Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Projekte | 24.07.2018

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Ideenmeisterschaft für die Bremer City

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus
In der Bremer City soll der Schritt ins 21. Jahrhundert getan werden - und die Straßenbahn in der 1a-Lage Obernstraße könnte da durchaus Thema sein.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Friedhelm Feldhaus

Das 21. Jahrhundert ist schon 18 Jahre alt, aber in der Bremer City noch nicht angekommen. Um die Innenstadt neu aufzustellen, organisiert Kurt Zech im September eine einwöchige Ideenmeisterschaft mit 100 Experten - und hofft, dass andere Eigentümer und Investoren seiner Einladung folgen.

Ideenmeistermeisterschaft - was für ein herrlicher Terminus in Zeiten marodierender Anglizismen. Und Kurt Zech hofft, dass Konsens darüber herrscht, was für ein herrlicher Aufschlag zur Entwicklung der Bremer City die Ideenmeisterschaft gewesen ist, wenn sie am 14. September nach einer Woche vorbei ist. "Dabei handeln wir in erster Linie aus der bürgerschaftlichen Perspektive und verknüpfen diese mit unternehmerisch sinnvollen Maßnahmen."

Das Zentrum neu denken

100 lokale, nationale und internationale Experten - Architekten, Soziologen, Stadtplaner, Kreative, Zukunftsforscher, Händler, kommunale Mitarbeiter und Politiker, Kapazitäten der Immobilienbranche und Kompetenzen zur digitalen Transformation - haben "eine Woche die Möglichkeit, das Zentrum neu zu denken", wie es Zech-Sprecher Holger Römer formuliert."

"Wir bringen die Topdenker über lange Zeit zusammen und wissen noch nicht, was dabei herauskommt", erklärt Anna Schwan, geschäftsführende Inhaberin von Schwan Communications. Sie wurde mit der Architektin und Stadtplanerin Julia Erdmann von JES (Julia Erdmann Socialtecture) von der Gustav Zech Stiftung mit der Entwicklung und Realisierung betraut.

Kleiner oder großer Wurf?

Mit dabei sind bereits der Bürgermeister Carsten Sieling (SPD), Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) und Bausenator Joachim Lohse (Grüne). Sie unterstützen Zech - auch finanziell - , um mit dieser Veranstaltung "die Vision eines zukünftigen Stadtzentrums Wirklichkeit werden zu lassen", wie es in der Presseerklärung heißt. Die Akquise der Experten läuft, aber auch die der Eigentümer und Investoren. Denn von ihrer Bereitschaft, sich an der Ideenmeisterschaft #Mitte Bremen zu beteiligen, hängt es ab, über welchen Radius um das Zech-Projekt City-Center diskutiert und gedacht wird.

Zechs Idee ist, das Parkhaus Mitte zu erwerben, um es zugunsten eines Einzelhandelsprojekts abzureißen, das mindestens auch die Lloyd-Passage betrifft sowie das Karstadt-Haus, das Zech bereits gehört. "Wenn die Eigentümer ihre Teilnahme zusagen, erwarten wir eine ernsthafte Beteiligung - inhaltlich wie finanziell", erklärt Römer. "Wir sind da guter Hoffnung. Bremen ist nicht so groß, viele sind ja Bremer und Zech kennt die meisten persönlich."

Je mehr sich beteiligen, desto besser

Die Gesellschafter vom Projektentwickler Justus Grosse, Clemens Paul und Joachim Linnemann, sind gemeint, Christian Jacobs, der zwischen Obernstraße und Schlachte investiert, Quest Investment Partners sowie Warburg-HIH Invest Real Estate aus Hamburg, die das Bremer Carree erworben haben, sowie denkmalneu, das den Lloydhof modernisiert. Aber auch DIC Asset gehört dazu, Eigentümer des Kaufhofs, der ebenfalls an die Lloyd-Passage grenzt, und die Familie Schapira, die das bisherigen Grundstück der Sparkasse Bremen am Brill neu entwickeln will.

Viele leidgeprüfte Bremer zeigten sich erleichtert, als der Senat im Dezember erklärte, das Parkhaus ohne Vergabeverfahren direkt an Zech verkaufen zu wollen. Doch inzwischen ist weder der Kauf erfolgt, noch ein Pinselstrich auf einem künftigen B-Plan. Das soll sich mit Hilfe der Ideenmeisterschaft ändern.

Alle einbinden, um voranzukommen

"Wir wollen das Thema nicht zerreden, sondern strukturieren und alle einbinden - auch um voranzukommen", so Römer. "Sehr hilfreich war die Ideenmeisterschaft zum Europahafenkopf. Die Stadt hat erfahren, dass es ein offener Prozess ist und ihre Überlegungen eingebunden werden." Am Europahafenkopf plant Zech für bis zu 300 Mio. Euro ein vierteiliges Büro- und Wohnensemble mit über 100.000 qm BGF.

Die Ergebnisse der Ideenmeisterschaft - entwickelt von wohl sechs Teams - werden am 14. September dem Ideen-Rat vorgestellt, der die Konzepte priorisiert und der Öffentlichkeit vorstellt. Die Öffentlichkeit kann vorab online zu drei Fragen kurz und knapp Stellung nehmen. Zudem werden Statements von Bürgern während der Woche gefilmt und den Experten zugetragen. Römer: "Die Ideenmeisterschaft soll dazu führen, dass wir binnen eines Jahres zu konkreten B-Plan-Themen kommen."

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
  • Wohnquartier
  • Ortsteil
  • Ort
  • Bundesland / Land
  • Projekt

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!