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Unternehmen | 14.09.2018

Von Harald Thomeczek

In diesem Artikel:

Metro sucht Käufer für real plus Immobilien

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug
Die Tür für alle, die real samt 65 Märkten kaufen wollen, steht jetzt offen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christoph von Schwanenflug

Der Vorstand des Düsseldorfer Handelskonzerns Metro hat gestern beschlossen, einen Verkaufsprozess für seine SB-Warenhauskette real anzustoßen. Mit im Angebot ist auch ein größeres Immobilienpaket.

real betreibt aktuell mit rund 34.000 Mitarbeitern 282 Märkte in Deutschland. Genau 65 sind im Eigentum von Metro. Vorstandschef Olaf Koch betrachtet den "Immobilienbesitz als wichtige Grundlage für das operative Geschäft" und schließt einen separaten Verkauf des Gebäudeportfolios explizit aus.

Vorstand sieht "Wertsteigerungsmöglichkeiten" für die Immobilien

Was das Unternehmen real samt Immobilien Interessenten wert sein könnte - dazu mochte Koch heute Vormittag in einer Telefonkonferenz keine Vermutungen anstellen. Auch mit Blick auf den Häuserbestand sprach er lediglich von einem "signifikanten Wert des Immobilienportfolios und Wertsteigerungsmöglichkeiten", indem ein Käufer z.B. in weiteren real-Märkten "Markthallen konzipiert" und/oder "Flächen für andere Händler freimacht".

Das Markthallenkonzept wurde erstmals vor rund zwei Jahren in einem Flagshipstore in Krefeld umgesetzt. Nächsten Monat soll es in Braunschweig und 2019 in Bielefeld realisiert werden. Einzelne Module dieses Konzepts wurden Ende vergangenen Jahres in 19 Märkten eingeführt. Insgesamt seien seit letztem Jahr 30 Märkte modernisiert worden.

Die angelaufene Modernisierung ist ein Aspekt, weshalb Koch real die Weichen für eine erfolgreichere Zukunft der SB-Warenhauskette gestellt sieht - und real reif für einen Verkauf hält. Andere Aspekte sind u.a. das wachsende Online-Geschäft und das neue Tarifmodell mit niedrigeren Löhnen für neu eingestellte Mitarbeiter. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2017/2018 machte real jedoch - trotz eines wachsenden Onlineumsatzes - insgesamt 1,5% weniger Umsatz (5,4 Mrd. Euro) als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Metro will reiner Großhändler werden

Die Frage, weshalb Metro real nicht behalte, jetzt, wo der Vorstand die Weichen für Wachstum bei real gestellt zu haben glaube, beantwortete Koch so: "Weil wir den Fokus auf den Großhandel legen. Bei der Allokation von Ressourcen wäre real dann immer nur zweiter Sieger." Der neue Metro-Aktionär, der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky, soll bei der Verkaufsentscheidung keine Rolle gespielt haben, versicherte Koch. "Interessenten für real hatten wir auch schon in den letzten 18 Monaten – damals waren wir aber noch nicht soweit. Jetzt sind wir es und werden Berater und Banken mandatieren." Mit einem Vollzug rechnet er nicht vor Frühjahr 2019.

Mit einem Verkauf des deutschen real-Geschäfts schlösse Metro den Konzentrationsprozess ab, den der Konzern 2012 mit der Veräußerung des osteuropäischen Geschäfts von real eingeleitet hat. Es folgten 2015 der Verkauf der Warenhauskette Kaufhof samt 59 Immobilien und 2017 die Aufspaltung in einen Lebensmittelhändler (Metro und real) und einen Elektronikhändler (Ceconomy).

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