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Märkte | 11.06.2018

Von Volker Thies

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Immobilienverband Deutschland (IVD)
  • Immobilienart:
    Wohnen, Büro

Saarland: Aufwärtstrend für Mieten und Preise stabilisiert

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold
Abgesehen vom Einzelhandel befinden sich die Immobilienteilmärkte an der Saar im flächendeckenden Aufwärtstrend.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Für den Wohnungs- und den Büromarkt registriert der IVD in den Städten des Saarlands durchgängig Preis- und Mietansteige, in ländlichen Kommunen zumindest keinen weiteren Preisverfall. Lediglich für Einzelhandelsflächen zeigen sich an einigen Orten deutliche negative Vorzeichen.

Die Wohnungsmieten im Saarland ziehen wieder an. Das geht aus dem Immobilienpreisspiegel 2018 des Immobilienverbands IVD west für das Bundesland hervor. Demnach legte die Miete im Durchschnitt der 14 untersuchten Kommunen von Mitte 2017 bis Mitte 2018 um 8,5% zu. Kaufpreise stiegen für Einfamilienhäuser um 6,75%, für Eigentumswohnungen um 5%.

Bei den Kaufimmobilien charakterisiert der IVD die bereits 2016 angelaufene Preisentwicklung als Konsolidierung nach einer langen Phase ohne Verteuerung, und das praktisch im gesamten Saarland. Zwar seien massive Preisanstiege vor allem in den größeren Städten festzustellen, nicht zuletzt wegen des Zuzugs aus dem ländlichen Raum. Trotz dieser Landflucht seien aber in der Fläche nirgendwo Preisnachlässe zu erkennen.

Kleinere Städte holen zu Saarbrücken auf

Bei den einfach ausgestatteten Einfamilienhäusern erlebte insbesondere Merzig einen deutlichen Preissprung um rund 20%. In Neunkirchen, Saarlouis und St. Wendel stiegen die Preise um 10% bis 14%. Bei den gut ausgestatteten Eigenheimen lag Dillingen mit einem Plus von 15% an der Spitze. Hochklassige Einfamilienhäuser stiegen landesweit um durchschnittlich 7% im Preis, am deutlichsten wiederum in Merzig mit 18%. Ein gut ausgestattetes Einfamilienhaus im Bestand kostet in Saarbrücken durchschnittlich 450.000 Euro, in Saarlouis 390.000 Euro, in St. Wendel 220.000 Euro und in Heusweiler 195.000 Euro.

Bei den Eigentumswohnungen verzeichneten Homburg und St. Wendel mit jeweils 12% den stärksten Preisanstieg und Dillingen mit 2% den geringsten. In Saarbrückens besseren Lagen, beispielsweise am Rotenbühl, Triller oder Staden, kosten Eigentumswohnungen durchschnittlich 2.950 Euro/qm, rund 4% mehr als Mitte 2017. In Saarlouis liegen solche Objekte bei 2.850 Euro/qm (+6%).

Die Wohnungskaltmieten legten in Sulzbach, St. Wendel und in Neunkirchen jeweils um gut 10% zu, in Saarbrücken um 2,3%. Allerdings bleibt die Landeshauptstadt mit 11 Euro/qm in guten Wohnlagen an der Spitze der Preise bei Neuvermietungen, gefolgt von 9,50 Euro/qm in Saarlouis, 9 Euro/qm in Homburg und 8 Euro/qm in Dudweiler und St. Ingbert. Am unteren Ende der Skala rangieren Wadern und Merzig mit 4,50 Euro/qm.

Bahnhofstraße erlebt kräftigen Mietrückgang

Bei den Büromieten registriert der IVD nach minimalen Zuwächsen in den vergangenen Jahren nun deutliche Steigerungen in Dillingen, Dudweiler, St. Ingbert und Sulzbach, durchgängig um zweistellige Prozentwerte. Bei den Bürospitzenmieten führt Saarbrücken mit 11 Euro/qm die Statistik vor Saarlouis mit 10 Euro/qm an. Für Ladenmieten zeigt sich nach der Konsolidierung 2016/17 nun ein uneinheitliches Bild: In Saarbrücken gingen die Einzelhandelmieten im Schnitt um 10% zurück. Preisanstiege von bis 20% ergaben sich hingegen in St. Ingbert und Dillingen. In Saarbrückens Bahnhofsstraße werden mit 70 Euro/qm weiterhin die höchsten Mieten für Verkaufsflächen im gesamten Bundesland gefordert, auch wenn dies einen Rückgang um 10 Euro/qm gegenüber dem Vorjahr darstellt. Es folgt mit weitem Abstand die Französische Straße in Saarlouis mit 30 Euro/qm (Vorjahr: 32 Euro/qm).

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