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Projekte | 26.01.2017

Aus IZ04/2017, S. 20

Von Friedhelm Feldhaus

In diesem Artikel:

Die Hafencity soll 2017 kräftig wachsen

Bild: ff
Jürgen Bruns-Berentelg, Chef der HafenCity Hamburg, vor den ersten Gebäuden, die am Baakenhafen im Bau sind. Im Laufe des Jahres sollen alle Grundstücke an dem langgezogenen Hafenbecken im Bau sein.

Bild: ff

Hamburg. Die Hafencity ist bei den Elbbrücken angekommen. Drei Grundstücke im Elbbrückenquartier sind bereits vergeben. Die ersten Hochhausgrundstücke werden in diesem Jahr ausgeschrieben. Insgesamt gehen 2017 in der Hafencity 320.000 m2 BGF in die Realisierung. Darunter auch das Quartier Strandkai vis-à-vis der Elbphilharmonie sowie weite Teile der Bebauung am Baakenhafen.

In großen Schritten eilt die Hafencity gen Osten Richtung Elbbrücken, "dem zweiten urbanen Geschäfts- und Wohnquartier der Hafencity", so Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg. Das östlichste Quartier der Hafencity wird zugleich mit geplanten 560.000 m2 BGF auch das größte. 1.100 Wohnungen sowie Raum für 13.000 Arbeitsplätze sollen hier entstehen - etwa in bis zu 150 m hohen Skyscrapern zwischen den Elbbrücken.

"Der gewerbliche Schutzgürtel für das innenliegende Wohnen wird kein Entwicklungshemmnis", kommentiert Bruns-Berentelg Zweifel an der Vermiet- und Vermarktbarkeit der großen und - in den Hochhäusern - sicherlich nicht ganz günstigen Büroflächen. Tatsächlich verweisen Hamburger Makler vor dem Hintergrund des aktuell knappen Angebots großer, moderner Büroflächen in der City inzwischen regelmäßig auf das mittelfristige Flächenpotenzial an den Elbbrücken.

Ende 2018 wird die U4-Station Elbbrücken eröffnen, die ab 2019 über eine gläserne Fußgängerbrücke mit der dann ebenfalls fertigen S-Bahnstation verbunden wird. Zu diesem Zeitpunkt soll auch der hektargroße Amerigo-Vespucci-Platz am Kopf des Baakenhafens der Öffentlichkeit übergeben werden.

Drei Grundstücke im östlichsten Quartier sind bereits vergeben. Wie berichtet, soll ab Mitte 2018 mit Baukosten von 70 Mio. Euro ein Präventionszentrum für die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) sowie für die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) entstehen. Hier läuft der Architektenwettbewerb.

Baufeld 118 wurde an Enerparc vergeben, ein international agierendes Unternehmen für den Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen. Auf Baufeld 110 soll ein 24.500 m2 großes, "innovatives High-Tech Smart-Building" errichtet werden. Nach Marktinformationen hat die OVG Real Estate den Zuschlag bekommen.

Auf dem Baufeld 119 sieht Bruns-Berentelg ein international orientiertes Konferenzhotel, das Veranstaltungen mit bis zu 1.300 Tagungsteilnehmern aufnehmen kann. Die ersten Grundstücke für die zwischen den Elbbrücken geplanten, bis zu 150 m messenden Hochhäusern sollen noch 2017 ausgeschrieben werden.

Doch kein Gebäude geht in diesem Jahr im östlichsten Quartier in den Bau. Zu den 180.000 m2, die aktuell im Bau sind, kommen 2017 weitere 320.000 m2 in 20 Gebäuden hinzu. Sie werden primär im südlichen Überseequartier, am Strandkai sowie am Baakenhafen angepackt.

Rund 970 Mio. Euro investiert Unibail Rodamco in das südliche Überseequartier, mit insgesamt 280.000 m2 BGF das "großstädtischste und zugleich besucherintensivste Quartier der Hafencity", sagt der Stadtentwickler Bruns-Berentelg und ergänzt mit einem kleinen Lächeln: "Allerdings liegt der Anteil des Einzelhandels im gesamten Überseequartier bei nur 23%. Daher ist der in öffentlichen Diskussionen verwendete Begriff Shoppingcenter nicht ganz korrekt."

Zudem werden im gesamten Überseequartier 1.100 Wohnungen, 97.000 m2 BGF Bürofläche, 1.100 Hotelbetten, 16.000 m2 Gastronomie sowie 14.000 m2 für Kultur entstehen. Und das Kreuzfahrtterminal wird mit 8.000 m2 doppelt so groß, wie ursprünglich geplant. Bruns-Berentelg sagt: "Bis 2021 werden alle Gebäude im Überseequartier fertiggestellt sein - fast alle." Aus baulogistischen Gründen werden das Bürogebäude des Architekten Christian de Portzamparc am Magdeburger Hafen sowie das nordöstlichste Gebäude anschließend errichtet. Die Vorweggenehmigungsreife liegt vor. Der Bauantrag soll in den nächsten neun Monaten eingereicht werden.

Nachdem die Elbphilharmonie eingeweiht ist, wird gegenüber auf dem Strandkai mit den Bodenarbeiten für insgesamt 500 Wohnungen begonnen. Dazu gehören zwei von Aug. Prien entwickelte Wohnhochhäuser nach Entwürfen der Architekten Hadi Teherani, Hamburg, sowie IngenhovenArchitects, Düsseldorf, mit 160 hochpreisigen Eigentumswohnungen. Der Startschuss für den Hochbau soll 2018 fallen. Auch Engel & Völkers beginnt mit seinem Büro- und Wohnprojekt in Nachbarschaft zum Marco-Polo-Tower im ersten Halbjahr 2017.

Zahlreiche Projekte starten 2017 auch am Baakenhafen. Seit dem Frühsommer 2015 baut DS-Bauconcept ein Familienhotel für die Jufa-Gruppe mit 220 Zimmern. Justus Grosse Projektentwicklung, Bremen, errichtet gleichzeitig 150 öffentlich geförderte und frei finanzierte Wohnungen. Benachbart wurde im Mai 2016 mit den Bauarbeiten des von der Garbe Group entwickelten Campus-Tower begonnen. Zu dem Projekt gehören ein 15-geschossiger Büroturm für Start-ups und Gründer, der auch ein Business-Center der gegenüberliegenden HafenCity-Universität (HCU) aufnimmt sowie den Hauptsitz der Garbe Group. Am Baakenhafen werden geförderte Mietwohnungen sowie Eigentumswohnungen errichtet.

"In der östlichen Hafencity entstehen 3.000 Wohnungen", erklärt HafenCity-Chef Bruns-Berentelg. "Davon sind 2.000 anhandgegeben, zum Teil bereits im Bau. Der Anteil öffentlich geförderter Wohnungen liegt im Quartier Baakenhafen bei 39%." In diesem Jahr sollen alle übrigen Grundstücke vergeben werden - bis auf das Baakenhöft, das für ein besonderes Projekt reserviert bleibt.

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