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Märkte | 10.11.2017

Von Christine Rose

In diesem Artikel:

IVD: Jahre der Mietpreisexplosion sind vorbei

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christine Rose
Die Neuvertragsmieten sind zuletzt moderater gestiegen als in den Vorjahren.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Christine Rose

Vorneweg: Die Bestandsmieten steigen noch immer. In großen wie in kleinen Städten, für Wohnungen mit mittlerem und gutem Wohnwert. Anders als in den vergangenen Jahren ist es jedoch kein "spektakulärer" Anstieg mehr, wie Michael Schick sagt. Der Präsident des Immobilienverbands IVD stellte heute einen Wohnpreisspiegel vor.

Basis des Preisspiegels sind Daten aus dem zweiten und dritten Quartal dieses Jahres, die von mehr als 1.000 Sachverständigen, Verwaltern und Maklern für rund 370 Städte hierzulande geliefert wurden. Die Daten sind Schick zufolge Abschlussdaten, spiegeln demnach tatsächlich gezahlte Mieten wieder. Demnach gingen die Neuvertragsmieten für Bestandswohnungen mit gutem Wohnwert nach durchschnittlich 3,2 im Vorjahr nun um vergleichsweise moderate 2,4% nach oben. Bei einem mittlerem Wohnwert waren es 2,4% nach 3,4%.

Dämpfer auch in Großstädten

Auch für die Riege der Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern, für die der Mietpreispfeil zuletzt stark nach oben zeigte, gab es einen Dämpfer. Neuvertragsmieten für Bestandswohnungen (Fertigstellung ab 1949) mit gutem Wohnwert stiegen dort um im Schnitt 2,3% nach 4,2% im Vorjahreszeitraum. Etwas weniger tief ist der Fall bei Einheiten mit mittlerem Wohnwert. Für sie meldet der IVD ein Plus von 2,9% nach 3,4%.

Dabei haben sich die Neuvertragsmieten in den Großstädten ganz unterschiedlich entwickelt. Beispiel Bestand, mittlerer Wohnwert: In Berlin ging es um gut 6% nach oben, in Köln um 5% und in Dortmund um 4,8%. Hamburg und München folgen mit überschaubaren 2,1% und 1,6%. Stagnation herrschte laut IVD-Preisspiegel dagegen in Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf.

Schick zufolge macht sich mancherorts die höhere Neubautätigkeit bemerkbar und überdies, dass Mieter zunehmend ins Umland der Großstädte ausweichen und immer mehr Mieter an den Rande der finanziellen Belastbarkeit kommen. Das sei auch am Neubausegment abzulesen. Für Frankfurt und Stuttgart verzeichnet der IVD keinen Anstieg der Mieten bei neu abgeschlossenen Verträgen, für Düsseldorf gar ein Minus von 4,4% gegenüber den beiden Vorjahresquartalen. "In Düsseldorf wurde so viel neu gebaut, dass es eine echte Entlastungswirkung am Markt gab", erklärt Schick. In anderen Städten muss demnach noch angepackt werden: Für Essen meldet der IVD ein Preisplus von 7,1%, für Hamburg 5,7%, Berlin folgt mit 4,8%, München mit 3,9%.

Preisanstieg verlangsamt, Knappheit bleibt

Gebaut werden muss dem IVD-Chef zufolge allerorten noch kräftig. "Auch wenn der Mietpreisanstieg verlangsamt ist, die Knappheit bleibt." Was heißt: Das Verhältnis Anzahl Wohnungssuchender zu Anzahl Wohnungsangebot habe sich noch nicht deutlich verbessert, eine Wohnung wird nicht viel schneller als vorher gefunden. Laut IVD braucht es jährlich 400.000 neue Wohnungen.

Über alle Großstädte gesehen fiel das Plus bei Neuvertragsmieten für Wohnungen mit mittlerem Wohnwert geringer aus als im Vorjahr: Der IVD meldet 2,9% nach 3,3%. Anders bei Wohnungen mit gutem Wohnwert - da ging es um 3,7% nach oben und damit wesentlich stärker als 2016 (+1,5%).

Auffallend in dem Wohnpreisspiegel sind unter anderem noch die Werte für Städte mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern: Der Anstieg der Neuvertragsmieten für Wohnungen mit gutem Wohnwert fiel in diesem Jahr mit 3,3% wesentlich höher aus als im Vorjahr (+1,7%). Genau andersherum verhält es sich bei Einheiten mit mittlerem Wohnwert, wo es nur um 2,6% nach 4,8% nach oben ging.

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