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Ihre Leistungen

Unternehmen | 19.01.2017

Aus IZ03/2017, S. 11

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:
  • Unternehmen:
    Treureal, FaMaP
  • Personen:
    Christian Huster
  • Immobilienart:
    Wohnen

Mit viel Hightech dem Wasserschaden auf der Spur

Thomas Max Müller/<a href=" http://www.pixelio.de " target="_blank">pixelio.de</a>
Ein behobener Wasserschaden. Oft ist zunächst die genaue Ortung des Schadens das Hauptproblem.

Thomas Max Müller/pixelio.de

Wasser, das in ein Gebäude eindringt, kann schnell hohe Folgeschäden verursachen. Property-Manager Treureal hat deshalb mit FaMaP ein Team von Spezialisten im Einsatz, das in kurzer Zeit Leckagen aufspürt und sofortige Gegenmaßnahmen in die Wege leitet. Dabei ist viel Hightech gefragt.

Für Treureal Gebäudeservice ist das Wasserschadenmanagement eine Art "Feuerwehr". Die Aufträge, die die Münchner Tochtergesellschaft FaMaP des Mannheimer Unternehmens übernimmt, sind meist mit einem gewissen Zeitdruck verbunden, damit keine Folgeschäden auftreten. "Wir haben eine Schadenminderungspflicht", erklärt FaMaP-Geschäftsführer Christian Huster. Zunächst geht es darum, den Ursprung des Wassers ausfindig zu machen, denn nicht jeder Wasserschaden ist visuell wahrnehmbar. Oft fällt es erst auf, dass in Räumlichkeiten etwas nicht stimmt, wenn wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit Schimmel entsteht.

Deshalb rücken die speziell geschulten Trocknungstechniker des Unternehmens Wasserschäden mit Hightech zu Leibe. Per Videoendoskopie werden dazu z.B. Hohlräume im Mauerwerk inspiziert. Widerstands- und Dielektrizitätsmessgeräte, die elektrische Ströme durch die Mauer leiten, zeigen an, wo diese feucht ist. Gerade für die Leckortung in Fußbodenheizungen kommen auch Wärmebildkameras oder Suchmittel zum Einsatz, die unter Einsatz von UV-Licht leuchten. Die genannten Maßnahmen verursachen keine Schäden an der Gebäudesubstanz. Teils muss aber auch die Schadstelle geöffnet werden, um Unsicherheiten auszuschließen. "Vieles ist Erfahrungssache, mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für die Wasserschäden", weiß der FaMaP-Geschäftsführer.

Der Dienstleister dokumentiert mit Fotos, wo eine Leckage geortet wird und beauftragt Installateure, die den Schaden beheben. Zudem sind schadensmindernde Sofortmaßnahmen, wie z.B. ein Rohr zu flicken oder Wasserleitungen zu sperren, erforderlich. Deshalb agiert das Technikerteam auch außerhalb der normalen Geschäftszeiten. "Vieles kann aber auch schon der Hausmeister vor Ort regeln", sagt Huster.

Eine weitere Aufgabe, die FaMaP übernimmt, ist die Trocknung des Gebäudes. Das dafür eingesetzte Material reicht vom Wasserstaubsauger bis zu speziellen Trocknungsgeräten. Ist z.B. der Fußboden "abgesoffen", arbeitet das Unternehmen mit einem Unterdruckverfahren. Dazu bringt es Bohrungen an, über die die feuchte Luft aus dem Boden angesaugt wird und dann im Raum mit einem Kondensationsgerät getrocknet wird. "Wir müssen aber zunächst analysieren, aus welchen Materialien der Boden besteht", sagt Huster. Nicht jedes Verfahren eigne sich für jeden Baustoff.

FaMaP deckt die gesamte Palette von Wasserschäden ab, vom Rohrbruch bis zum Löschwasserschaden im Fall eines Brandes. Vorbeugen kann man dem Unbill aus Husters Sicht nur bedingt. Teilweise könne ein Instandhaltungsstau das Entstehen von Wasserschäden begünstigen. "Ältere Anlagen sind aber nicht immer automatisch schlechter." Teils verfügten ältere Gebäude sogar über ein haltbareres Leitungsnetz.

Fast jede Woche beschäftigt FaMaP allerdings das Thema Silikonfugen. Sind diese undicht, kann Wasser z.B. in der Dusche hinter die Fliesen gelangen und sogar bis zu Nachbarwohnungen vordringen. Eine Besonderheit von FaMaP sind für Huster die kurzen Entscheidungswege und Reaktionszeiten. Die Zusammenarbeit zwischen dem Wasserschadenmanagement und der Schadensabteilung von Treureal sei gut. Gleiches gelte für den Kontakt zu den Gebäudeversicherungen. Diesen könne das Unternehmen in der Regel binnen zwei Tagen ein Sanierungsangebot vorlegen.

Der Dienstleister ist einerseits für den von der Immobiliengruppe Rhein-Neckar betreuten Bestand verantwortlich. Andererseits übernimmt er aber auch Aufträge für Drittunternehmen. Der Bedarf für das Wasserschadenmanagement sei in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Das bislang vor allem in Bayern aktive Unternehmen FaMaP will deshalb regional wachsen. Auch bei der Immobiliengruppe Rhein-Neckar, zu der Treureal seit dem vergangenen Jahr gehört, sieht man Ausbaupotenzial für das Spezialgeschäft. Neben dem Wasserschadenmanagement bietet FaMaP auch Hausmeisterdienste und die Gebäudereinigung an.

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