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Unternehmen | 26.01.2017

Aus IZ04/2017, S. 13

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Kalo-Gruppe, Urbana, Power Plus Communications, BM Bayern Mess
  • Organisationen:
    Land Hamburg, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
  • Personen:
    Jan-Christoph Maiwaldt
  • Immobilienart:
    Wohnen

Maiwaldt begibt sich auf digitalen Kurs

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Urbana- und Kalo-Chef Jan-Christoph Maiwaldt.

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Jan-Christoph Maiwaldt, Chef des Energiemanagers Urbana und des Messdienstleisters Kalo, bringt die Schwesterunternehmen auf einen neuen Kurs, um den steigenden energetischen Anforderungen und dem digitalen Wandel gerecht zu werden. U.a. setzt er auf Smartmeter-Gateway-Technik, die einen schnellen und sicheren Austausch von Verbrauchsdaten gewährleisten soll.

Der Veränderungsdruck ist für die beiden Hamburger Unternehmen groß. "Die Energiewende beschäftigt uns sehr stark", sagt Maiwaldt. Die gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz von Heizanlagen seien enorm gestiegen. Dezentrale Wärmekonzepte auf Basis erneuerbarer Energien seien auf dem Vormarsch - eine Entwicklung, an der Urbana mit Contracting-Modellen partizipieren kann. Die Stadt Hamburg entwickelt z.B. bereits Konzepte für eine gesamtstädtische Wärmeplanung, die die Energieeinspeisung aus entsprechenden Anlagen berücksichtigen. Die notwendigen Daten für Energieangebot und -nachfrage werden dann in ein Wärmekataster eingepflegt. Ein weiteres künftiges Tätigkeitsfeld sieht Maiwaldt in der Steuerung der Solarstromeinspeisung.

"Wir bewegen uns in einem Spannungsfeld zwischen Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit", erklärt der Vorstandsvorsitzende. Künftige Aufgabe sei es, Lösungen zu entwickeln, mit denen Kunden ihre Immobilien klimaintelligent steuern können. Damit schließt der Unternehmensleiter die Brücke zur Digitalisierung, dem zweiten Thema, das ihn derzeit antreibt. "Unsere Kunden digitalisieren sich und wir müssen ihre Schnittstellen beliefern." Um z.B. den Betriebskostenabrechnungsprozess zu beschleunigen, kooperiert Kalo mit Energieerzeugern. Der Dienstleister kombiniert dazu deren Rechnungsdaten mit den selbst per Submetering erfassten Daten.

Außerdem will Maiwaldt die Übertragung der Verbrauchsdaten sicherer machen. Die bisherigen proprietären Systeme, bei denen der Ableser am Haus vorbeigehen muss, um die Heizungsverteiler abzulesen, hält Maiwaldt trotz Funktechnik nicht mehr für zeitgemäß. Stattdessen forciert er den Einsatz sogenannter Smartmeter-Gateways. Dabei handelt es sich um eine verschlüsselte Breitbandverbindung zu elektrischen Zählern. Sind diese installiert, braucht kein Mitarbeiter mehr zur Ablesung rauszufahren.

Kalo hat deshalb im vergangenen Jahr eigens einen entsprechenden Technikproduzenten erworben: Power Plus Communications (PPC), Mannheim. Dieser hat sich dem anspruchsvollen Zertifizierungsprozess des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik unterworfen und ist damit Technologiepartner für den ab diesem Jahr in Deutschland vorgeschriebenen Rollout von intelligenten und sicheren Messsystemen.

Kalo ist mit dem Smartmeter-Gateway bereits auf dem Markt. Dieser soll dem Dienstleister zudem bei der Umsetzung einer weiteren Geschäftsidee helfen: der Bündelung von Messdienstleistungen. Bislang werden hierzulande Strom, Wasser und Gas in der Regel von verschiedenen Akteuren abgelesen. Kämen diese Leistungen gebündelt aus einer Hand, würden davon aus Maiwaldts Sicht auch die Eigentümer profitieren. Die dabei in eine gemeinsame Plattform einfließenden Daten würden ihnen zudem bessere Informationen bieten als ein Wärmekataster. "Gerade für große Wohnungsbestandshalter ist das interessant." Für diese falle das Kosten-Nutzen-Verhältnis besser aus.

Um den neuen Aufgaben gerecht zu werden, hat Maiwaldt die Mitarbeiterzahl um etwa 10% aufgestockt und schult außerdem die bestehenden Mitarbeiter. Zusätzlich beschäftigt er sich stark mit Start-ups, um neue Ideen zu gewinnen, wie sich aus dem Datenbestand weiterer Nutzen für die Kunden ziehen lässt. Den eigenen Umsatz konnte die Unternehmensgruppe im vergangenen Jahr von 210 Mio. auf 215 Mio. Euro steigern. Dabei wuchs sie auch anorganisch. Neben PPC erwarb sie BM Bayern Mess aus Bergkirchen-Feldgeding. Mit dem Ankauf des Messdienstleisters wollen die Hanseaten im süddeutschen Raum expandieren.

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