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Märkte | 16.03.2017

Aus IZ11/2017, S. 2

Von Dominik Ritter

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Van de Knight Real Estate
  • Personen:
    Dominik Ritter
  • Immobilienart:
    Wohnen

Globalverkauf hilft allen

Der Trend zum Globalverkauf von Wohnungsprojekten ist auch nützlich für die Gesellschaft. Denn erst so wird es möglich, den Bau großer Volumina tatsächlich umzusetzen, meint Dominik Ritter, geschäftsführender Gesellschafter von Van de Knight Real Estate.

Quelle: Van de Knight Real Estate
Dominik Ritter.

Quelle: Van de Knight Real Estate

Ein Trend, der sich im Jahr 2017 aller Voraussicht nach noch verstärken wird, ist der Globalverkauf von Wohnprojektentwicklungen an institutionelle Investoren. Die Vorteile für institutionelle Investoren sind unmittelbar ersichtlich - krisenresistente Cashflows als Diversifikation innerhalb der Assetklasse Immobilien. Dass dies auch gesellschaftlich zu befürworten ist, liegt hingegen nicht unmittelbar auf der Hand. Der Grund hierfür sind die Entwicklungen von Mitte des letzten Jahrzehnts, als Paketkäufe durch ausländische Investoren in Verruf gerieten. Im Unterschied zu damals bieten sich der Immobilienbranche und der Gesellschaft als Ganzem diesmal erhebliche Vorteile.

Das Thema hat innerhalb der letzten 24 Monate zunehmend an Bedeutung gewonnen, da nun mehr und mehr Bauträger und Entwickler die Vorteile des Globalverkaufs erkennen. Durch die Zusammenarbeit mit Versicherungen, Pensionskassen und Family-Offices erlangen sie erhöhte Planungssicherheit und sind darüber hinaus auf einmal in der Lage, mehrere Hundert anstatt mehrere Dutzend Einheiten zu realisieren, ohne dass hierfür neue Kapazitäten aufgebaut werden müssten. Zudem können Entwickler schon in der Ankaufsphase von der Expertise und dem Wissenstransfer der Geschäftspartner profitieren, da diese bereits in ähnliche Projekte investiert haben und somit Erfahrung und Best-Practice-Beispiele mitbringen. Darüber hinaus sprechen auch betriebswirtschaftliche Gründe für den Globalvertrieb: Deutlich reduzierte Vertriebskosten, keine Restanten und höhere Vorverkaufsquoten lassen die Finanzierungskosten sinken.

Welchen Nutzen ziehen nun Gesellschaft und Politik, wie oben behauptet, aus dieser Entwicklung? Die vermehrte Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Investoren kann die ausgerufene "Wohnungsbauoffensive" zur Förderung "Urbaner Gebiete" und Quartiere befeuern. Es würde sich somit nicht mehr nur um schöne Worte handeln, sondern der Globalvertrieb stellt nun den Transmissionsriemen dar, der es ermöglicht, große Volumina im Wohnbereich tatsächlich zu erzeugen.

Abschließend darf nicht vergessen werden, dass es weitere positive Effekte gibt. Die überwiegende Mehrzahl der Investoren, die im Moment Wohnprojekte kaufen, sichern auf diese Weise Pensionsansprüche, Renten- und Lebensversicherungen ab und tragen zur Altersvorsorge bei. Darin ist einer der gesellschaftlichen Hauptunterschiede zu den Ereignissen von vor zehn Jahren zu sehen, der den Trend zum Globalverkauf auf nachhaltige Füße stellt.

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