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Märkte | 11.07.2018

Von Nicolas Katzung

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    BVS Sachverständigenverband
  • Personen:
    Bernhard Bischoff

Gutachterverband warnt vor Maklerbewertungen

Der Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger (BVS) warnt eindringlich vor dem zunehmenden Angebot kostenloser Immobilienbewertungen. "Die alte (Bauern-) Weisheit ,Was nichts kostet, kann auch nichts', trifft hier hundertprozentig zu", kommentiert BVS-Vizepräsident Bernhard Bischoff.

Häufig stünden hinter solchen Gratisbewertungen Makler, aber auch andere Immobilienplattformen. Ihre Angebote würden den Eindruck vermitteln, dass fundiertes Wissen für ein korrektes Gutachten vorliege, basierend auf Marktberichten offizieller Institutionen und verifizierten Daten abgeschlossener Kaufverträge. "Dem ist nicht so und hier kann man nur ausdrücklich warnen, denn vor allem wird nicht der nach § 194 Baugesetzbuch vorgeschriebene Verkehrswert/Marktwert ermittelt. Zudem ist die Haftungsfrage oftmals unklar", erklärt der öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige.

In erster Linie gehe es den Maklern darum, im Anschluss einen Vertriebsauftrag zu bekommen, ist Bischoff überzeugt. Er empfiehlt daher, keine wirtschaftlichen Entscheidungen auf der Grundlage solcher Informationen zu treffen, sich immer schriftlich über die Haftung informieren zu lassen und vor allem die Frage zu stellen, ob die Bewertung den Verkehrswert nach § 194 Baugesetzbuch angibt. "Danach hat sich das Angebot schon erledigt", glaubt Bischoff.

Auch auf die Ausbildung und Qualifizierung des Maklers sollte ein Augenmerk gelegt werden. Eine Zertifizierung zum Immobilienbewerter sei nicht gesetzlich geschützt und werde auf sehr unterschiedlichen Qualitätsstufen vergeben. Mindestens sollte eine Zertifizierung nach der DIN EN ISO17024 vorliegen, die von fünf akkreditierten Instituten in Deutschland vergeben wird. Allerdings gebe es auch unter diesen fünf Zertifizierungsanbietern "deutlich differenzierende Qualitätsansprüche", mahnt Bischoff.

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