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Unternehmen | 05.11.2018

Von Nicolas Katzung und Monika Leykam

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Hypoport, AEW Europe, Dr. Klein, Hypoport Invest, Möhrle Happ Luther, AEW Invest
  • Organisationen:
    Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
  • Personen:
    Hans Peter Trampe, Gereon Kohlgrüber, Marc Langenbach, Stephan Bönning, Rob Wilkinson, Andreas Walter
  • Finanzprodukte:
    AEW Europe Value Investors
  • Immobilienart:
    Wohnen

Hypoport verkauft Immo-KVG an globalen Platzhirsch AEW

Quelle: imago/Schöning
Die Hypoport-Träume vom Einstieg ins Immobilienfondsgeschäft blieben Träume. Jetzt ist AEW am Zug.

Quelle: imago/Schöning

Vier Jahre lang versuchte die volllizensierte Immobilien-KVG und Hypoport-Tochter Hypoport Invest, eigene Wohnungsfonds aufzulegen - vier Jahre lang vergeblich. Jetzt soll sich der Wind drehen, denn der globale Vermögensverwalter AEW hat das Ruder übernommen und wird nun selbst regulierte Vehikel für deutsche Institutionelle auflegen.

Begleitet von der Kanzlei Möhrle Happ Luther mit Andreas Walter als Lead Counsel erwarb AEW, einer der weltweit führenden Anbieter von Immobilien-Investmentmanagementlösungen, 100% der KVG-Anteile - für keine allzu hohe Summe, wie am Markt zu hören ist. Immobilien-KVGs werden meist nicht zu 100% verkauft, um beim Transfer der von der KVG administrierten Immobilien keine Steuer auszulösen. Solche Bedenken waren hier mangels verwalteter Immobilien nicht nötig. Die Versuche der 2014 gegründeten Hypoport Invest, eigene Wohnspezialfonds an den Start zu bringen, waren erfolglos verlaufen.

Hypoport hält an Geschäftsidee fest

Hypoport wollte über die Konzerntochter Dr. Klein Geld von Wohnungsunternehmen einsammeln und mit den Fonds als Co-Investor für Bauprojekte anderer Wohnungsunternehmen auftreten. Hans Peter Trampe, Vorstandsmitglied von Hypoport, nennt zwei Gründe, warum das Vorhaben gescheitert ist. Erstens sei die Fremdfinanzierung so günstig und die Banken so bullish geworden, dass der Bedarf seitens der Wohnungsunternehmen, sich Co-Investoren an Bord zu holen, gar nicht mehr vorhanden sei. Zweitens gebe es nur ganz wenige große Projekte, bei denen ein Investorenpool überhaupt gebraucht werde.

Endgültig begraben will Trampe die Geschäftsidee mit dem Verkauf der KVG aber nicht: „Das wird irgendwann fliegen müssen“, ist er angesichts des Wohnraumbedarfs in einigen Großstädten überzeugt. Und wenn es soweit ist, werde man die ehemalige Konzerntochter eben als Dienstleister in Anspruch nehmen, so Trampe.

Nun heißt die KVG AEW Invest und hat das 35-köpfige deutsche AEW-Immobilienteam unter Führung von Stephan Bönning (Vorstand), Gereon Kohlgrüber und Marc Langenbach übernommen. AEW ist seit 2014 in Deutschland aktiv, machte seine Geschäfte mit seinen aktuell rund 40 deutschen Institutionellen bislang aber mit externen KVGs. Das werde man beibehalten, falls die Kunden das ausdrücklich wünschten, betont Bönning, „aber mit einer eigenen Organisation haben wir die Führungsrolle und eine bessere Kontrolle über sämtliche Prozesse“.

1,5 Mrd. Euro Eigenkapital in den kommenden Jahren

Rund 1,5 Mrd. Euro Eigenkapital hat AEW in den vergangenen vier Jahren bei deutschen Investoren für drei Fonds und drei Individualmandate eingesammelt und das Kapital in acht europäischen Märkten investiert. Europachef Rob Wilkinson geht davon aus, dass die gleiche Summe in den kommenden drei bis fünf Jahren nochmals mobilisierbar sein wird. „Mit unserer AEW Invest GmbH zeigen wir ein starkes Commitment für den deutschen Markt und die hiesigen Investoren, mit denen wir das Geschäft ausbauen möchten“, sagt er.

Als Pfund könne AEW dabei seine globale Vernetzung in die Waagschale werfen. Dadurch habe man guten Zugang zu Deals weltweit, Anleger müssten nicht befürchten, dass ihre Gelder mangels Kaufgelegenheiten nicht investiert würden. Auf die Frage, was genau er seinen Kunden hierzulande via deutsche regulierte Vehikel künftig anbieten möchte, bleibt er noch recht vage. Ein Nachfolger für den ersten AEW Europe Value Investors Fund (EVI) sei denkbar, sagt er, auch Spezialfonds mit Wohnimmobilien oder Gewerbeimmobilien in Osteuropa. „Bei dem Wohnfonds diskutieren wir noch, ob wir ihn paneuropäisch oder national strukturieren werden“, sagt Wilkinson. Infrage kämen dafür die Märkte Deutschland und Frankreich.

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