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Unternehmen | 12.04.2018

Aus IZ15/2018, S. 14

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Zeitdruck ist beim Ausbau der Regelfall

Quelle: Apleona, Urheber: Klaus Frahm
Seit der Modernisierung durch Apleona R&M verfügt die Hamburger UniCreditFiliale Neuer Wall 64 über eine auffällige Wendeltreppe.

Quelle: Apleona, Urheber: Klaus Frahm

Als Ausbauunternehmen muss Apleona R&M vielen Ansprüchen genügen. Für die Neumieter von Gewerbeimmobilien soll der Auftrag möglichst schnell erledigt sein, für die Bestandsmieter dürfen die Bauarbeiten dagegen keine Störungen verursachen. Weitere Herausforderungen liefern umfassende Revitalisierungen und Konzepte für moderne Bürowelten.

Zeitdruck sind die Mitarbeiter vom Münchner Unternehmen Apleona R&M Ausbau gewohnt. Wenn sich ein Mieter erst einmal für eine Fläche entschieden hat, will er diese nach Erfahrung von Geschäftsführer Helmut Willer auch so schnell wie möglich beziehen. "Bei Flächen bis 1.000 m² erledigen wir den Umbau innerhalb von acht Wochen." Für einen rund 40.000 m² umfassenden Auftrag im Frankfurter Eurotower benötigte der Dienstleister sieben Monate. "Dafür waren insgesamt 400 Leute im Einsatz", betont Willer.

Die Wurzeln von Apleona R&M Ausbau liegen im 19. Jahrhundert. Die 1887 gegründete Gesellschaft Rheinhold & Co., Hannover, und das 1896 entstandene Unternehmen C. & E. Mahla, Nürnberg, wurden 1928 von der Deutschen Korkindustrie aus Berlin übernommen und zunächst unabhängig voneinander weitergeführt. Nach mehreren Eigentümerwechseln und Umbenennungen wurden die beiden Unternehmen zu Rheinhold & Mahla verschmolzen. Einige Umfirmierungen und Übernahmen später (u.a. durch die Bayer AG) erwarb 2002 der Bilfinger-Konzern die Gesellschaft. Im Rahmen des Verkaufs der Bausparte von Bilfinger an den Finanzinvestor EQT erfolgte 2017 dann die Umbenennung in Apleona R&M.

War Rheinhold & Mahla vor allem in Einzelgewerken (u.a. Gebäudeisolation) tätig gewesen, ist das Dienstleistungsangebot von Apleona R&M heute breiter gefächert. "Wir bieten den Mieterausbau als Komplettlösung an", erklärt Willer. Inzwischen entfallen 60% bis 70% des Auftragsvolumens des Dienstleisters auf solche Gesamtpakete.

Apleona R&M steigt in der Regel in der Ausbauplanung ein und geht mit den Kunden durch ein virtuelles 3D-Modell des Gebäudes, um ihre Anforderungen zu ermitteln. Eine steuernde Funktion für R&M übernimmt die Schwestergesellschaft Apleona Real Estate Management (RE). "Wir erarbeiten sehr früh ein Konzept, wie die Mietflächen aussehen sollen", erklärt deren Geschäftsführer Ralf Lehmann. Apleona RE stelle dem Kunden verschiedene Bürovarianten vor und gebe schon beim ersten oder zweiten Besichtigungstermin eine Kostenschätzung ab.

Zunehmend fragen die Mieter moderne Bürowelten mit Flächen nach, die Raum für Kreativität und die Interaktion mit den Kollegen bieten. Außerdem stellt Apleona R&M derzeit ein starkes Interesse an Großraumbüros fest. "Die Büroformen durchlaufen aber eine Wellenbewegung", weiß Willer. Es seien auch wieder Zeiten zu erwarten, in denen das klassische Zellenbüro stärker nachgefragt wird, als es aktuell der Fall ist.

Neben den Anforderungen der Neumieter sind auch die Interessen der Bestandsmieter zu wahren. "Wir versuchen z.B., die Lärmbelastung für diese so gering wie möglich zu halten", erklärt Lehmann. Dies gelinge u.a. dadurch, dass die Bautätigkeiten schwerpunktmäßig außerhalb der Geschäftszeiten der Mieter stattfinden.

Ein großer Teil des Mieterausbaugeschäfts entfällt für Apleona R&M auf Revitalisierungen. "Es handelt sich häufig fast um einen Neubau", sagt Willer im Hinblick auf viele Immobilien, die bis auf den Rohbau zurückgebaut werden. Ein Beispiel für eine von Apleona R&M betreute Revitalisierung ist der Umbau des ehemaligen Essener Nordsternhauses. Das aus den 1950er Jahren stammende Gebäude, das künftig den Namen Freiheit 1 trägt, wird vom Projektentwickler Kölbl Kruse auf Vordermann gebracht. Im Juli will dort auf 4.700 m² eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einziehen. Nach den Vorgaben des Großmieters erledigt Apleona R&M derzeit als Generalunternehmer den schlüsselfertigen Innenausbau der siebengeschossigen Immobilie.

Im Herbst 2017 abgeschlossen hat das Ausbauunternehmen die Modernisierung der Hamburger Filiale der UniCredit Bank im Geschäftshaus Neuer Wall 64. Das Hamburger Team von Apleona R&M erledigte u.a. Abbruch- und Rohbauarbeiten, setzte den Trockenbau um und installierte Innentüren, Akustikdecken und Lichtsysteme.

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