Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Unternehmen | 16.11.2017

Aus IZ46/2017, S. 2

Von Christoph von Schwanenflug

In diesem Artikel:

Signa in der 10%-Falle

Die Signa-Gruppe ist im Kaufrausch. Nach dem größten deutschen Immobiliendeal 2017 will René Benko als nächstes Kaufhof übernehmen. Das Entwicklergeschäft in Deutschland bleibt derweil auf der Strecke, schreibt IZ-Redakteur Christoph von Schwanenflug.

Quelle: Immobilien Zeitung
Christoph von Schwanenflug.

Quelle: Immobilien Zeitung

René Benkos Signa pumpt sich weiter auf. Für 1,5 Mrd. Euro verleibt sich Signa Prime, das Flaggschiff der Gruppe, fünf Vorzeigeimmobilien in Berlin, München, Hamburg und Frankfurt ein. Der sogenannte Primus-Deal beinhaltet auch die Komplettübernahme der Karstadt-Liegenschaft am Hauptbahnhof München.

Seit dem Verkauf durch das Highstreet-Konsortium 2014 ist Signa Prime inzwischen der vierte Eigentümer dieser total verbauten Karstadt-Preziose. Viel getan hat sich in dieser Zeit nicht auf dem Grundstück. Die Investoren haben zwar fleißig Buchwert auf Buchwert getürmt, die eigentliche Wertschöpfung, die all diesen wichtigtuerischen Transaktionen von Signature, Tristan, RFR und Signa jetzt langsam mal folgen müsste, ist derweil nur schemenhaft erkennbar. Immerhin hat Signa der Stadt im Juli ein "Konzept" vorgestellt.

"Wir zahlen vier bis sechs Prozent Cashdividende pro Jahr, dazu kommt die Wertsteigerung, sodass in der Summe jedes Jahr eine Gesamtrendite von über zehn Prozent herausschaut", vertraute Signa im April 2017 dem Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz an. Wie schafft man 10% Rendite, wenn man in einem überhitzten Markt von ausgeschlafenen Immobilienprofis, die nichts zu verschenken haben, an Topstandorten Trophy-Immobilien kauft, gleichzeitig aber, zumindest in Deutschland, kaum Projektentwicklung stattfindet? Das ist das große Geheimnis des René Benko.

Außer dem Umbau des ehemaligen Karstadt-Hauses in Stuttgart, dessen Vermietung an Primark und dem Verkauf der Entwicklung an eine Fondsgesellschaft haben die Österreicher als Entwickler hierzulande noch nicht viel bewegt. Groß einkaufen und groß ankündigen, das ist bisher die Strategie für Deutschland.

Dabei hat Signa in Berlin und München vielversprechende Projekte in der Schublade. Doch können diese überhaupt realisiert werden, wenn Benko seine Organisation schon wieder in das nächste große Investmentabenteuer jagt? Die rund 3 Mrd. Euro schwere Übernahme von Kaufhof samt 41 Immobilien steht an. Sobald dieser Deal durch ist (und die Chancen scheinen nicht so schlecht zu stehen), muss ein Großteil der Immobilien sofort wieder gedreht werden, denn irgendwo müssen die 10% ja herkommen. Wie viel Zeit bleibt da für die Immobilienarbeit?

Signa, das mit dem Kaufhaus Tyrol in Innsbruck und dem Goldenen Quartier in Wien große Erwartungen als Handelsimmobilienentwickler geweckt hat, wirkt im Moment eher wie eine Geldanlagemaschine für Superreiche. Wann baut Signa ein Kaufhaus Tyrol in Deutschland?

Legende:

  • Haus
  • Straßenabschnitt
  • Wohnquartier
  • Ortsteil
  • Ort
  • Bundesland / Land
  • Projekt

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!