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Finanzen | 11.09.2018

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:

Aareal Bank übernimmt die Düsseldorfer Hypothekenbank

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Nicolas Katzung
Die Zentrale der Aareal Bank am Rande des Wiesbadener Kurparks.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Nicolas Katzung

Die Aareal Bank hat den Kaufvertrag für die Düsseldorfer Hypothekenbank unterzeichnet. Der Deal hat nur einen Zweck: das Betriebsergebnis der Aareal Bank aufzubessern. An einer strategischen Übernahme des Geschäfts der Düsseldorfer sind die Wiesbadener nicht interessiert.

Die Aareal Bank hat mal wieder zugeschlagen: Nach den Übernahmen der Corealcredit Bank und der WestImmo widmen sich die Wiesbadener nun der Düsseldorfer Hypothekenbank (DüssHyp). Mit dem Eigentümer der DüssHyp, dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, sei eine Einigung über den Erwerb sämtlicher Anteile erzielt worden, teilte die Aareal Bank kurz nach Mitternacht mit. Die Immobilien Zeitung hatte bereits Anfang August über die Kaufverhandlungen berichtet. Damals wollten die beteiligten Parteien sich dazu nicht äußern.

Der BdB freut sich "über einen erfolgreichen Abschluss" des Engagements in der DüssHyp. Im März 2015 hatte der Einlagensicherungsfonds die DüssHyp übernommen, "um den deutschen Finanzplatz vor Schaden zu bewahren". Die Düsseldorfer waren durch ihr finanzielles Engagement bei der österreichischen Bad Bank Heta Asset Resolution in Schieflage geraten; der Einlagensicherungsfonds sprang kurzerhand mit Garantien und Kapitalspritzen ein und sicherte damit den Fortbestand der Bank. "Mit dem Verkauf leistet der Einlagensicherungsfonds einen wichtigen Beitrag zur notwendigen Konsolidierung im Bankensektor", lässt sich Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands, in einer Mitteilung zitieren.

Wird die Transaktion wie geplant noch in diesem Jahr abgeschlossen, spült das der Aareal Bank einen Sonderertrag in zweistelliger Millionenhöhe in die Kasse. Auf ca. 52 Mio. Euro wird sich dieser sogenannte negative Goodwill belaufen, der sich aus der Differenz zwischen dem Wert des übernommenen Unternehmens (bemessen nach dem IFRS-Eigenkapital) und dem Kaufpreis errechnet. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 162 Mio. Euro. Welcher Betrag am Ende über den Tisch gehen wird, sei aber noch von Marktwertschwankungen bis zum Vollzugstag abhängig, heißt es in der Aareal-Mitteilung.

Aareal hebt Ergebnisprognose an

Vorsorglich hebt die Aareal Bank die Ergebnisprognose für 2018 an. Anstatt bis zu 300 Mio. Euro wird nun ein Konzernbetriebsergebnis von bis zu 352 Mio. Euro erwartet. Allerdings würde das Betriebsergebnis 2019 infolge der Transaktion voraussichtlich in "sehr niedriger zweistelliger Millionenhöhe" belastet werden, was bereits kaufpreismindernd berücksichtigt worden sei.

Die Aareal Bank betont, dass mit dem Kauf keine weitergehenden strategischen Absichten verbunden sind. Seit dem Einstieg des Einlagensicherungsfonds befindet sich die DüssHyp im "geordneten Rückbau". Neugeschäft macht die Bank seitdem nicht mehr; das Immobilienkreditgeschäft umfasst zum 30. Juni 2018 lediglich 533 Mio. Euro. Unter dem neuen Eigentümer werde die Strategie des Voreigentümers fortgesetzt, ließ die Aareal durchblicken.

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