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Projekte | 11.05.2017

Aus IZ19/2017, S. 22

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Wohn-Allrounder für das Offenbacher Mainufer

Quelle: planA
So sollen die Marina Gardens nach der Fertigstellung im Frühjahr 2019 aussehen.

Quelle: planA

Offenbach. Die Umwandlung des Offenbacher Mainhafens vom einstigen Industrie- zum neuen Wohn- und Hochschulstandort geht einen weiteren Schritt voran: Der Projektentwickler Primus (Hamburg) hat sein Projekt Marina Gardens, Hafenallee 17-43, mit dem symbolischen ersten Spatenstich anlaufen lassen.

Auf einem rund 7.300 m² großen Grundstück sollen bis zum ersten Quartal 2019 123 Miet- und 69 Eigentumswohnungen sowie sechs in den Baukörper integrierte Townhouses entstehen - insgesamt rund 15.000 m2 Wohnfläche. 65 Mio. Euro wollen Primus, der Kapitalgeber Vivum (Hamburg) sowie die Taunus Sparkasse als Finanzierer in das Vorhaben investieren.

Die Mietwohnungen werden zwischen 30 und 130 m2 groß, die Eigentumswohnungen und Townhouses zwischen 50 m² und 170 m2. Eine Tiefgarage wird 68 Stellplätze bieten. Einige Mietwohnungen sind so geplant, dass sie sich leicht von Wohngemeinschaften nutzen lassen, insbesondere wenn in einigen Jahren die Hochschule für Gestaltung wie geplant auf ein Nachbargrundstück zieht. "Es gibt nur wenige vergleichbare Projekte, die ein so großes Spektrum an Wohnungsformaten bieten", sagte Primus-Geschäftsführer Achim Nagel im Gespräch mit der Immobilien Zeitung.

"Mit dem Wohnungsmix decken wir bis zu 75% der Nachfrage am Standort Offenbach ab", zitiert Vivum-Geschäftsführer Moritz Eversmann aus einer Studie, die er zur Bewertung des Projekts in Auftrag gegeben hat. Sein Haus stellt die rund 15% Eigenkapital des Vorhabens, die wiederum zu 90% aus Mezzaninekapital und zu 10% aus klassischem Eigenkapital besteht. Der hohe Mezzanineanteil und das damit verbundene Risiko brachte es mit sich, dass Vivum ungewöhnlich eng in die Planung eingebunden war - bis hin zur Mitentscheidung über die Zuschnitte der Wohnungen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies
Achim Nagel und Moritz Eversmann (4. u. 6. v. links) ließen die Bauarbeiten mit dem traditionellen Spatenstich beginnen.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Volker Thies

Für Primus ist es seit vielen Jahren das erste Projekt in der Rhein-Main-Region. Dass sein Unternehmen in Hamburg Erfahrung mit dem Bauen am Wasser gesammelt hat, war nach Einschätzung von Geschäftsführer Nagel ein Grund für den Sieg im vorangehenden zweistufigen Entwurfswettbewerb. Planer sind iA ilter Architekten und BB22 Architekten und Stadtplaner (beide Frankfurt). Inzwischen hat das Bauunternehmen Michel (Klingenberg) mit der Einrichtung der Baustelle für den Tiefbau begonnen. Der Hochbau befindet sich noch in der Ausschreibung. Nagel geht davon aus, dass die Hochbauarbeiten im dritten Quartal 2017 beginnen.

Die Vermarktung der Eigentumswohnungen ist im April 2017 über das Frankfurter Maklerhaus Mattheußer angelaufen. Sie sind in vier Gebäudequadern angesiedelt, die sich zum Main hin öffnen. Projektentwickler und Finanzier erwarten bis Ende Mai den Verkauf bzw. die Reservierung von rund 30% der Einheiten und Preise zwischen 4.200 und 4.800 Euro/m². "Das ist sehr attraktiv für Leute, die Frankfurt zu teuer finden", ist Eversmann überzeugt. Rund die Hälfte der Anfragen nach den Eigentumswohnungen kommen aus Frankfurt. Nagel hat die gute Anbindung zur Nachbarstadt sogar selbst getestet: Seine persönliche Bestzeit mit dem Fahrrad vom Frankfurter Hauptbahnhof zu Marina Gardens liegt bei knapp über 20 Minuten.

Die Mietwohnungen, die die Marina Gardens als Gebäuderiegel entlang der Hafenallee in Richtung Stadtmitte abschirmen, sollen während der Bauphase entweder komplett oder in zwei Tranchen an Investoren verkauft werden. "Diese beiden Varianten ermöglichen uns ein flexibles Angebot, das sowohl für klassische Kapitalsammelstellen als auch für Family-Offices und für vermögende Einzelpersonen interessant ist", sagt Nagel. Ein Volumen von 32 Mio. Euro oder etwas mehr erwartet er aus der Vermarktung der Mietwohnungen. Die zukünftigen Eigentümer können nach Einschätzung von Primus und Vivum mit rund 15 Euro/m2 Kaltmiete rechnen.

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