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Anlagen | 05.04.2018

Aus IZ14/2018, S. 3

Von Peter Dietz

In diesem Artikel:
  • Personen:
    Matthias Leube
  • Immobilienart:
    Büro

Die Asiaten sind da, endlich!

Rund 6 Mrd. Euro haben Anleger aus dem Wirtschaftsraum Asien-Pazifik im vergangenen Jahr in deutsche Immobilien investiert. Colliers-Chef Matthias Leube erzählt, warum.

Collies International
Matthias Leube. Quelle:

Collies International

Immobilien Zeitung: Herr Leube, seit Jahren hören wir: Die Asiaten kommen und investieren groß in Deutschland! Wo sind sie denn?

Matthias Leube: Nun, im vergangenen Jahr haben sie mehr investiert als die Amerikaner. Das ist schon viel. Und sie kommen von einem recht niedrigen Niveau.

IZ: Wie viel haben sie denn hierzulande angelegt?

Leube: Immerhin 6 Mrd. Euro. Das ist fünfmal so viel wie 2016 und mehr als ein Zehntel des gesamten ausländischen Transaktionsvolumens.

IZ: Und was kaufen die Asiaten in der Regel?

Leube: Hauptsächlich Immobilien der Risikoklassen Core und Core plus. Value-add ist dagegen weniger beliebt. Interessant sind für Chinesen, Japaner und Koreaner vor allem Büroimmobilien, damit kennen sie sich aus, damit kommen sie gut zurecht.

IZ: Und wer sind die Investoren im Einzelnen?

Leube: Das sind in der Regel institutionelle Anleger, also Versicherungen, Pensionskassen und Staatsfonds, aber auch Reits aus Singapur.

IZ: Nun befinden sich bei uns die Renditen gerade in diesen Zielklassen auf Sinkflug. Was reizt die asiatischen Investoren an Deutschland?

Leube: Wir haben eine niedrige Leerstandsrate hierzulande. Ihre Erwartung konzentriert sich auf das mögliche Mietpreiswachstum. Und sie erkennen in der Chance, die Mieten bei Bürogebäuden in den deutschen Metropolen zu steigern, ein signifikantes Potenzial.

IZ: Wie geht das in den kommenden Jahren weiter? Wird noch mehr Kapital aus Asien nach Deutschland fließen?

Leube: In der Tendenz ja. Es ist noch viel Kapital auf dem globalen Markt, das nach Deutschland will. Wir gehen davon aus, dass dieses Jahr der Anteil der Asiaten am gesamten ausländischen Transaktionsvolumen stabil bei 10% bleibt. Und das sind ja nur die Direktinvestitionen. Es kommt noch einiges Kapital indirekt über Investmentmanager aus Asien, das wir nicht genau beziffern können.

IZ: Ist das Geschäft mit asiatischen Investoren schwieriger als mit Anlegern aus den USA oder Großbritannien?

Leube: Wenn man weiß, wie die Entscheidungswege in diesen Ländern laufen, nicht. Wichtig aber ist natürlich die Transaktions-sicherheit der Kunden.

IZ: Herr Leube, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Peter Dietz.

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