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Märkte | 18.10.2018

Von Christine Rose

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Immobilienverband Deutschland (IVD), Bundeskanzleramt, Statistisches Bundesamt, GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen
  • Personen:
    Jürgen Michael Schick, Axel Gedaschko, Marco Wanderwitz
  • Immobilienart:
    Wohnen

Knapp 8% mehr Geschosswohnungen genehmigt

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Geschosswohnungen im Bau: Ein Bild, das es für den Geschmack der Wirtschaftsverbände viel zu selten gibt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

In den ersten acht Monaten dieses Jahres sind deutlich mehr neue Geschosswohnungen genehmigt worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das sei nicht mehr als ein Lichtblick, heißt es von Seiten der Wohnungswirtschaftsverbände. Sie mahnen die Politik, Voraussetzungen für mehr und schnelleren Wohnungsbau zu schaffen.

In den ersten acht Monaten dieses Jahres sind 234.420 Wohneinheiten genehmigt worden. Das sind 1,9% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das meldet das Statistische Bundesamt. Lässt man die Maßnahmen an Bestandsimmobilien außen vor und berücksichtigt allein die geplanten Neubauten, wurden 207.812 Einheiten bewilligt - 2,5% mehr als von Januar bis August 2017. Getragen wird dieses Plus allein vom Geschosswohnungsbau. Für dieses Segment melden die Statistiker einen Anstieg der Genehmigungen um 7,7% auf 120.153 Wohnungen. Eine andere Entwicklung nahmen die Eigenheime. Die Zahl bewilligter Einfamilienhäuser sank um 1,2% auf 60.968 Einheiten, die Zahl genehmigter Zweifamilienhäuser ging um 3,8% auf 14.682 Einheiten nach unten.

Als "Lichtblick" bezeichnet Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, die steigende Zahl genehmigter Wohnungen im Geschosswohnungsbau, als "Tropfen auf den heißen Stein" aber die Zahlen angesichts des Bedarfs, der bei jährlich mindestens 400.000 neuen Wohnungen liege. Gedaschko und Jürgen Michael Schick, Präsident des IVD Bundesverbands, mahnen daher erneut an, die Ergebnisse des Wohngipfels rasch umzusetzen. "Wir brauchen einen verbindlichen Umsetzungsplan für das Eckpunktepapier", sagt Schick und weist darauf hin, dass das Papier nur wenige konkrete Termine vorsehe. "An vielen Stellen gleicht es einem schönen Wunschzettel."

Langer Weg vom Vorschlag zum Gesetz

Nicht alle Punkte haben dem IVD-Chef zufolge aber dieselbe Priorität, wenn es um die Beschleunigung des Wohnungsbaus gehe. An den richtigen Stellschrauben sei aber zügig zu drehen. "Denn bis aus einem Vorschlag ein Gesetz wird und dieses dann seine Wirkung entfaltet, können Jahre vergehen", betont Schick. Das geplante Mietrechtsanpassungsgesetz und den Vorschlag, den Betrachtungszeitraum von Mietspiegeln von vier auf sechs Jahre zu erhöhen, hält er für kontraproduktiv. Seiner Ansicht nach werden damit für die Baubeschleunigung dringend benötigte Ressourcen der Bundesregierung blockiert. Für möglich hält er auch, dass Bauherren Mietwohnungsbauprojekte streichen, weil sie befürchten, auf den Baukosten sitzen zu bleiben. Wichtig sind Gedaschko zufolge Lösungen für das Problem der zu hohen Baukosten, fehlender oder zu teurer Grundstücke, für unzureichende Planungs- und Baukapazitäten, steigende Grunderwerbsteuern und hohe energetische Anforderungen.

Die Bundesregierung hatte nach dem Wohngipfel angekündigt, dass ein gemeinsamer Staatssekretärsausschuss unter Leitung des Bundesinnenministeriums die Umsetzung der Wohngipfel-Ergebnisse koordinieren soll. Eine Expertenkommission Baulandmobilisierung, die vom Parlamentarischen Staatssekretär Marco Wanderwitz geleitet wird, soll bis zum Sommer kommenden Jahres Vorschläge vorlegen.

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