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Politik | 31.10.2018

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Engel & Völkers
  • Organisationen:
    Immobilienverband Deutschland (IVD), Bündnis 90 / Die Grünen, SPD, BVFI
  • Personen:
    Sun Jensch, Kai Enders
  • Immobilienart:
    Wohnen

IVD will Mitglieder zum Bestellerprinzip befragen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz
Der IVD will sich per Mitgliederbefragung ein Stimmungsbild zum Bestellerprinzip einholen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Beim IVD weiß man in Sachen Bestellerprinzip derzeit nur, was man nicht will: das Reformmodell von SPD und Grünen. Die jüngst in die politische Debatte geworfene Teilung der Courtage per Gesetz sieht der Branchenverband mit gemischten Gefühlen. Erst nach einer Befragung der Mitglieder will sich der IVD dazu positionieren.

Am 23. November sollen die Mitglieder des IVD nach Kassel kommen. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung will sich der Branchenverband ein Bild davon machen, wie die rund 4.500 IVD-Makler das Bestellerprinzip beim Verkauf von Wohnimmobilien sehen. Sind sie dafür? Sind sie dagegen? Oder wollen sie eine Teilung der Provision festgeschrieben haben.

Letzte Option hatte Kai Enders, Vorstandsmitglied von Engel & Völkers, jüngst in die politische Debatte geworfen. Zum einen, weil er für bestimmte Märkte durchaus Handlungsbedarf erkennt. Die Praxis, wonach in Berlin, Hamburg und Hessen immer der Käufer die Maklerprovision zahlen muss, findet Enders nicht korrekt. Zum anderen aber will Enders mit dem Kompromissvorschlag auch Schlimmeres verhindern. Denn setzten sich SPD und Grüne durch, droht nicht nur ein Bestellerprinzip wie bei der Vermietung, sondern auch eine Deckelung der Maklercourtage.

IVD: Teilung der Courtage birgt rechtliche Risiken

Also ist Enders in die Offensive gegangen. Der Manager hat mit Vertretern der beiden Branchenverbände IVD sowie BVFI gesprochen und Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angeschrieben. Sein Vorschlag: Per Gesetz wird eine Innen- und Außencourtage festgeschrieben, nach der sich Käufer und Verkäufer künftig die Provision teilen müssen. Beide Parteien würden dann jeweils 3% des Kaufpreises an den Makler zahlen.

Enders glaubte die Unterstützung der Branchenverbände sicher zu haben. Doch zumindest beim IVD gibt man sich noch zurückhaltend. Eine Teilung der Provision klinge zwar charmant und fair, sagte IVD-Geschäftsführerin Sun Jensch am Mittwoch. Das Vorhaben sei aber komplex und berge rechtliche Risiken. Man könne nicht einfach eine Teilung zulasten Dritter per Gesetz festschreiben, meint sie. Deshalb will sich der Verband derzeit nicht positionieren. Zuerst will die Geschäftsführung die Meinung der Mitglieder einholen. Der IVD hat rund 6.000 Mitglieder, 4.500 davon sind Makler.

1.780 Immobilienprofis machen bei IZ-Umfrage mit

Wie differenziert das Bestellerprinzip in der Branche betrachtet wird, zeigt die Online-Umfrage der Immobilien Zeitung. Stand 31. Oktober, 16 Uhr waren rund 15% der Teilnehmer für ein Bestellerprinzip beim Verkauf, 50% waren dagegen, 33% wollten eine Teilung der Courtage und 2% präferierten eine andere Lösung. Seit Dienstagnachmittag haben fast 1.780 Immobilienprofis bei der Umfrage mitgemacht.

Die Umfrage ist geschlossen. Eine Teilnahme ist nicht mehr möglich.

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