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Märkte | 20.04.2017

Aus IZ16/2017, S. 20

Von Volker Thies

In diesem Artikel:

Rekord dank Share-Deals

Frankfurt. Der reale Umsatz am Immobilienmarkt war 2016 vermutlich deutlich höher als die 6,7 Mrd. Euro, die der zuständige Gutachterausschuss erfasst hat. Grund dafür sind nach Berechnungen des Maklerhauses Aengevelt die Share-Deals, die in der offiziellen Statistik nicht auftauchen.

Möglicherweise hat Frankfurt dank Share-Deals im vergangenen Jahr einen Höchststand der Grundstücksgeschäfte erreicht. Aengevelt kommt auf rund 3,2 Mrd. Euro Umsatz mit derartigen Transaktionen. Nach dieser Berechnung hätte der gesamte Geldumsatz mit Grundstücken in Frankfurt im vergangenen Jahr bei 9,7 Mrd. Euro gelegen, rund eine halbe Milliarde Euro mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007. Der Gutachterausschuss liegt mit seinen 6,7 Mrd. Euro deutlich darunter. "Es sind so viele Share-Deals wie nie zuvor, und das liegt ganz klar an der Anhebung der Grunderwerbsteuer in den vergangenen Jahren", erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Wulff Aengevelt, als er in Frankfurt den City Report des Unternehmens präsentierte. Da Share-Deals zur Steuervermeidung genutzt werden können, wachse mit der steigenden Steuerbelastung ihre Attraktivität.

Auch beim Büroleerstand regt die Researchabteilung von Aengevelt eine etwas andere Betrachtungsweise als die offizielle Statistik an. Zwar geht auch das aus Düsseldorf stammende Maklerunternehmen von rund 1,2 Mio. m² ungenutzter Bürofläche in Frankfurt aus. Wenn man aber die Fluktuationsreserve durch das normale Umzugsgeschehen und einige weitere Faktoren einrechne, komme man auf lediglich rund 540.000 m2 Angebotsüberhang, was einer Quote von 4,5% entspricht. "Dennoch ist auch das ein erheblich höherer Wert als an den übrigen großen Bürostandorten Düsseldorf, Berlin, Hamburg und München", betont Wulff Aengevelt.

Die Angebotsreserve wird nach seiner Einschätzung in den kommenden Jahren weiter zurückgehen, zumal von den rund 168.000 m² Bürofläche, die bis Ende 2017 voraussichtlich gebaut werden, bereits 80% vorvermietet sind oder im Auftrag von Eigennutzern entstehen.

Die Spitzenrendite am Frankfurter Markt sinkt nach Berechnungen des Maklerhauses weiter. Bei den Bürohäusern in Citylagen ist sie von Ende 2015 bis Ende 2016 um 0,3 Prozentpunkte auf 3,9% zurückgegangen, bei Bestandsmehrfamilienhäusern um 0,25 auf 3,75%. In diesem Jahr werde sich dieser Trend fortsetzen.

Für 2017 hält Chiara Aengevelt, die sich als geschäftsführende Gesellschafterin besonders auf die Frankfurter Niederlassung fokussiert, ein Investitionsvolumen von bis zu 6 Mrd. Euro in Asset-Deals für möglich. Die Investoren würden sich verstärkt Core-plus-Objekten zuwenden und seien dazu bereit, höhere Risiken in Gestalt von Forward-Funding-Deals für spekulative Bürohäuser oder Value-add-Objekte im Bestand einzugehen. Wegen des stetigen Einwohnerwachstums blieben Wohninvestments weiter interessant. Allerdings sei im Luxussegment möglicherweise der Gipfel der Preisentwicklung erreicht.

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