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Projekte | 05.07.2018

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Schönhof-Viertel: 2.000 Wohnungen in Frankfurts Westen

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Peter Klarmann (NH), Planungsdezernent Mike Josef und Ralf Werner (Instone, von links) präsentierten auf dem Dach des ehemaligen Siemens-Gebäudes den ersten Entwurfsplan für das Schönhof-Viertel.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Instone Real Estate und Nassauische Heimstätte/Wohnstadt (NH) wollen gemeinsam auf dem ehemaligen Siemens-Gelände im Frankfurter Stadtteil Bockenheim mehr als 2.000 Wohnungen entwickeln. Dieses bereits bekannte Projekt tritt nun unter dem Namen Schönhof-Viertel in die konkrete Vorbereitungsphase ein.

Im Verlauf des Jahres 2019 soll der Abriss der Bürogebäude auf dem rund 12,5 ha großen Areal beginnen. Danach ist für das Quartier eine vier- bis siebengeschossige Bebauung geplant, die neben den Wohnobjekten auch ein Nahversorgungszentrum mit einem Vollsortimenter und einem weiteren Einzelhändler beherbergen soll. Darüber hinaus sind mehrere Kindertagesstätten und die erste Frankfurter Hybridschule geplant, ein Gebäude, das sowohl Schulräume als auch Wohnungen enthält. Eine neue Unterquerung der angrenzenden Bahnstrecke soll eine schnelle fußläufige Verbindung zum Frankfurter Westbahnhof schaffen. Wenn alles nach Plan verläuft, wird das Areal 2024 komplett bebaut sein.

Architektur soll vielgestaltig werden

Dabei gehen das börsennotierte und das im öffentlichen Eigentum befindliche Immobilienunternehmen mit jeweils rund 1.000 Wohneinheiten arbeitsteilig vor: Während Instone sich auf Eigentumswohnungen konzentriert, wird NH seinen Anteil zu rund zwei Dritteln als Mietwohnungen konzipieren und den Rest im Bauträgergeschäft, also letztlich ebenfalls als Eigentumswohnungen. Insgesamt sind rund 600 geförderte Wohnungen geplant, sowohl im klassischen geförderten Wohnungsbau als auch im Mittelstandprogramm für Haushalte mit höheren Einkommen. Die beiden Partner wollen sich intern noch abstimmen, wie sie die Bereitstellung der geförderten Wohnungen miteinander regeln.

Parallel zur Aufstellung eines neuen Bebauungsplans, dessen Entwurf die Stadtverwaltung noch 2018 präsentieren will, planen NH und Instone einen europaweiten Architekturwettbewerb, der insbesondere die grüne Quartiersmitte gestalten soll. Die Gestaltung der Gebäude auf den 15 Baufeldern werden verschiedene Architekten übernehmen. "Wir und die Stadt legen Wert auf eine hohe architektonische Qualität und eine Unterscheidbarkeit der verschiedenen Objekte", sagte Ralf Werner, Instone-Niederlassungsleiter Rhein-Main, bei der Vorstellung der Pläne. Das sei auch eine Reaktion auf die verbreitete Kritik aus der Bevölkerung, die manche jüngere Wohnquartiersentwicklung in Frankfurt als zu monoton ansehe.

Weitere 10 ha Gewerbe werden mit überplant

Der Bebauungsplan wird neben dem Schönhof-Viertel auch das westlich davon gelegene Gelände an der Morsestraße umfassen. Diese rund 10 ha sind mit vielen verschiedenen Gewerbebetrieben belegt. Diese sollten dort auch bleiben, betonte der städtische Planungsdezernent Mike Josef (SPD). Allerdings solle dort eine Perspektive für die Weiterentwicklung aufgezeigt werden, möglicherweise im engen Verbund von Gewerbe und Wohnen.

Der Name Schönhof stammt von einem nahe gelegenen barocken Wasserschloss, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Siemens hatte sich auf dem Gelände neben seinen 1988 errichteten Bürobauten noch erhebliche Freiflächen geleistet, Pläne für weitere Firmengebäude sowie bis zu 400 Betriebswohnungen aber schon 2004 aufgegeben. 2015 erfolgte schließlich der Verkauf an NH und den Instone-Vorläufer formart. Seitdem hatten beide ihre Fläche durch weitere Zukäufe auf 12,5 ha vergrößert. Siemens hatte seine Mitarbeiter nach Niederrad verlegt. Auch dort ist inzwischen eine Wohnentwicklung durch NH vorgesehen. Siemens will hingegen im Gewerbequartier Gateway Gardens seine neue Frankfurter Niederlassung errichten.

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