Die müssen wir beheben. Und das schaffen wir nicht mit Lückenbebauung", betont Bernd Baustein, Abteilungsleiter Bau und Immobilien bei der WFB, die das Rennbahn-Areal auch verwaltet. Huber widerspricht: "Es gibt keine generelle Wohnungsnot in Bremen. Es gibt ein großes Angebot. Aber kleine Wohnungen für Transferleistungsbezieher fehlen." In der Überseestadt gebe es im gehobenen Segment durchaus Leerstand. Der BFW-Geschäftsführer empfiehlt Stadtteile wie Farge oder Blumenthal an der Weser im Nordwesten attraktiver zu machen. "Dazu brauchen wir einen exzellenten ÖPNV."

Am Bremer Markt werden aktuell zahlreiche Projekte und Investitionen von öffentlichen und privaten Bauherren angeschoben, erklärt York Friedrich Stahlknecht, Drees & Sommer Bremen, und verweist - neben den genannten Projekten - auf das diskutierte Schulbauprogramm mit einem Volumen von 600 Mio. Euro oder die nötige Reparatur, teilweise Neubau von 500 Brücken im Bundesland. "Ich bin gespannt, wie das alles abgewickelt werden soll. Da kommt sehr viel auf uns zu."

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