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Märkte | 22.10.2018

Von Christine Rose

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Berlin, München
  • Organisationen:
    Immobilienverband Deutschland (IVD)
  • Personen:
    Jürgen Michael Schick
  • Immobilienart:
    Wohnen

Wohnungsmieter auf der Suche nach Bezahlbarem

Quelle: Fotolia.de, Urheber: ArTo
Im Schnitt zahlen Mieter hierzulande laut IVD für eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert, die nach 1949 errichtet wurde, 8,05 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete.

Quelle: Fotolia.de, Urheber: ArTo

Die Mieten hierzulande steigen nach wie vor, aber im mittleren Segment deutlicher als im höherwertigen, in kleinen Städten kräftiger als in großen, im Neubau nicht viel mehr als im Bestand. Das geht aus dem Wohnpreisspiegel des Maklerverbands IVD hervor. Das Fazit ist eine schon alte Erkenntnis: Es braucht mehr bezahlbaren Wohnraum.

Wo Neubau zu teuer wird, weichen Mieter auf den Bestand aus. Wer sich die gute Wohnlage und Ausstattung nicht leisten kann, muss sich mit dem mittleren Wohnwert begnügen. Und wem eine Großstadt grundsätzlich zu teuer wird, der zieht ins Umland. Die IVD-Zahlen spiegeln dieses "downsizen" wieder. Sie beruhen im Wesentlichen auf Neuvertragsabschlüssen aus dem zweiten und dritten Quartal dieses Jahres, die von Sachverständigen, Verwaltern und Maklern für rund 380 Städte in Deutschland geliefert wurden.

Zwar meldet der Verband für Neubauten ein stärkeres Mietplus als für Bestandsimmobilien, aber der Unterschied beträgt gerade einmal einen Prozentpunkt. Genauer: Legten die Mieten für eine nach 1949 errichtete Bestandswohnung mit gutem Wohnwert um 2,8% zu, stiegen sie im entsprechenden Neubausegment um 3,7%. Berücksichtigt, dass auf dem Neubau gestiegene Grundstücks- und Baukosten lasten, ist der Unterschied kein großer. In einigen der sieben Topstädte hat sich die Entwicklung gar umgekehrt, die Mieten für Bestand steigen stärker als für Neubau. In Berlin beispielsweise gingen Bestandsmieten (guter Wohnwert) um 5% nach oben, für Neubau wurden 3,7% mehr verlangt. Nun kommt es dabei auf das an, was im Ergebungszeitraum gerade vermarktet wird. IVD-Präsident Jürgen Michael Schick zufolge ist dennoch eine Erklärung möglich: "In etlichen Städten ist die Belastungsgrenze für Haushalte erreicht."

Großstädter weichen ins Umland aus

Das erkläre auch, weshalb das Mietplus in Kleinstädten mit 10.000 bis 20.000 Einwohnern und mittleren Kleinstädten mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern teils wesentlich stärker ausfiel als in Städten anderer Größenklassen. "Zunehmend mehr Menschen weichen ins Umland aus", sagt Schick. Am deutlichsten sind die Unterschiede bei Wohnraum mit mittlerem Wohnwert. Da gingen die Bestandsmieten in Kleinstädten und Mittelstädten um 10% bzw. 7,1% nach oben, die Neubaumieten um 12% bzw. 9,5%. Zum Vergleich: In den sieben Topstädten waren es 4,3% (Bestand) bzw. 3,9% (Neubau).

Das Ausweichen ins Umland, aber auch mehr Neubau in den Metropolen wirken Schick zufolge dämpfend. Darauf deute hin, dass der IVD für Köln, Frankfurt und Düsseldorf gegenüber dem Vorjahr gar kein Plus verzeichnet - weder im Neubau noch im Bestand. Allerdings gibt es nach wie vor Städte, in denen die Mieten stark gestiegen sind: Dazu zählen eben Berlin und, natürlich, München (5,8% im Bestand, 6,2% im Neubau).

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