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Unternehmen | 22.12.2016

Aus IZ51/2016, S. 12

Von Ulrich Schüppler

In diesem Artikel:

Metro und Ceconomy trennen sich

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Metro-CEO Olaf Koch erläuert die Konzernstrategie.

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Bis auf eine kleine Beteiligung wird Media-Saturn bald nichts mehr mit Metro verbinden. Der Großhändler nutzt derweil sein Immobilienportfolio gleichermaßen für strategische wie für finanzielle Zwecke.

Der Handelskonzern Metro hat am 15. Dezember in Düsseldorf weitere Details zu seiner Aufspaltung in ein Unternehmen für Groß- und Lebensmitteleinzelhandel sowie eines für Elektronikmärkte bekannt- gegeben. Media-Saturn wird dabei unter dem Namen Ceconomy firmieren. Die Bezeichnung Ceconomy leitet sich von "CE" für Consumer Electronics und "Economy" für Wirtschaft ab, sie wird jedoch nur für den Kapitalmarkt und als Arbeitgebername verwendet. An der Benennung der Elektronikmärkte selbst und am Internetauftritt des Onlinegeschäfts ändert sich dadurch nichts.

Ceconomy wird einen Kapitalanteil von 1% an der neuen Metro für mindestens sieben Jahre und weitere 9% für mindestens sechs Monate halten. Das reflektiere zum einen die im Zuge der Aufspaltung übertragenen Vermögenswerte und habe zum anderen steuerliche Gründe, so der künftige Ceconomy-Finanzchef Mark Frese. Auf das operative Geschäft habe das keinen Einfluss. Die Hauptversammlung muss der Aufspaltung in Metro und Ceconomy am 6. Februar 2017 noch zustimmen. Danach sollen beide Unternehmen so rasch wie möglich separate Notierungen an der Börse erhalten. Das Immobilienvermögen, das zu einem großen Teil in real- und Metro-Märkten gebunden ist, verbleibt beim Groß- und Lebensmitteleinzelhandel.

Der Buchwert des gesamten Immobilienvermögens der Metro beträgt 5,1 Mrd. Euro, rund 47% aller Standorte befinden sich im Eigenbestand. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der Konzern weltweit 22 Großmärkte neu eröffnet und 34 geschlossen, davon entfallen 19 auf den Rückzug aus dem vietnamesischen Markt. Bei real wurden acht defizitäre Märkte dichtgemacht, derzeit betreibt das Unternehmen noch 285 SB-Warenhäuser.

Im Einzelfall kombiniert Metro seine Standortpolitik auch mit Projektentwicklungen und erzielt damit erhebliche Ergebnisbeiträge: So wurde im vergangenen Geschäftsjahr das Gelände rund um einen seit 2001 im Eigenbestand gehaltenen Metro-Markt in der chinesischen Provinzhauptstadt Wuhan zu einem Wohn- und Geschäftsquartier entwickelt. Der Verkaufspreis des Areals betrug dabei das Neunfache des bilanziellen Werts. Auch nach der Projektentwicklung des Quartiers verbleibt der neu gebaute Metro-Markt an diesem Standort im Immobilienportfolio des Konzerns.

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