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Märkte | 11.05.2017

Aus IZ19/2017, S. 2

Von Dieter Grotepaß

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    RIS-Bau
  • Personen:
    Dieter Grotepaß
  • Immobilienart:
    Wohnen, Industrie

Wohnen geht auch neben Industrie

Es kann sich lohnen mit Besitzern von Industriebetrieben zu verhandeln, um Wohnungen in ihrer Nachbarschaft zu errichten. Die Baugebietsklasse Urbanes Gebiet wird solche Maßnahmen zusätzlich erleichtern, meint Dieter Grotepaß, Geschäftsführer des Bauträgers RIS-Bau in Leverkusen.

Quelle: RIS-Bau
Dieter Grotepaß.

Quelle: RIS-Bau

Der Unfall bei der BASF vor einigen Monaten darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Chemie- und Industriebetriebe in Deutschland sicher sind. Viele Unternehmen, die vor über hundert Jahren an damaligen Stadträndern entstanden, liegen in Anbetracht des Städtewachstums mittlerweile zentral und sind gut angebunden. Damit geraten sie in den Fokus für Wohnungsentwicklungen.

Zwei Gesetzesreformen beflügeln dies: Die Einführung des Urbanen Gebiets erlaubt in Städten mehr Dichte sowie eine stärkere Mischung aus Industrie, Gewerbe und Wohnen. Ferner erhöht die seit Jahresanfang geltende EU-Richtlinie Seveso III den Anwohnerschutz an Chemiebetrieben, ist aber gleichzeitig flexibler bei den Abstandsflächen.

Außerdem ist die Zeit aktuell günstig: Hohe Wohnungsmieten und Kaufpreise gewährleisten, dass solche aufwändigen Vorhaben für Entwickler rentabel realisiert werden können. Häufig sind solche Flächen viele Hektar groß und bieten dank historischer Fabrikhallen interessante Umnutzungsmöglichkeiten. Dabei sind zwei Möglichkeiten denkbar, mit Betreibern von Produktionsstandorten ins Geschäft zu kommen: Es kann ein Teil des Areals abgetrennt und mit Wohnraum bebaut werden. Oft finden sich nämlich ungenutzte Hallen und Verkehrsflächen auf dem Gelände, die eine Neuordnung gestatten. Außerdem eröffnen städtische Randlagen den Firmen bessere Expansionsmöglichkeiten, weil häufig Freiflächen angrenzen.

Zweitens ist auch ein Komplettumzug in ein Gewerbegebiet an der Peripherie denkbar. Dazu sind mehr Firmen bereit, als man denkt. Es fehlt ihnen oft das Know-how für Standortwahl und Grundstückssuche. Hier kann der Entwickler bei der Liegenschaftssuche helfen. Letztlich wissen auch betroffene Produktionsleiter, dass moderne Industrieflächen bessere logistische Abläufe und einen 24-Stunden-Betrieb ermöglichen.

Aber es gilt: Entwickler, die mit Produktionsfirmen Gespräche führen, benötigen einen langen Atem. Behörden, Firmenmitarbeiter und Öffentlichkeit müssen einbezogen werden. In Köln finden beispielsweise für ein Ex-Güterbahnhofsareal solche Planungen statt. In Leverkusen könnten im Stadtteil Manfort Industrieflächen für eine Wohnnutzung abgetrennt werden. In Frankfurt sollen Industrieparks in den Stadtteilen Höchst und Fechenheim Wohnbauparzellen abgetrotzt werden.

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