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Pressemitteilung der Immobilien Zeitung vom 25.09.2014

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Schlechte Noten für Shoppingcenter in Leipzig und Frankfurt

Die neuen Einkaufszentren in Leipzig (Höfe am Brühl) und Frankfurt/Main (Skyline Plaza) bekommen von ihren Mietern miserable Noten. Das ist das Ergebnis des Shoppingcenter Performance Report 2014 von ecostra und den Fachzeitschriften Immobilien Zeitung und TextilWirtschaft (beide dfv Mediengruppe). Auf Platz eins steht erneut das Lago in Konstanz. Wichtigstes Thema aus Sicht der Mieter ist die Kundenfrequenz im stationären Handel.

Zwei der prominentesten neuen Einkaufszentren in Deutschland haben offensichtlich einen Fehlstart hingelegt. Dies legen die Ergebnisse des Shoppingcenter Performance Report 2014 (SCPR 2014) nahe. Bei dieser Mieterbefragung in 400 deutschen Einkaufszentren bekommen die Höfe am Brühl in Leipzig (4,00) und das Skyline Plaza in Frankfurt/Main (4,10) äußerst schwache Noten und landen ganz am Ende einer Rangliste von 260 deutschen Einkaufszentren. Die Mieter bewerteten die Zufriedenheit mit der Wirtschaftlichkeit ihrer Läden in einem Center im Vergleich zu Läden in anderen Shoppingcentern. Die Höfe am Brühl wurden im September 2012, das Skyline Plaza im August 2013 eröffnet. Entwickler der Höfe am Brühl ist die Firma mfi, Eigentümer deren Mutterkonzern Unibail-Rodamco. Das Skyline Plaza wurde vom deutschen Marktführer ECE gebaut und gehört mehrheitlich der Allianz-Versicherung.

Mieter watschen neue Mega-Center in Frankfurt und Leipzig ab
Pressemitteilung als PDF [pdf, 0,1 MB]

Den Spitzenplatz beim SCPR 2014 belegt erneut ein Center, das unmittelbar an der Schweizer Grenze liegt: das Shoppingcenter Lago in Konstanz (1,14). Das Lago erreicht diesen Spitzenplatz zum dritten Mal in Folge. Auf Platz zwei findet sich das Main-Taunus-Zentrum bei Frankfurt/Main (1,32), das in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feiert, den dritten Platz belegt das Breuningerland Sindelfingen (1,38).

Bei der vierten Auflage des SCPR zeigt sich, dass einige Center ihre Position deutlich verbessern. Dies kann am Management, neuen Mietern oder der Vergrößerung bzw. Revitalisierung eines Centers liegen. Auffällig ist die positive Entwicklung des 2009 eröffneten Komm in Offenbach. Es startete 2011 mit der Note 3,83 in den SCPR, stürzte 2013 auf 4,17 ab und dreht nun mit 2,91 in den positiven Bereich. "Diese Verbesserung ist außerordentlich bemerkenswert, denn man musste befürchten, dass in der Offenbacher Innenstadt ein notleidendes Center entsteht", sagt ecostra-Geschäftsführer Joachim Will, der Initiator des SCPR. Auch die Schloss-Arkaden Braunschweig (1,89), der Marler Stern (2,40), das Atrium in Weimar (2,44), die Centrum-Galerie Dresden (2,83) oder das Schloss-Straßen-Center in Berlin (2,60), das seit 2012 einen Primark beherbergt, sind in der Gunst der Mieter kontinuierlich gestiegen.

Umgekehrt gibt es aber auch Center, die sich nach unten entwickeln. Das City-Center Langenhagen, das 2012 noch eine Durchschnittsnote von 1,83 bekam, steht 2014 bei 3,50. Die Rathaus-Galerie Wuppertal (3,50), die Europa-Galerie Saarbrücken (3,60), die Schlosshöfe Oldenburg (3,64) und das Europa-Center in Berlin (3,86) scheinen ebenfalls zu schwächeln. Schlusslicht von 260 Einkaufszentren, die in die Wertung kamen, ist die 2012 eröffnete Postgalerie in Speyer (4,44).

Bild: IZ
IZ

Bild: IZ

Erstaunt zeigt sich Joachim Will darüber, "wie viele prominente Neueröffnungen der letzten Jahre lediglich im Mittelfeld herumdümpeln". Dazu zählen der Limbecker Platz in Essen (2,84), die Thier-Galerie in Dortmund (3,08) oder die Rheingalerie Ludwigshafen (3,33). Dass Einkaufszentren auch im dicht besetzten deutschen Markt von Anfang an funktionieren können, zeigt die gute Note für die erst im vergangenen Jahr vollständig eröffneten Pasing-Arcaden in München (2,13). Die beste Note in der deutschen Center-Hauptstadt Berlin bekommt erneut das Alexa (1,83).

Ungeachtet der Konkurrenz durch den Onlinehandel zeigen sich die Filialisten unverändert expansiv. Im Durchschnitt wollen die 78 Unternehmen, die sich am SCPR 2014 beteiligten, elf neue Läden in den kommenden zwölf Monaten eröffnen. Das aus ihrer Sicht wichtigste Thema ist die Entwicklung der Kundenfrequenz im stationären Handel. Eine Änderung der Ladenöffnungszeiten, die von führenden Handelsmanagern oder vom Handelsverband Deutschland (HDE) ins Gespräch gebracht werden, um dem Onlinehandel Paroli zu bieten, hat aus Sicht der Centermieter keine Priorität.

Für den Shoppingcenter Performance Report 2014 haben die Firma ecostra sowie die Immobilien Zeitung und die TextilWirtschaft als Medienpartner die Mieter in 400 deutschen Einkaufszentren mit mehr als 10.000 qm Geschäftsfläche um ihre Meinung gebeten. Die Mieter konnten Noten von 1 (sehr gut) bis 5 (mangelhaft) vergeben. In die Wertung kamen nur Center, denen mindestens fünf Mieter eine Note gaben; dies waren 260. Die Mieter selbst mussten in mindestens drei der 400 Center vertreten sein.

Details zur Auswertung veröffentlichen die Immobilien Zeitung und TextilWirtschaft in den heute erscheinenden Ausgaben.

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