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Politik | 17.08.2018

Von Robin Göckes

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Aengevelt
  • Organisationen:
    Immobilienverband Deutschland (IVD), ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss
  • Personen:
    Andreas Mattner, Wulff Aengevelt, Katarina Barley

Kritik an Barleys Vorstoß zum Bestellerprinzip

Quelle: imago, Urheber: Thomas Koehler, photothek.net
Justizministerin Katarina Barley hat mit ihrem Vorstoß zum Bestellerprinzip beim Immobilienerwerb heftige Kritik provoziert.

Quelle: imago, Urheber: Thomas Koehler, photothek.net

Die Idee, auch beim Immobilienerwerb das Bestellerprinzip einzuführen, kommt bei den Maklern erwartungsgemäß nicht gut an. In der Kritik am Vorstoß von Justizministerin Katarina Barley (SPD) wird eine Forderung immer wieder laut.

Die Maklerbranche ist in Aufruhr. Der Grund: Mit der Ansage von Justizministerin Barley, das Bestellerprinzip beim Immobilienkauf prüfen zu wollen, könnten auf den Berufsstand tiefgreifende Veränderungen zukommen. Entsprechend entschlossen fielen die ersten Reaktionen etwa des Branchenverbands IVD aus. Inzwischen mehren sich die kritischen Stimmen. So ist etwa der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) dem IVD zur Seite gesprungen. "Wir freuen uns, dass sich die Regierung den hohen Erwerbsnebenkosten widmet - der Fokus muss aber stimmen", sagt Andreas Mattner, Präsident des ZIA.

Das Bestellerprinzip beim Immobilienkauf sei nur die Schminke auf dem eigentlichen Problem der staatlich verursachten zu hohen Erwerbsnebenkosten - vor allem der Grunderwerbsteuer, so Mattner. "Seit 2007 haben die Bundesländer die Grunderwerbsteuer insgesamt 26 Mal erhöht." Die Diskussion um das Bestellerprinzip beim Kauf sei zwar nachvollziehbar, doch könnte das auch dazu führen, dass die Maklerkosten auf die Kaufpreise übertragen werden. "Der Markt sollte entscheiden, wie die Maklerleistung finanziert wird. Der Wettbewerb zwischen Maklern hat eine regulierende Wirkung. Ein Bestellerprinzip nach aktueller Planung ist kein Allheilmittel", lautet das Urteil des ZIA.

Aus Maklerkreisen selbst fällt das Urteil indes noch ein wenig deutlicher aus. Mit dem Bestellerprinzip bei Immobilientransaktionen würde erheblich in die vom Grundgesetz geschützte Vertragsfreiheit der Kontrahenten eingegriffen, urteilt Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter des Maklerhauses Aengevelt Immobilien. Er fürchtet zudem um die Rolle des Maklers als "parteiloser, sach- und fachgerechter weisungsfreier Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer".

Um die Kaufnebenkosten effektiv zu senken und den Immobilienerwerb so zu erleichtern, müsste nach Aengevelt an einer anderen Schraube gedreht werden. Wie auch der ZIA blickt er auf die Grunderwerbsteuer. "Statt weitere Nebelkerzen zu zünden, sollte die Bundesregierung ihren Einfluss geltend machen, dass die Grunderwerbsteuer zumindest für den Eigennutzungserwerb von Wohnimmobilien endlich wieder auf den bundeseinheitlichen Satz von 3,5% zurückgesetzt wird", fordert er.

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