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Märkte | 06.11.2018

Von Gerda Gericke

In diesem Artikel:

Berlin ist Deutschlands Logistikhauptstadt

Rund um die deutsche Hauptstadt schießen neue Lager und Hallen wie Pilze aus dem Boden. Mit 375.000 qm neuer Logistikfläche im laufenden Jahr wird nirgendwo in Deutschland mehr gebaut. Nach dem schon guten Ergebnis aus dem Vorjahr kann sich Berlin damit als einer der gefragtesten deutschen Logistikstandorte etablieren.

Jahrelang hätten sich Investoren zurückgehalten. Der Bau schlief ein. "Nun sehen wir eine stark gewachsene Nachfrage, die zu sprunghaft gestiegener Bautätigkeit führt", erklärt Tobias Kassner vom Analyseunternehmen bulwiengesa. Die Researcher haben den Markt zum vierten Mal in Folge gemeinsam mit der Berlin Hyp, dem Industrie- und Gewerbebauer Bremer aus dem nordrhein-westfälischen Paderborn, dem Hamburger Immobilienkonzern Garbe Industrial Real Estate und dem Maklerunternehmen Savills unter die Lupe genommen.

E-Commerce und Start-ups beflügeln Logistikumsatz

"Der Logistikstandort Berlin wurde in den vergangenen Jahren vor allem von Unternehmen aus dem Handelsbereich und insbesondere aus dem E-Commerce-Sektor geprägt. Die Gründe dafür sind die große Anzahl von Konsumenten im Großraum Berlin und die aktive Berliner Start-up-Szene mit einer jungen und innovationsfreundlichen Community", so Kassner weiter. Und auch wenn es in den Güterverkehrszentren rund um Berlin allmählich eng wird - in anderen Metropolen gäbe es für riesige Hallen und Lager noch weniger Platz, heißt es in der Studie. Ansiedlungsmöglichkeiten sieht Kassner vor allen Dingen noch rund um den Pannenairport BER im südlichen Speckgürtel Berlins. Für Berlin spricht ebenfalls, dass das Preisgefüge noch vergleichsweise erschwinglich ist.

Ausländer lieben deutsche Logistikimmobilien

"Logistikimmobilien sind für Investoren sehr interessant und gewinnen gegenüber anderen Assetklassen an Bedeutung", ist Kassner überzeugt. Einmal seien die Anfangsrenditen, die selbst an etablierten Standorten oftmals über 4% liegen, vergleichsweise attraktiv. Somit bleiben Investitionen in Logistikimmobilien trotz der starken Renditekompression der vergangenen Jahre attraktiv. Zum anderen mischen Investoren Logistikflächen ihren Portfolios gerne bei.

Vor allem bei internationalen Investoren genießen deutsche Logistikimmobilien hohes Ansehen, so der Studienautor. Drei Viertel aller gehandelten Liegenschaften wurden von Ausländern ge- oder verkauft. "Das markiert einen neuen Höchstwert", so Kassner. Die Nase vorn haben mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 33% Asiaten. Ausländische Investoren würden die stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reizen. "Es herrscht wenig Volatilität, eine attraktive und diversifizierte Nutzerstruktur (Konzerne, KMUs) sowie die hohe Mietrendite", erläutert Kassner die Beweggründe der ausländischen Kundschaft.

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