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Unternehmen | 07.11.2018

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

Consus übernimmt SSN-Gruppe

Consus Real Estate, die Muttgergesellschaft des Projektentwicklers CG Gruppe, wird bald einen weiteren Developer unter seinem Dach haben. Heute morgen wurden die Übernahmepläne für die Schweizer SSN-Gruppe verkündet. Finanziert wird der Deal durch die Ausgabe von Aktien und einen Kredit von J.P. Morgan, das Closing soll zum Jahresende stattfinden.

Den Unternehmenswert der SSN-Gruppe, die derzeit noch im Besitz ihrer Gründer Michael Tockweiler und Theo Gorens ist, gibt Consus mit 1,1 Mrd. Euro an. Davon entfallen 470 Mio. Euro auf Eigenkapital, der Rest sind Darlehen, die mit übernommen werden. Gekauft werden dabei drei separate Unternehmenseinheiten.

Drei für einen

Zum einen geht die Holding SSN Group AG mit 93,4% ihrer Anteile an Consus. Doch damit allein hätte Consus keinen vollen Zugriff auf die Projektpipeline der Schweizer: Neun der zwölf SSN-Projekte befinden sich nämlich im Besitz der Gesellschaft SG Development, die nur zu 51% der SSN gehört. Weitere 38,9% gehören dem Finanzinvestor Aggregate - dieser ist wiederum Mehrheitsaktionär bei Consus, aktuell zu ca. 65%. Aggregate verkauft sein SG-Anteilspaket gegen neue Consus-Aktien zum Stückpreis von 8 Euro (Gesamtwert: 215 Mio. Euro). Außerdem geht ein Anteil von 43% an dem Luxuswohnprojekt The Wilhelm in Berlin-Mitte von Aggregate an Consus über. SSN hatte das Vorhaben laut einem Bericht des Tagesspiegels Anfang 2017 zusammen mit dem Investor Norbert Ketterer für angeblich ca. 100 Mio. Euro erworben.

Durch die Übernahme entsteht Consus zufolge der "größte deutsche Immobilienentwickler" mit einer Pipeline von 9,6 Mrd. Euro bzw. 2,1 Mio. qm Nutzfläche. 60% der Projektsumme entfällt auf Wohnimmobilien. SSN steuerte dazu ein Projektvolumen von 3,4 Mrd. Euro bei. Die größten Vorhaben befinden sich in Stuttgart (1 Mrd. Euro, u.a. Vaihingen Campus), Hamburg (958 Mio. Euro, u.a. Holsten Quartier) und Berlin (708 Mio. Euro). Diese regionale Verteilung biete eine ideale Ergänzung zu den laufenden Vorhaben der CG Gruppe, heißt es.

Sechs Köpfe für den Vorstand

Die Führungsebene der neuen Consus ist dementsprechend üppig besetzt. Neben die Consus-Vorstände Andreas Steyer (CEO) und Benjamin Lee (CFO) treten Tockweiler (CEO SSN), Gorens (CFO SSN) und die beiden Chefs der CG Gruppe Christoph Gröner (CEO CG) und Jürgen Kutz (CFO CG) in den "erweiterten Vorstand" ein. Die Chefs der beiden Entwicklertöchter sollen sich weiter um das operative Geschäft rund um Planung, Bau und Vermarktung kümmern, die Obergesellschaft Consus kümmert sich um Strategie, Finanzierung, Risiko und Digitales.

Wann die Übernahme für die Consus-Aktionäre (zu denen auch CG-Gründer Gröner zählt) Gewinn abwerfen wird, ist der heutigen Kapitalmarktpräsentation nicht zu entnehmen. Ca. 450 Mio. Euro soll demnach das Ergebnis betragen, das im Jahr 2020 von Consus erwirtschaftet wird - allerdings bezieht sich diese Zahl auf die Erträge vor auflaufenden Kosten für Zinsen, Steuern und die Kaufpreisallokation (PPA) des SSN-Deals.

Transaktion: Berlin, Wilhelmstraße 56-57
Transaktion: Berlin, Wilhelmstraße 56-57
  • Transaktionsdatum:
    2017
  • Immobilienart:
    Wohnen
  • Transaktionsart:
    Kauf
  • Kaufpreis:
    100.000.000,00 EUR
  • Volumen:
    1,00 Stück
  • Käufer:
    SSN Group, Norbert Ketterer
  • Projekt:
    The Wilhelm Berlin

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