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Märkte | 06.11.2018

Von Monika Leykam

In diesem Artikel:

130 Immobilienprofis warten auf die Wende

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Robin Göckes
Prof. Bert Rürup referierte zum Auftakt der Handelsblatt-Jahrestagung 2018.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Robin Göckes

"Wendepunkt 2019?" heißt das Motto des diesjährigen Handelsblatt-Jahreskongresses Immobilienwirtschaft, der heute und morgen in Berlin stattfindet. Namhafte Ökonomen wie der Ex-Wirtschaftsweise Bert Rürup und HSBC-Chefvolkswirt Stefan Schilbe suchten vor den rund 130 Kongressgästen nach handfesten Indizien für ein abruptes Ende für die längste Aufschwungsphase seit dem deutschen Wiederaufbau - und fanden keine.

Das starke Preiswachstum am Wohnungsmarkt habe die Gruppe der unter 35-Jährigen ohne großes Eigenkapitalpolster zu einer "verlorenen Generation" für Wohneigentum gemacht, kritisiert Rürup. Sie könnten dadurch nicht von den gesunkenen Bauzinsen profitieren. Für Geringverdiener habe sich die Wohnkostensteigerung mittlerweile zu einem echten Armutsrisiko entwickelt. Zu den Profiteuren des Booms zählten die Immobilienfinanzierer und die Bauwirtschaft.

All das ist für den Ökonomen aber kein Grund, daraus einen nahen Umschwung der Immobilienkonjunktur abzuleiten. "Wendepunkte können wir nicht", mit diesen Worten wiegelt Rürup Fragen nach Szenarien für ein schnelles Ende dieses Trends ab. Laut der für den Jahreskongress erstellten Marktstudie handele es sich nicht um eine Immobilienblase, sondern um "eine Boomphase, die sich ihrem Höhepunkt nähert".

Rürups Fachkollege von HSBC Trinkaus & Burkhardt hält eine abrupte Kehrtwende ebenfalls für undenkbar und begründet das mit einem Fortdauern der Niedrigzinspolitik. Die Inflation werde im Euroraum nie so stark ansteigen, dass die Zentralbank darauf mit einer Leitzinsanhebung reagieren müsste, schätzt Schilbe. Der deutsche Häusermarkt sei außerdem noch bei weitem nicht so überbewertet wie die Märkte anderer Industrieländer. "Da ist der Niedrigzins weiterhin eine Einladung, Immobilien zu kaufen."

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