Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Unternehmen | 08.11.2018

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:

Avison Young kauft GVA von Apleona

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Mark Rose, hier auf der Immobilienmesse Mipim in Cannes, freut sich über den Kauf von GVA.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Das kanadische Maklerhaus Avison Young hat den britischen Berater GVA von Apleona gekauft. Die Übernahme ist ein großer Schritt im Zuge der von Avison Young angekündigten Expansionsstrategie, von der auch die deutsche Tochter profitieren will.

GVA mit Sitz in London wird an Avison Young verkauft, teilte Apleona am Donnerstag mit. Anfang des Jahres hatte Apleona die britische Tochter von der Leine gelassen und als eigenständige Marke im Markt agieren lassen. Jetzt also der Verkauf. Mit Avison Young sei ein langfristig orientierter, strategischer Investor gefunden worden, der zusammen mit GVA deren Wachstumskurs fortsetzen wolle, sagte Apleona-Chef Jochen Keysberg.

GVA ergänze das eigene Geschäft in Großbritannien, sagte Mark Rose, CEO von Avison Young. Die Übernahme passt in die angekündigte Expansionsstrategie der Kanadier. Die haben frisches Kapital über den Einstieg des kanadischen Vermögensverwalters Caisse de dépot et placement du Québec (CDPQ) erhalten. Im Juli hatte CDPQ Vorzugsaktien im Wert von 250 Mio. CAD erworben. Das Kapital sollte überwiegend in Unternehmensübernahmen und die "Rekrutierung von Top-Talenten für Schlüsselpositionen" verwendet werden.

Apleona (damals noch als Bilfinger Real Estate firmierend) hatte GVA im Sommer 2014 übernommen. GVA ist auf technische und kaufmännische Beratung spezialisiert. Im Fokus stehen Gewerbeimmobilien aller Nutzungsarten. Zu den Beratungsleistungen zählen etwa die Bereiche Projektmanagement und Planung, Bewertung und Transaktionsdienstleistungen. GVA ist zudem Hauptgesellschafter von GVA Worldwide, einem Verbund unabhängiger Gewerbeimmobilienunternehmen, der in Europa, den USA, Asien und Australien präsent ist.

Auch Deutschland soll was von dem Expansionskapital abbekommen

Mit GVA verdoppelt Avison Young die Belegschaft nahezu auf rund 5.000 Leute weltweit. Zurzeit sind die Kanadier mit rund 2.700 Experten in 85 Büros aktiv. Die GVA-Gruppe bringt weitere 2.300 Mitarbeiter mit. Alleine in Großbritannien hat GVA etwa 1.500 Berater an 15 Standorten. Die Übernahme unterstreiche die Ambitionen von Avison Young, in und außerhalb Europa deutlich zu wachsen, sagte Rose.

Auch Deutschland soll was von dem Expansionskapital abbekommen. Im Dezember 2014 waren die Kanadier mit drei Leuten in Frankfurt gestartet. Seitdem ist die Belegschaft auf 70 Köpfe gewachsen; die deutsche Tochter hat mit München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin zusätzliche Standorte besetzt. Zwei weitere Städte hat Deutschlandchef Udo Stöckl schon länger im Blick: In Stuttgart und Köln erkennt er großes Potenzial. "Wir wollen von den Big Five auf die Big Seven erweitern", sagt Stöckl. Außerdem will er neben Büro und Investment auch die Segmente Hotel, Logistik, Einzehandel und Wohnen aus- bzw. aufbauen.

Mit dem neuen Geldgeber im Rücken sollen gute Leute rekrutiert und gewerbliche Immobiliendienstleister übernommen werden. Stöckl hält Ausschau nach Firmen mit bis zu 50 Beschäftigten und einem Jahresumsatz zwischen 2 Mio. und 20 Mio. Euro. Interessant seien kleinere Maklerhäuser in Standorten, in denen Avison Young noch nicht präsent ist, aber auch für Firmen aus dem Projektmanagement und der Immobilienverwaltung könnte sich Stöckl erwärmen. Bis Ende 2019 soll die deutsche Tochter die Belegschaft auf 100 Köpfe aufstocken.

Zur GVA-Übernahme sagte Stöckl: "GVA zählt zu den führenden Immobilienberatungsunternehmen in Großbritannien. Dadurch, dass wir unsere Marktposition im wichtigen britischen Markt nun signifikant stärken, profitieren auch unsere Kunden hier auf dem Kontinent und besonders in Deutschland." Denn auch nach dem Brexit werde der britische Markt zu den attraktivsten und liquidesten in Europa zählen, meint Stöckl. Der gestärkte Fußabdruck auf der britischen Insel werde somit ein zusätzlicher Treiber des Cross-Border-Geschäfts in Deutschland sein.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!