Muss die Geschichte zum Niedergang der Hypo Real Estate (HRE) neu geschrieben werden? Ja, meint ihr früherer Vorstandschef Georg Funke, der im IZ-Interview in eigener Sache de facto auf unschuldig plädiert und stattdessen den früheren Bundesfinanzminister Peer Steinbrück an den Pranger stellt. Nein, sagen Leute wie der grüne Finanzpolitiker Gerhard Schick, der 2009 im HRE-Untersuchungsausschuss saß.Ausgabe 20 // 2012 ansehen
Zu den schönsten Gesängen in deutschen Fußballstadien gehören die Zeilen: "Berlin, Berlin: Wir fahren nach Berlin", bevor in der Hauptstadt das jährliche Pokalfinale stattfindet. In diesen Chor stimmen seit geraumer Zeit Investoren aus nah und fern ein. Die deutsche Hauptstadt steht auf dem Einkaufszettel ganz oben, auch wenn der Lack auf den Gewerbeimmobilienmärkten anfängt abzublättern.Ausgabe 19 // 2012 ansehen
Tief beunruhigt beobachtet der stationäre Einzelhandel das Einkaufen per Mausclick. Umgekehrt diskutieren Online-Händler die Frage, ob Amazon Karstadt übernehmen sollte. Brauchen sie gar nicht: Das Online-Warenhaus ist auch so schon ein gewichtiger Faktor des gewerblichen Immobilienmarkts.Ausgabe 18 // 2012 ansehen
Die Investment-Manager haben ein neues Spielzeug, es heißt Kreditfonds. Ob Pramerica oder Henderson, konservative deutsche Adressen wie die iii Investments oder Seiteneinsteiger wie die österreichische Signa oder auch die Maklertöchter LaSalle und Cordea Savills - alle wollen mitspielen. Die Vertriebswelle soll im Sommer anrollen. Hinter den Kulissen basteln die Berater noch eifrig am Grundproblem jedes Kreditfonds: Darlehen zu vergeben, ohne selbst eine Bank zu sein.Ausgabe 17 // 2012 ansehen
Per Energieeinsparverordnung (EnEV) 2012 sollen die Daumenschrauben im Wohnungsneubau leicht angezogen, Eigentümer von Bestandsimmobilien gänzlich verschont werden. Das geht aus einem noch nicht offiziellen EnEV-Entwurf des Bundesbauministeriums hervor. Wie sehr letztlich verschärft wird, ist offen - unter anderem hat das Umweltministerium noch ein Wort mitzureden. Keine Luft nach oben, das ist der Standpunkt der Wohnungswirtschaft.Ausgabe 16 // 2012 ansehen
Vor drei Jahren hat Hertie in 65 Städten dichtgemacht. 30 leer stehende Warenhaus-Immobilien wurden seitdem verkauft, die übrigen zermürben die Städte durch Leerstand, Zahlungsrückstände und Vandalismus. Doch nun gibt es Hoffnung: Durch die Insolvenz der Hertie-Objektgesellschaften in den Niederlanden eröffnen sich für die Kommunen verschärfte Zugriffsmöglichkeiten auf die Immobilien.Ausgabe 15 // 2012 ansehen
Schrottimmobilien waren schon in den 90er Jahren ein Thema und sind es leider noch heute. Derzeit laufen zahlreiche Verfahren, in denen Anlegerschützer versuchen, den Geschädigten ihr Geld wieder zurückzuholen. Gerade in der Bundeshauptstadt überschlugen sich in den vergangenen Monaten die Nachrichten über Schrottimmobilien, Mitternachtsnotare & Co., denn entsprechende Geschäfte erfordern immer mehrere Mittäter: Verkäufer, Makler, Notare und Finanzierer.Ausgabe 14 // 2012 ansehen
Der Immobilienbranche gehen wegen lückenhaften und schlecht geordneten Dokumentationen bei Transaktionen jedes Jahr Milliardenumsätze verloren, schätzen Berater. Die Käufer kostet die Schlamperei im Datenraum Zeit und Mühe, doch die nehmen sie in Kauf. Kein Wunder, hilft ihnen doch jedes fehlende Dokument, den Preis für ein Objekt oder ein Portfolio zu drücken.Ausgabe 13 // 2012 ansehen
Thomas Gottschalk und Fernsehkoch Johann Lafer leisten sich eins in Deutschland. Angelina Jolie und Brad Pitt bewohnen eins in der Provence. Auch Nicolas Cage erlag ihrem Charme, kaufte sich eins in der Oberpfalz und konnte es sich dann doch nicht leisten. Die Rede ist von Schlössern und Burgen. Das Interesse Wohlhabender, sich historische Immobilien zu kaufen, ist in den vergangenen Jahren gestiegen, haben Maklerhäuser festgestellt. Doch wer in diese Liebhaberobjekte investiert, muss meist mit enormen Folgekosten rechnen und auf Rendite verzichten.Ausgabe 12 // 2012 ansehen
Die Mipim 2012 wird als Expo Real mit Meeresrauschen in die Geschichte eingehen. Wo in den meisten Vorjahren Marketing und Show im Mittelpunkt standen, pflegten die Messegänger diesmal vergleichsweise nüchtern ihre Kontakte, sie verhandelten konkret, es wurden Geschäfte gemacht - und die Messe war leerer als zuletzt, auch wenn Veranstalter Reed Midem 5% mehr Besucher gezählt haben will. Ausgabe 11 // 2012 ansehen
Wie attraktiv ist Ostdeutschland für Immobilieninvestoren? Diese Frage wird zurzeit am Aktienmarkt ausgetestet. Denn bis Ende nächster Woche muss die TAG bei Anlegern 131 Mio. Euro einsammeln, um damit 25.000 DKB-Mietwohnungen zu kaufen - manche davon in Städten wie Kyritz, Crimmitschau oder Gotha. Geht die Kapitalerhöhung durch, kann das dem Image der neuen Länder als Investmentstandort nur helfen. Denn damit steht es nicht zum besten.Ausgabe 10 // 2012 ansehen
Bislang hat die von vielen gefürchtete Welle fällig werdender Immobilienkredite keine Schreckensmeldungen verursacht. Warum? Weil die Banken in vielen Fällen stillhalten und die niedrigen Zinsen die Anschlussfinanzierung erleichtern. Doch die große Bewährungsprobe steht noch aus: 80 Mrd. Euro müssen bis Ende 2013 refinanziert werden, davon rund 21 Mrd. Euro aus verbrieften Darlehen. Grund zur Panik? Offensichtlich nicht.Ausgabe 09 // 2012 ansehen
Hauptsache sicher, lautet das Motto der deutschen Baufinanzierer. Aus Mangel an Anlagealternativen stürzen sich die Kreditgeber auf private Immobilienkäufer und nehmen dabei dünne Gewinnmargen in Kauf. Zahlreiche Institute berichten über satte Neugeschäftszuwächse. Auch Versicherungen und Großbanken mischen wieder munter mit und hoffen auf Cross-Selling-Geschäft. Die Jagd nach den Privatkunden ist in vollem Gange. Zur unverzichtbaren Waffe sind dabei die Kreditvermittler geworden.Ausgabe 08 // 2012 ansehen
"Deutschland ist zum Maßstab und zum stabilitätspolitischen Anker für Europa geworden. Und die deutsche Immobilienwirtschaft hat sich wie erwartet im Verlauf der Krise ebenfalls sehr stabil gehalten. Gönnen Sie sich also ein Glas Champagner." Es war eine frohe Botschaft, die der Volkswirtschaftler Wolfgang Wiegard den Besuchern des Jahreskongresses Quo Vadis in Berlin verkünden konnte. Doch er goss auch etwas Wasser in den Wein: Man müsse die Gefahr einer Vermögenspreisblase im Auge behalten.Ausgabe 07 // 2012 ansehen
Wohin mit dem ganzen Geld? Viele der knapp 19.000 Stiftungen in Deutschland stehen derzeit vor einem Dilemma, wenn es darum geht, ihr Vermögen zu erhalten bzw. Erträge damit zu erwirtschaften. Denn der hohe Sicherheitsanspruch bei der Kapitalanlage macht es schwer, Renditen über der Inflationsrate zu erzielen. Gut für die Immobilienwirtschaft: Viele Stiftungen setzen vermehrt auf Immobilien als Geldanlage.Ausgabe 06 // 2012 ansehen
Deutsche Architekten und Bauingenieure haben international ein gutes Renommee - aber ein dünnes Auftragspolster. German Engineering steht für integriertes und nachhaltiges Planen und Bauen, aber auch für Pingeligkeit und Sturheit. Der Akquise förderlich ist die politische Neutralität, weniger hilfreich sind die Bescheidenheit und die mangelnde politische Unterstützung. Doch es gibt auch positive Beispiele. Ausgabe 05 // 2012 ansehen
Die Euro-Krise motiviert viele Menschen, Geld in Immobilien zu investieren. Doch die Anbieter indirekter Immobilienanlagen profitieren davon nicht, die Anleger stecken ihr Geld lieber direkt in Wohnungen. Der Umsatz damit ist 2011 um 8,5% gestiegen. Die Preise für Neubau- Eigentumswohnungen um 7,3%. Ein Wachstum, von dem die Fondsbranche nur träumen kann.Ausgabe 04 // 2012 ansehen
Die Angst vor Einwohnerschwund macht Kommunen spendabel: Billiges Bauland, Zuschüsse, Babybetreuung - viele werben um Köpfe, allen voran um Familien mit Kindern auf der Suche nach den eigenen vier Wänden. Es geht auch ums Geld: Jeder Steuer zahlende Bürger kann jährlich Tausende Euro in die Stadtkasse spülen. Ob die Rechnung immer aufgeht, wird von manchem Ökonom bezweifelt. Bauträger jedoch profitieren vom Wettstreit der Städte. Ausgabe 03 // 2012 ansehen
Was hat es eigentlich für Folgen für ein Gebäude, wenn auf seine Außenfassade ein Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) gedübelt wird? Nur Gutes, sagt die Industrie. Anfälligkeit für Feuchteschäden, sagen eine Handvoll Architekten. Neutrale Statistiken mit realen Langzeitwerten gibt es dazu keine. Stattdessen werden rund um das Thema Massendämmung bauphysikalische Glaubenskriege ausgetragen. Ausgabe 02 // 2012 ansehen
"Sti-hil-le Nacht, fü-hnf Uhr acht, Deutschland schläft, wir sind wach, 300 Flieger, die Nerven sind blank, das Haus ist wertlos, die Lunge wird krank, lasst uns endlich in Ruuuuh, ma-acht die Landebahn zu." Mehrere tausend fluglärmentnervte Bürger machten wenige Tage vor Weihnachten im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens mit ihrer Version von Stille Nacht ihrem Ärger Luft. Die Angst geht bei ihnen um. Angst vor dem ohrenbetäubenden Lärm, der ihren Kindern den Schlaf raubt, der sie selbst krank macht und der ihre Häuschen und Wohnungen wertlos oder unverkäuflich werden lässt.Ausgabe 01 // 2012 ansehen