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Unternehmen | 21.09.2018

Von Harald Thomeczek

In diesem Artikel:

Tom Tailor nimmt Bonita unter die Lupe

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexandra Stiehl
Heute hat Bonita rund 790 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in den Benelux-Ländern. Irgendwann sollen es nur noch "ungefähr 650" sein. Im Bild: Bonita-Laden im Luisenforum in Wiesbaden.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Alexandra Stiehl

Der Hamburger Modekonzern hat seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2018 gesenkt. Sorgenkind bleibt die Marke Bonita. Eine weitere Schließungswelle soll es nicht geben.

Tom-Tailor-CEO Heiko Schäfer begründet die schlechtere Prognose dem Fachmagazin Textilwirtschaft gegenüber u.a. damit, dass Tom Tailor wegen des langen und heißen Sommers zu wenig Herbstware verkauft, "die den Durchschnittspreis hochhalten würde".

"Bonita kann den schwierigen Start ins Jahr nicht mehr ausgleichen"

Sorgenkind ist die Marke Bonita mit 791 eigenen Läden in der Dach-Region und den Benelux-Ländern (Stand Ende erstes Halbjahr 2018). In einer Gewinnwarnung schreibt das Modeunternehmen: Die Kernmarke Tom Tailor könne sich trotz herausfordernder Bedingungen weiterhin am Markt durchsetzen - Bonita dagegen könne den schwierigen Start ins Jahr nicht mehr ausgleichen. Und weiter: "Aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung von Bonita wird im Zusammenhang mit dem anstehenden Budgetprozess und der strategischen Langzeitplanung die Werthaltigkeit der Beteiligung sowie der Markenwert grundlegend überprüft werden."

Der Fortbestand von Bonita stehe nicht infrage, sagte eine Tom-Tailor-Sprecherin der Immobilien Zeitung. Es gehe lediglich darum, den Wert der Beteiligung zu überprüfen. Dies seien ganz normale bilanzielle Vorgänge. Der Modekonzern hatte 2016 im Rahmen eines Sanierungsprogramms ("Reset") die Schließung von bis zu 300 Läden der Marken Tom Tailor, Bonita und Bonita Men beschlossen. "Die mit Reset verbundenen Schließungen sind praktisch durch. Alle Aufhebungsverträge sind unterschrieben. Eine neue Schließungswelle wird es nicht geben", so die Sprecherin.

Zielgröße von "ungefähr 650" Bonita-Filialen

In einer Investorenpräsentation zur Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2018 vom Anfang August ist zu entnehmen, dass das Filialnetz von Bonita weiter auf ungefähr 650 Läden schrumpfen soll. "Am Ende können es auch 680 oder 700 werden", kommentierte die Sprecherin. Weder die genaue Anzahl eines Filialportfolios, "das man gut managen kann", noch der Zeitraum, in dem diese Größe erreicht werden soll, stünden fest. Die Vorbereitungen für das Erreichen der ungefähren Zielgröße dürften allerdings im Hintergrund längst angelaufen sein.

Die Sprecherin verriet nur so viel: "Der Großteil der unprofitablen Läden befindet sich nicht mehr in Deutschland", so die Sprecherin. "Die größten Verlustbringer sind längst geschlossen." Sie räumte ein, dass "wir das Filialnetz im Moment sehr gründlich screenen und die Profitabilität von Filialen gezielter als früher prüfen".

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