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Politik | 20.09.2018

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Frankfurt: Kirche will auf ihrem Ex-Hochhausgrundstück bauen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Die Matthäuskirche (r.) wird bis auf den Turm abgerissen und in anderer Form wieder aufgebaut.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Die Evangelische Kirche will die Matthäuskirche an der Friedrich-Ebert-Anlage 33 bis auf den Turm abreißen und neu errichten. Finanzieren soll das der Verkauf des restlichen Grundstücks. Im Hochhausrahmenplan von 2008 ist dort noch ein Hochhaus vorgesehen, doch der Plan wird aktualisiert.

Das Grundstück der Matthäuskirche der Hoffnungsgemeinde hat eine lange, von Kommunikationsschwierigkeiten geprägte Geschichte, die eng mit der des benachbarten ehemaligen Polizeipräsidiums verwoben ist. Ursprünglich hatte die evangelische Kirche eine Kooperation mit dem Land Hessen als früherem Eigentümer des Präsidiums angestrebt. Doch die Gespräche mündeten in Funkstille.

Die Kirche hatte auch versucht, das im unverbindlichen Hochhausrahmenplan noch für einen 130 m hohen Turm vorgesehene Grundstück selbst zu vermarkten. Allerdings gab es für ein solches Projekt zunächst Widerstand von CA Immo als frühererem Teileigentümer des benachbarten Tower 185. Seit dieser einem Fonds von Deka Immobilien gehört, hält die Kirche die Situation in dieser Hinsicht für entspannter. Der Evangelische Regionalverband könnte sich dort noch immer ein Hochhaus vorstellen, gerne mit einer Kirche auf der Spitze. Die Hoffnungsgemeinde nutzt bereits den Westhafen Tower für ihre Erntedankgottesdienste.

Kein Hochhaus mehr erlaubt

Doch derartigen Ideen schiebt die Stadt Frankfurt einen Riegel vor. Planungsdezernent Mike Josef (SPD) möchte am Standort kein Hochhaus mehr haben. Sein Dezernat, das an einer Aktualisierung des Hochhausrahmenplans arbeitet, verweist auf den bestehenden Bebauungsplan, der kein Hochhaus vorsieht, und auf die dort geltende Veränderungssperre.

Auf dem Präsidiumsgrundstück, das die Gerchgroup im Frühjahr 2018 vom Land erworben hat, soll ebenfalls nicht mehr die maximale Höhe von 145 m ausgenutzt werden, die noch im Hochhausrahmenplan steht. Stattdessen wünscht sich die Stadt dort mehrere kleinere Hochpunkte. Der Projektentwickler hatte nach dem Ankauf ein Vorhaben im Umfang von 800 Mio. Euro angekündigt, aber wenige Details genannt, z.B., dass bestimmte Anforderungen der Stadt wie ein 40%iger Wohnanteil erfüllt werden. Auch heute ist beim Planungsdezernat dazu noch nichts Genaues bekannt.

Gerchgroup ist nicht am Kirchengrundstück interessiert

Trotz der Nachbarschaft hat die Gerchgroup laut dem Evangelischen Regionalverband kein Interesse an dem Kirchengrundstück gezeigt. Dieses umfasst insgesamt 3.100 qm. Auf 450 qm bis 550 qm will sich die Kirche einen Neubau errichten, der den bestehenden Turm miteinbezieht. Das dafür nötige Geld soll der Verkauf des restlichen Grundstücks an Investoren bringen. Für den Kirchenbau ist ein Architekturwettbewerb geplant.

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