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Märkte | 14.09.2018

Von Christine Rose

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    bulwiengesa, HPBA
  • Personen:
    Thomas Voßkamp, John Amram
  • Immobilienart:
    Wohnen

Off-Market-Deals: Milliardengeschäft unter dem Radar

Quelle: <a href="https://www.pixelio.de" target="_blank">Pixelio.de</a>, Urheber: Petra Dirscherl
Viele Immobilientransaktionen bleiben für die Öffentlichkeit im Dunkeln.

Quelle: Pixelio.de, Urheber: Petra Dirscherl

Wenn Maklerhäuser Transaktionsvolumina veröffentlichen, sind viele Verkäufe jenseits öffentlicher Bieterverfahren nicht enthalten. Der Transaktionsberater HPBA und das Analysehaus bulwiengesa versuchen nun durch eine Umfrage Licht ins Dunkel zu bringen. Bei dem Versuch zu beziffern, welches Volumen aufs Off-Market-Segment entfällt, geht bulwiengesa recht hemdsärmelig vor. Griffiger ist das Ergebnis, dass die Hälfte der Umfrageteilnehmer gegenüber Bieterverfahren Preisaufschläge von bis zu 10% in Kauf nehmen würden.

Für die Befragung wurden laut bulwiengesa knapp 700 Personen kontaktiert, die Rücklaufquote lag bei rund 15%. Nahezu alle Umfrageteilnehmer gaben an, sich in den vergangenen zwölf Monaten an Off-Market-Transaktionen beteiligt zu haben - nur 4% verneinten.

Ein Ergebnis ist, dass etwa 35% der Teilnehmer und damit die größte Gruppe bei Off-Market-Deals 5% bis 6% mehr zahlen würden als bei Bieterverfahren. Um die 2% würden 8% bis 9% drauflegen, 12% empfinden einen Aufschlag von 9% bis 10% als noch angemessen. Auf der anderen Seite lehnt knapp ein Viertel der Befragten Preisaufschläge gänzlich ab. Die Vorteile, die Käufer bereit sind in barer Münze zu zahlen, sind im Wesentlichen Diskretion, die höhere Abschlusswahrscheinlichkeit und damit auch ein geringeres Risiko, umsonst Geld für den Kaufprozess in die Hand genommen zu haben, sowie die Qualität des Matchings (jeweils um die 90% der Befragten).

bulwiengesa kommt auf 40 Mrd. Euro Off-Market-Volumen

Überdies versuchte bulwiengesa, das Transaktionsvolumen, das jenseits von öffentlichen Bieterverfahren bewegt wird, zu beziffern. Das Analysehaus kommt fürs vergangene Jahr auf etwa 40 Mrd. Euro. Dabei ging es folgendermaßen vor: Ausgehend von den etwa 240 Mrd. Euro Transaktionsvolumen, das sich grob aus der Grunderwerbsteuerstatistik 2017 ergibt, zieht es im ersten Schritt etwa 130 Mrd. Euro, die es privaten Eigenheim- und Wohnungskäufern zuschreibt, ab. Im zweiten Schritt wird das von Maklern gemeldete Transaktionsvolumen von etwa 70 Mrd. Euro subtrahiert. Am Ende bleiben 40 Mrd. Euro, die das Off-Market-Volumen wiederspiegeln könnten.

Ganz trennscharf ist diese Vorgehensweise aufgrund mangelnder Daten nicht. So räumt bulwiengesa-Vorstand Thomas Voßkamp ein, dass in die als On-Market gewerteten 70 Mrd. Euro auch bekannt gewordene Off-Market-Transaktionen eingeflossen sein können. "Das hieße aber ja, dass das Volumen noch größer ist", folgert John Amram, Gründer des Off-Market-Spezialisten HPBA. Auch Share-Deals, die laut dem Papier im Off-Market-Segment "eine wichtige Rolle spielen", könnten das Volumen pushen. Sie gehen, da keine Steuern gezahlt werden, nicht in die Grunderwerbsteuerstatistik ein. Was Amram aus den Umfrageergebnissen liest, dass der Markt unterhalb des Aufmerksamkeitsradars groß ist. "Womöglich müssen sich Dienstleister dem Segment stärker widmen."

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