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Märkte | 14.02.2018

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:
  • Städte:
    Berlin, Bielefeld, München, Stuttgart
  • Organisationen:
    Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Personen:
    Claus Michelsen, Andreas Mense

DIW: Mietenbremse dämpft doch die Preise

 Quelle: Fotolia.com, Urheber: Wolfgang Filser
Die Bremse ist laut DIW Berlin doch besser als ihr Ruf.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: Wolfgang Filser

Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat die Mietpreisbremse in Regionen mit hohem Preisanstieg durchaus einen dämpfenden Effekt.

Die Bremse sei "besser als ihr Ruf, die Erwartungen waren vielerorts schlicht zu hoch", sagt Andreas Mense von der Universität Erlangen-Nürnberg. Laut der Studie greift die Mietpreisbremse dann, wenn die Neuvertragsmieten in einer Region in den vier Jahren vor der Einführung im Schnitt um mindestens 3,9% pro Jahr gestiegen sind. In Gegenden, in denen die Neuvertragsmieten für bestehende Wohnungen zuvor jährlich um mehr als 4,8% kletterten, gingen die Mieten mit Einführung der Mietpreisbremse sogar einmalig um rund 3% zurück. So beispielsweise in Teilen von Berlin-Mitte und -Neukölln, München-Laim und -Schwabing, im Stuttgarter Heusteigviertel oder im Innenstadtbereich von Bielefeld.

"Keine Fehlkonstruktion"

Dies belege, dass die Mietpreisbremse "keine grundsätzliche Fehlkonstruktion" sei, sagt Claus Michelsen vom DIW. Sie müsse aber von Neubauförderung der Politik flankiert werden. Bisherige Studien, auch eine des DIW, deuteten darauf hin, dass sich der Anstieg der Mieten seit Einführung der Mietpreisbremse im Juni 2015 insgesamt nicht spürbar verlangsamt hat. Die aktuelle Studie sei jedoch weitaus differenzierter, sagen die Autoren, und könne erstmals scharf jene Regionen, in denen die Mietpreisbremse gilt und tatsächlich auch wirkt, von jenen Regionen trennen, in denen das nicht der Fall ist.

Die Bremse gilt derzeit in 313 von rund 11.000 Städten und Gemeinden in Deutschland, in denen etwa ein Viertel der Bevölkerung lebt. Sie besagt, dass bei Wiedervermietung die Miete um maximal 10% oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden darf. Neubauten und umfangreiche Sanierungen sind von der Bremse ausgeschlossen.

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