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Unternehmen | 12.01.2017

Aus IZ01-02/2017, S. 11

Von Lars Wiederhold

In diesem Artikel:

Spie kauft Energiedienstleister

Die Techniker von Spie-Konzern bekommen bald über 8.000 neue Kollegen vom Langener Energiedienstleister SAG.  Spie
Die Techniker von Spie-Konzern bekommen bald über 8.000 neue Kollegen vom Langener Energiedienstleister SAG.

Spie

Der Spie-Konzern mit Sitz im französischen Cergy hat eine Vereinbarung über den Kauf des Energiedienstleisters SAG aus dem hessischen Langen unterzeichnet. Verkäufer ist ein Unternehmen des Finanzinvestors EQT.

Das Volumen der Transaktion beträgt laut Spie rund 850 Mio. Euro inklusive Pensionsrückstellungen nach Steuern in Höhe von 390 Mio. Euro. Der Konzern finanziert die Übernahme mit einem Brückenkredit. Die Nettofinanzverschuldung soll 460 Mio. Euro betragen. Spie geht wegen des starken Cashflows beider Unternehmen von einer kontinuierlichen Entschuldung aus. Der Konzern erwartet vom Ankauf einen Anstieg des bereinigten Ergebnisses pro Aktie um 12% in diesem Jahr und 15% 2018. Bei Beschaffungs-, Verwaltungs- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen will Spie innerhalb von zwei Jahren Synergien vor Steuern in Höhe von 20 Mio. Euro erzielen.

SAG blickt auf eine 100-jährige Firmengeschichte zurück. Das Unternehmen ist Service- und Systemlieferant für Strom-, Gas-, Wasser- und Telekommunikationsnetze und bietet zudem Projektmanagement, Ingenieurleistungen und Instandhaltungsdienste an. Es beschäftigt etwa 8.100 Mitarbeiter an 170 Standorten im In- und Ausland. Der Dienstleister erwartet für 2016 Umsatzerlöse von rund 1,3 Mrd. Euro und ein Ebita von etwa 77 Mio. Euro. Drei Viertel des Umsatzes generiert das Unternehmen in Deutschland. Zudem ist es u.a. in Tschechien, Polen, Ungarn und Frankreich aktiv. Fast die Hälfte der Leistung entfällt auf mehrjährige Rahmenverträge.

Zuvor gehörte SAG einem Unternehmen des schwedischen Finanzinvestors EQT. Dieser hatte es 2008 erworben. Neben organischem Wachstum vergrößerte sich das Unternehmen in der Zwischenzeit durch die Übernahme von Elektrovod (Žilina/Slowakei) und Sogetralec (Béziers/Frankreich). 2016 hatte EQT auch die Sparte Building and Facility des Bilfinger-Konzerns erworben, reicht das Hochbau-Geschäft aber an den schweizer Baukonzern Implenia weiter (siehe "Ex-Bilfinger-Hochbau wandert zu Implenia", IZ 51/16).

"SAG passt gut zu unserem Geschäftsmodell und unserer Firmenkultur", erklärt Gauthier Louette, Chairman und CEO des Spie-Konzerns. Markus Holzke, Geschäftsführer der deutschen Spie-Tochtergesellschaft erwartet sich ergänzende Kompetenzen und eine dichtere geografische Präsenz. "Die Kombination beider Unternehmen schafft einen deutschen Marktführer im Bereich multitechnischer Dienstleistungen und eine breitere Plattform für weitere Expansion."

Der Verkauf von SAG steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Prüfungen und soll Ende des erstens bzw. Anfang des zweiten Quartals dieses Jahres abgeschlossen sein. Spie sieht zudem Potenzial für weitere Unternehmenskäufe.

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