Sie verwenden
iz.de als
Gastnutzer
Alle Leistungen ansehen
Tooltipp
{{counter.remaining}} {{counter.title}}

Sie haben einen Artikel verbraucht

Als registrierter Nutzer können Sie bis zu 10 Artikel pro Monat lesen - kostenfrei und unverbindlich

{{vm.izPaket[vm.user.izPaket].title}}

Ihre Leistungen

Politik | 28.09.2017

Aus IZ39-40/2017, S. 2

Von Bernhard Bomke

In diesem Artikel:
  • Organisationen:
    Bündnis 90 / Die Grünen, FDP, CDU
  • Personen:
    Frank Schäffler, Wolfgang Schäuble, Barbara Hendricks, Christian Lindner, Thomas Schäfer
  • Immobilienart:
    Wohnen, Einzelhandel

Schwarz-gelb-grüne Chance

Sollte die nächste Bundesregierung eine schwarz-gelb-grüne werden, steckt darin für die Immobilienbranche die Chance auf innovative Ideen. Nicht, weil ihr nun jeder Wunsch erfüllt wird, sondern weil die Partner in spe zu neuem Denken verdammt sind, meint IZ-Redakteur Bernhard Bomke.

Quelle: Immobilien Zeitung
Bernhard Bomke.

Quelle: Immobilien Zeitung

Nein, ein Spaziergang werden die sich abzeichnenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen gewiss nicht. Das hat nicht nur damit zu tun, dass hier vier Parteien zueinander finden müssten, sondern auch damit, dass es innerhalb der Gruppierungen höchst unterschiedliche Strömungen gibt. Ein Beispiel: Die FDP besteht nicht nur aus dem smarten Christian Lindner, der auf dem Tag der Immobilienwirtschaft im Juni zahlreiche konkrete Vorschläge für mehr Wohnungsbau formulierte und die Vermögensverteilung hierzulande als ungerecht bezeichnete. Für die FDP sitzen auch Typen wie der Euro-Kritiker Frank Schäffler im Bundestag.

Dennoch: Ein Bündnis aus diesen vier Parteien hat Charme, und zwar den Charme des Neuen. Es bietet die Chance auf konkrete Lösungen - und auf einen Bauminister, der mindestens so beherzt zu Werke geht wie die engagierte Amtsinhaberin Barbara Hendricks (SPD). Schlecht wäre es, wenn das Bauministerium - wie so oft in der Vergangenheit - an eine Person ginge, die nur irgendwie versorgt werden müsste. Ohne Engagement und Leidenschaft sind so große Themen wie mehr Wohnungsbau, mehr Klimaschutz im Gebäudesektor, bezahlbares Wohnen für wenig Betuchte, Städtebau im Zeitalter des Onlinehandels und der Abbau überflüssiger Bauvorschriften nicht zu stemmen. Es braucht einen Minister mit Ideen, nicht einen für Sprüche.

Doch zuvor müssen die möglichen Partner die vielen inhaltlichen Differenzen in konkrete Pläne verwandeln. Am einfachsten scheint das bei der Sonderabschreibung für die energetische Gebäudesanierung. Schwarz-gelb-grün wird sich rasch auf eine solche verständigen können. Die Mietpreisbremse wird wahrscheinlich weder verschärft noch sofort abgeschafft. Das könnte eine gesichtswahrende Lösung für alle sein. Die Chancen für eine Erhöhung der linearen AfA bei Wohngebäuden sind trotz des Widerstands der Grünen und von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gestiegen - vielleicht wird sie als Kompromiss nicht auf 3%, sondern nur auf 2,75% angehoben.

Bleiben immer noch genügend Zankäpfel. Einer davon ist die Befreiung von der Grunderwerbsteuer bei größeren Immobilientransaktionen (Share-Deals). Da wollen alle etwas anderes - und warten auf eine Reformidee des hessischen Finanzministers Thomas Schäfer (CDU). Könnte nicht schaden, wenn sich die vier einfach darauf verständigten, Schäfer Beine zu machen, der sich in dieser Frage schon viel Zeit gelassen hat. Auch so gehen Kompromisse.

In Netzwerken weiterempfehlen

Kostenfrei für Abonnenten

Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland

Unser Service für IZ-Abonnenten:
Alle Zwangsversteigerungen in Deutschland - täglich aktuell, übersichtlich geordnet und kostenfrei!