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Märkte | 06.10.2017

Aus IZMessezeitung 03 Freitag/2017, S. 34

Von Jutta Ochs

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    GBI AG
  • Organisationen:
    Moses Mendelssohn Institut
  • Personen:
    Stefan Brauckmann
  • Immobilienart:
    Wohnen

Zwangsquote behindert Investment

Stefan Brauckmann macht den bereitwilligen Investoren lediglich Hoffnung auf die Zukunft.

Kann der geförderte Wohnungsbau zu einem lohnenden Investment werden? GBI hatte Marktanalysten und Entwickler zur Debatte geladen. Die Antwort lautete: eher nein.

Im Konferenzraum, den GBI gemietet hat, drängen sich die Zuhörer dicht an dicht. Der Vortragende, Stefan Brauckmann vom Moses-Mendelssohn-Institut, hat für die potenziellen Investoren in den geförderten Wohnungsbau eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute: "Der Bedarf an Kleinwohnungen mit subventionierten Mieten ist enorm." Der Anteil der Singles, die Anspruch auf eine geförderte Wohnung hätten, liege in den Metropolen bei mehr als 50%. Und die Anzahl der vorhandenen Sozialwohnungen ist wegen des Auslaufens der Bindungen im freien Fall. Kurz: "Es ist ein Produkt, dem niemals die Kunden ausgehen."

Die schlechte Nachricht: Ein verwirrendes Fördersystem, das in jedem der 16 Bundesländer anders organisiert ist, legt Investitionsfreude weitgehend lahm. Denkbar sei ein Einstieg für "konservative Anleger", die sehr langfristig orientiert und mit einer "Rendite oberhalb der Inflationsrate" zufrieden seien. Ob das Investment attraktiver werden könne, das sei jetzt vor allem eine Frage der Politik, die die Förderung anpassen und vereinheitlichen müsse. Das betreffe nicht nur den Stellplatzschlüssel von 1:1, sondern auch das Vereinfachen des Baurechts durch Musterwohnungstypen. Besteht eine Aussicht, dass die Politik, vor allem in Ländern und Kommunen, solche Einsicht zeigt?

Von den Projektentwicklern reagieren da einige sehr gereizt: "Die haben das doch gar nicht nötig!" Es werde einfach die "Zwangsquote" für neue Baugebiete - 30% oder sogar 40% geförderte Wohnungen - festgesetzt. Damit seien die Kommunen schnell und günstig raus. Die Anleger der Wohnassetklasse sind unisono verärgert: Es gebe so viel Bedarf an geförderten Wohnungen und es sei so viel Geld und Bereitschaft auf dem Markt - aber die politisch Verantwortlichen seien aktuell nicht in der Lage, dies zusammenzuführen.

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