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Märkte | 19.01.2017

Aus IZ03/2017, S. 23

Von Alexander Heintze

In diesem Artikel:

Kaufrausch zum Jahresende

Etwa 100 Mio. Euro investierte die Art-Invest 2016 in das Parkstadt Center sowie das benachbarte Rilano-Hotel in München-Schwabing.  Eckhart Matthaeus/em-foto.de
Etwa 100 Mio. Euro investierte die Art-Invest 2016 in das Parkstadt Center sowie das benachbarte Rilano-Hotel in München-Schwabing.

Eckhart Matthaeus/em-foto.de

München. Zahlreiche Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich hieven den Investmentumsatz auf mehr als 6,5 Mrd. Euro. Das Jahr brachte einen neuen Rekordpreis für ein einzelnes Objekt und eine Geldschwemme zum Jahresende.

Der Münchner Investmentmarkt beendet das Jahr 2016 mit einem neuen Rekordergebnis. Nach den Zahlen von Colliers International sind in der bayerischen Landeshauptstadt zum Jahresende 6,86 Mrd. Euro mit Gewerbeimmobilien umgesetzt worden. Das sind 1 Mrd. Euro mehr als im Jahr zuvor. Andere Maklerhäuser kommen auf einen Gesamtumsatz zwischen 6,4 Mrd. Euro und 6,6 Mrd. Euro.

Dabei sah es lange Zeit nach einem ruhigen Jahr aus. Zu Beginn des Jahres waren viele Makler skeptisch, ob sich das gute Ergebnis von fast 6 Mrd. Euro aus dem Vorjahr überhaupt erzielen lasse. Kurz vor Jahresende verfielen die Investoren aber in einen wahren Kaufrausch. Im vierten Quartal explodierte der Umsatz auf 3,2 Mrd. Euro, meldete JLL. Von den 18 Transaktionen, die jenseits der 100-Mio.-Euro-Marke stattfanden, gab es elf in den letzten drei Monaten des Jahres. Nie zuvor sei so viel Geld innerhalb von drei Monaten in einen Markt geflossen, resümiert Andreas Eichwald von JLL. Darunter waren die großen Transaktionen wie die Bürogebäude in der St.-Martin-Straße 76 und das Media Works am Ostbahnhof, die durch den Verkauf der Officefirst an den US-Investor Blackstone den Besitzer wechselten. Einen großen Anteil hatte der Verkauf der HighLight Towers für 500 Mio. Euro an die CommerzReal kurz vor Jahresende. Laut CBRE war das die bisher teuerste Einzeltransaktion auf dem Münchner Markt.

Das Geld saß nicht nur am Jahresende locker. WealthCap sicherte sich für 293 Mio. Euro die BayWa-Türme und BNP Paribas Real Estate Investment Management gab für das Nove im Arnulfpark geschätzte 270 Mio. Euro aus. Größte Transaktion im Einzelhandel war der Kauf des Karstadthauses am Hauptbahnhof durch die österreichische Signa. Mit 140 Käufen und Verkäufen war der Handel in anderen Segmenten ebenfalls rege. Laut CBRE wurde vor allem im Segment zwischen 10 Mio. Euro und 50 Mio. Euro knapp 3% mehr investiert als im Vorjahr.

Zu teuer scheint es dabei nicht zu geben. "Die Dynamik am Vermietungsmarkt hat die Käufer beflügelt", beobachtet Eichwald. Neben Asset-Managern, die ihre Portfolios umschichteten, verkauften vor allem Projektentwickler. Ihnen spielt der Markt derzeit besonders in die Karten, da sich selbst Objekte mit einem Rest an Leerstand zu Höchstpreisen verkaufen lassen.

Insgesamt gehen fast 75% der Transaktionen auf den Büromarkt zurück. Hier sank die Spitzenrendite laut Colliers auf 3,3%. Mit Einzelhandelsimmobilien wurden rund 827 Mio. Euro umgesetzt. Das entspricht einem Marktanteil von 13%. Zurückgegangen ist die Zahl der Hotels, die den Eigentümer wechselten. Hier lag der Umsatz bei 421 Mio. Euro. Jeweils knapp 4% des Transaktionsvolumens machten Entwicklungsgrundstücke (245 Mio. Euro) und Logistikobjekte (238 Mio. Euro) aus. Die Spitzenrenditen betragen im Einzelhandelssegment laut Colliers noch 2,9%, bei Logistikobjekten liegen sie bei 5,4%.

Stefan Striedl von CBRE rechnet damit, dass die Risikobereitschaft, in Projektentwicklungen zu investieren, zunehmen werde. Allerdings ist die Zahl der neu errichteten Gebäude nach wie vor gering. Möglich scheint aber, dass 2017 einige Gebäude auf den Markt kommen werden, die vor ein bis zwei Jahren projektiert wurden. Darunter könnte das Kap West des Frankfurter Projektentwicklers OFB am Hirschgarten mit rund 40.000 m2 Geschossfläche sein. Einen Käufer sucht nach Informationen der Immobilien Zeitung bereits der Projektentwickler Reiß Real Estate für sein Bürohochhaus Highrise One an der Rosenheimer Straße 141 mit rund 18.500 m2 Mietfläche. Das Transaktionsvolumen dürfte sich daher 2017 wieder um die Marke von 6 Mrd. Euro bewegen.

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