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Märkte | 12.10.2018

Von Katja Bühren

In diesem Artikel:

Bis 2020 Schönheitskur für jedes dritte Einkaufszentrum

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Jan Mucha
Das Wiesbadener Lilien-Carré gehört zu den Einkaufszentren, die umstrukturiert werden. Das Ziel: eine höhere Kundenfrequenz.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Jan Mucha

Seit 2010 sind gut 7 Mrd. Euro in die Neu- und Umstrukturierung von Einkaufszentren geflossen. Somit kommen auf ein neu gebautes Center mehr als drei, die an veränderte Kundenerwartungen angepasst wurden bzw. bis 2020 werden. In der nächsten Dekade könnte sich das Investitionsvolumen fast verdoppeln. Das hat eine Untersuchung der GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung ergeben.

Die GMA hat für ihre Studie "Einkaufszentren - Revitalisierung in Deutschland" 665 Einkaufszentren und größere Fachmarktzentren auf durchgeführte und grundlegende baulich-konzeptionelle Neu- und Umstruktuierungen sowie Neupositionierungen untersucht. Berücksichtigt wurden neben Markt- und Standortbedingungen die Immobilie selbst sowie die jeweils eingesetzten Investitionssummen.

14% der Center haben schlechte Voraussetzungen für Revitalisierung

Ein Ergebnis ist, dass knapp ein Drittel (211) der berücksichtigten Einkaufszentren mit einer Mietfläche von 6,6 Mio. qm seit 2010 neu- bzw. umstrukturiert wurde oder eine Modernisierung bis 2020 begonnen wird. Das bedeutet, dass in diesem Zeitraum etwa 7,1 Mrd. Euro für diese Maßnahmen ausgegeben werden. Auf 61% der Center entfallen interne Umstrukturierungen und Modernisierungen, auf 14% umfassende Neustrukturierungen. "Zumeist wurden größere Objekte revitalisiert, während Center unter 20.000 qm Mietfläche ihren teilweise vorhandenen Investitionsstau in den vergangenen Jahren nicht auflösen konnten", sagt der Leiter der Studie, Dirk Riedel vom GMA-Büro Köln.

Die Studie teilt die untersuchten Einkaufszentren in drei Risikogruppen ein: So werden 2020 15% der Center wesentlichen Markt-, Standort- und Objektanforderungen genügen, sodass eine hohe Attraktivität für eine Revitalisierung besteht. Zwei Fünftel weisen in nur einer dieser Kategorien Handlungsbedarf auf, knapp ein Drittel in zweien. Für 14% erwartet die Studie in den drei Risikokategorien eher ungünstige bis sehr ungünstige Voraussetzungen für eine Revitalisierung.

Investitionsvolumen könnte auf 10 Mrd. bis 14 Mrd. Euro steigen

Bis 2010 stand vor allem die Neueröffnung von Einkaufszentren im Fokus der Entwickler, so die Autoren der Studie. Mit Beginn der aktuellen Dekade habe sich dies aber geändert - mit zunehmendem Tempo: So sank der durchschnittliche Revitalisierungszyklus auf 10,4 Jahre. Dieser werde sich unter anderem aufgrund von flexibleren Mietvertragslaufzeiten weiter verkürzen. Gleichzeitig steige die Zahl der Neupositionierungen von Einkaufszentren.

"Wir schätzen für die nächste Dekade ein Volumen von 270 bis 320 Centern, die neu strukturiert oder modernisiert werden müssen", so Raimund Ellrott, GMA-Niederlassungsleiter Hamburg. Auch unter Berücksichtigung der deutlich gestiegenen Baukosten beziffert er das kumulierte Investitionsvolumen auf 10 Mrd. bis 14 Mrd. Euro.

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