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Projekte | 07.09.2018

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Frankfurt: Kanso strebt neue Maßstäbe beim Mikrowohnen an

Quelle: Fox 1 GmbH, Dr. David Roitman
Die aufwändige Fassadengestaltung soll deutlich machen, dass das Kanso sich von anderen Mikrowohnprojekten abhebt.

Quelle: Fox 1 GmbH, Dr. David Roitman

Es soll der neue Goldstandard für Mikrowohnungen werden - zumindest in Frankfurts Lyoner Quartier: Bauherr David Roitman hat heute sein Projekt Kanso mit 301 kleinen Wohneinheiten präsentiert. Insgesamt sieht er das Marktpotenzial für Mikrowohnungen in Frankfurt als noch lange nicht erschöpft an.

Das Lyoner Quartier bekommt ein weiteres Mikrowohnprojekt. 2019 will Fox 1, eine Konzerngesellschaft der Argaman Group, mit der Entwicklung des Kanso auf dem 4.100 qm großen Grundstück Saonestraße 1 beginnen. Zur Fertigstellung 2021 sollen dort auf 14.000 qm BGF 301 Mikroapartments, acht geförderte Wohnungen, ein Kindergarten, bis zu 250 qm Gewerbe und ein Restaurant zur Verfügung stehen. Eine Tiefgarage mit 38 Stellplätzen ist vorgesehen. Rund 80 Mio. Euro will Fox 1 investieren. Bislang trägt das Grundstück ein älteres Bürogebäude, dessen Abriss Anfang 2019 beginnen soll.

"Höchste Qualitätsstufe im Quartier"

Kanso ist eine japanische Gestaltungslehre. "Entsprechend haben wir den Anspruch, das Quartier durch unser Gebäude deutlich aufzuwerten", sagte David Roitman, Geschäftsführer von Fox 1, bei der Präsentation des Projekts. Eine strukturierte Fassade, begrünte Außenbereiche und das Erdgeschoss mit öffentlich zugänglichen Nutzungen soll dies sicherstellen. Vor allem aber will Roitman "die höchste Qualitätsstufe für Mikrowohnen im Quartier" erreichen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Der Abriss des Bestandsgebäudes wird Anfang 2019 beginnen und Platz für das Kanso machen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Zwar gebe es mehrere Mikrowohnprojekte in der Umgebung, aber diese seien nahezu allesamt Umnutzungen alter Bürobauten. Durch die nagelneue Bausubstanz, eine Inneneinrichtung der möblierten Apartments, die ähnlich anspruchsvoll wie die Außengestaltung und japanisch angehaucht sei, sowie spezielle Services soll Kanso sich aber deutlich abheben. Dazu gehören Dachterrassen und Balkone sowie weitere Räume für die Gemeinschaftsnutzung, ein Fitnessstudio, Wäschereiservice und ein Outdoorkino auf dem größten Gemeinschaftsbalkon. Kanso soll außerdem mit der geringen Entfernung zu den inzwischen angesiedelten Einzelhändlern im ehemaligen Büroquartier und zum S-Bahn-Halt punkten.

Mikrowohnen ist noch lange nicht ausgereizt

Zum Mietniveau der durchschnittlich 25 qm großen Zimmer will sich Roitman nicht äußern. Angesichts des Qualitätsanspruchs dürften sich die Mieten aber in der Spitzengruppe für vergleichbare Apartmenthäuser im Umfeld bewegen. Für das Restaurant laufen derzeit Verhandlungen mit mehreren Betreibern von Konzeptgastronomie. Für den Kindergarten sind die Gespräche mit einem potenziellen Betreiber bereits weit fortgeschritten.

Die immer lauter werdende Kritik daran, dass in Frankfurt zu viele Mikrowohnungen im Verhältnis zu normalgroßen Wohneinheiten gebaut werden, kann der Bauherr nicht nachvollziehen. "Auf das ganze Stadtgebiet gerechnet, brauchen wir 15% bis 20% Mikrowohnungen als Anteil des Wohnungsangebots", sagt Roitman. Im Lyoner Quartier liege dieser bei den aktuellen und absehbaren Projekten zusammen zwar bei rund 40%, aber dafür sei diese Wohnform in anderen Stadtquartieren praktisch überhaupt nicht vertreten, sodass die Quote insgesamt noch lange nicht erreicht sei. Bedarf in Gestalt von Studenten, Young Professionals, Wochenendpendlern und Zweitwohnungsbesitzern gebe es reichlich.

Umbau zu größeren Einheiten bleibt aber möglich

Falls sich das als Irrtum herausstellen sollte, haben die Kanso-Macher jedoch vorgesorgt. "Die Pläne sehen vor, dass die Apartments mit relativ wenig Aufwand auch zu Zwei- oder Dreizimmerwohnungen zusammengefasst werden können", erläuterte Robert Müller vom Architekturbüro Planquadrat. Acht normalgroße Wohnungen sind jedenfalls schon fest vorgesehen, dazu noch im geförderten Wohnungsbau. Sie sind das Ergebnis von Verhandlungen mit der Stadt Frankfurt, und das obwohl der Bauherr nach eigenen Auskünften überhaupt nicht zu geförderten Wohnungen verpflichtet gewesen wäre.

Aus Sicht der Argaman Group dient das Projekt auch der Diversifizierung ihres Engagements im Lyoner Quartier. "Praktisch seit dem Erwerb des Access Towers 2012 haben wir auch nach einem möglichen Projekt für Wohnungen im Quartier gesucht", berichtete Roitman. Entsprechend soll das Kanso auch langfristig im Bestand bleiben.

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